Der Ordnungsausschuss berät am Mittwoch über die Aufteilung nach Warengruppen. Markthändler wollen ihre Fragen los werden.

Für Gemüsehändlerin Dorit Höhmann-Furthman macht die Mischung von Lebensmittelanbietern neben Textilern erst die Attraktivität eines Wochenmarktes aus. Mit dem von Socken-Händler Michael Meyer gestalteten Plakat wurde am Dienstag an mehreren Ständen Kritik am Teilungsplan der Stadt geübt.
Für Gemüsehändlerin Dorit Höhmann-Furthman macht die Mischung von Lebensmittelanbietern neben Textilern erst die Attraktivität eines Wochenmarktes aus. Mit dem von Socken-Händler Michael Meyer gestalteten Plakat wurde am Dienstag an mehreren Ständen Kritik am Teilungsplan der Stadt geübt.

Für Gemüsehändlerin Dorit Höhmann-Furthman macht die Mischung von Lebensmittelanbietern neben Textilern erst die Attraktivität eines Wochenmarktes aus. Mit dem von Socken-Händler Michael Meyer gestalteten Plakat wurde am Dienstag an mehreren Ständen Kritik am Teilungsplan der Stadt geübt.

Anna Schwartz

Für Gemüsehändlerin Dorit Höhmann-Furthman macht die Mischung von Lebensmittelanbietern neben Textilern erst die Attraktivität eines Wochenmarktes aus. Mit dem von Socken-Händler Michael Meyer gestalteten Plakat wurde am Dienstag an mehreren Ständen Kritik am Teilungsplan der Stadt geübt.

Langenfeld. Rund 1.000 Kunden des Wochenmarktes haben sich laut SPD-Fraktionschef Sascha Steinfels bisher mit ihrer Unterschrift gegen die für Mitte Januar geplante Aufspaltung in Frischwaren auf der Solinger Straße und Nicht-Lebensmittel auf dem Marktplatz ausgesprochen.

Ein Großteil der 65 Händler zeigte am Dienstag mit einem Plakat, dass sie nichts vom neuen Konzept der Stadt halten: "Die Mischung macht’s" ist darauf zu lesen, wobei Mischung in verschieden farbigen Buchstaben gedruckt für die bunte Vielfalt eines nicht nach Warengruppen getrennten Angebots steht.

"Ich halte von der Trennung gar nichts. So wie es ist, ist es in Ordnung. Mir gefällt die Mischung", zeigte die Langenfelderin Mechthild Richters Sympathie für den stillen Protest der Beschicker. "Die Vielfalt macht einen guten Markt aus. Wenn ich hier nur Obst und Gemüse finde, kann ich gleich zum Großmarkt fahren", meint Anja Furtmann (40). Wenn nur ein Bruchteil der Kritiker am Mittwoch um 18 Uhr in den Ausschuss für Soziales und Ordnung kommt, ist der Rathaussaal 187 viel zu klein.

"Diesmal werden wir unsere Fragen der Verwaltung stellen. Warum es nicht möglich ist, am bestehenden Marktkonzept festzuhalten, ist uns noch von keinem überzeugend erklärt worden", sagt Alexa Kleine-Birkenheuer. Gerne hätte die Händlerin für Damenoberbekleidung dazu die Meinung von Bürgermeister Frank Schneider (CDU) in der Ratssitzung Anfang des Monats gehört, aber weil sie Kölnerin ist, durfte sie keine Fragen stellen.

Am Mittwochabend übernehmen andere diesen Part. Das Thema Gestaltung des Wochenmarktes steht auf der Tagesordnung, da sich auch die Grünen für einen nach Sortimenten durchmischten Markt einsetzen, dessen Aufbau wie anderswo üblich nicht vor 6 Uhr beginnen soll. Für die Stadtspitze handelt es sich bei der Neuordnung ums laufende Verwaltungsgeschäft.

CDU-Mehrheit stärkt der Verwaltung den Rücken

Aussicht auf Erfolg mit dem Antrag hat die Öko-Partei ebenso wenig wie die SPD mit der Übergabe der Unterschriftenlisten in der Ratssitzung am 22. Dezember. "Wir sind überzeugt davon, dass die Spezialisierung in Food- und Non-Food-Bereich eine Weiterentwicklung darstellt, die den Magneten Markt stärkt", gibt Fraktionsvorsitzender Peter Klinkers, die am Montagabend festgezurrte Linie der CDU wieder.

Die Mehrheitsfraktion teilt die Einschätzung der Verwaltung. Bereits vor dem Marktplatzumbau seien dort die Textilanbieter konzentriert gewesen. Drei der vier vormals auf dem Platz zu findenden Frischehändler gelte es nun wegen des Streits mit Anwohnern über Ruhestörungen infolge des Aufbaus bereits ab fünf Uhr in den Markt auf der Solinger Straße zu integrieren. Die Abqualifizierung des Nicht-Lebensmittel-Sortiments als "Trödel" lehnt Klinkers ab. "Wir wollen interessante und günstige, aber auch hochwertige Angebote."

Peter Klinkers: "Zweifler wurden schon einmal eines Besseren belehrt"

Viele Zweifler und Schwarzseher habe es auch gegeben, als der Markt wegen des Baus der Markthalle erstmalig auf die Solinger straße umquartiert wurde. Klinkers: "Tatsächlich brachte dieser gravierende Eingriff nicht das Ende des Marktes, sondern wurde schnell angenommen." Für den Christdemokraten haben SPD und Grüne den Marktbesuchern mit ihrer Argumentation Sand in die Augen gestreut und eine Hysterie angestiftet.

"Die CDU und ihre Marktsprecher Schultk und Tillmanns sind es einfach nicht gewohnt, dass die SPD sich vehement für ein Thema einsetzt, das den Leuten auf den Nägeln brennt", kontert Sascha Steinfels. Die Schoppengasse bei sehr schmalen Rettungswegen als Marktstandort aufzugeben, sei ein nachvollziehbares Argument. "Alle anderen der Verwaltung ziehen nicht", meint der SPD-Sprecher.

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