Das Seniorenbüro fordert: Die Stadt muss sich für die älteren Bürger wappnen. Der Generationengarten ist ein Anfang.

Die Generation Gold nimmt in der Gesellschaft einen immer breiteren Platz ein. Darauf müssen sich die Städte vorbereiten– und seniorenfreundlicher werden.
Die Generation Gold nimmt in der Gesellschaft einen immer breiteren Platz ein. Darauf müssen sich die Städte vorbereiten– und seniorenfreundlicher werden.

Die Generation Gold nimmt in der Gesellschaft einen immer breiteren Platz ein. Darauf müssen sich die Städte vorbereiten– und seniorenfreundlicher werden.

dpa

Die Generation Gold nimmt in der Gesellschaft einen immer breiteren Platz ein. Darauf müssen sich die Städte vorbereiten– und seniorenfreundlicher werden.

Langenfeld. Besucher des Freizeitparks warfen in den vergangenen Monaten häufig einen Blick auf jenen Teil, der ihnen als Zirkuswiese bekannt ist.

Denn dort wurde eifrig an deren Umgestaltung gearbeitet, um in die Tat umzusetzen, was die letzte Seniorenbefragung 2007 ergeben hatte: die Anlegung eines Generationengartens, der am Freitag, ab 11 Uhr, mit einem musikalischen Programm ausschließlich Langenfelder Gruppen der Öffentlichkeit übergeben wird.

Übungsleiter der Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) erklären die aufgestellten Sportgeräte mit Unterstützung einer Seniorensportgruppe. Schließlich stellt der Bouleverein Langfort den Bouleplatz vor.

In 20 Jahren gibt es immer weniger Kinder und Jugendliche

Die Einweihung des Generationsgartens ist nur ein - wenn auch wichtiger - Teil eines ganzen Programms, das aus Untersuchungen über die demografische Entwicklung Langenfelds entstanden ist. Alle statistischen Berechnungen besagen, dass auch Langenfelds Einwohnerzahl in den nächsten Jahrzehnten bis 2030 abnehmen wird. Dabei steigt die Zahl der über 80-Jährigen deutlich, während jene der Kinder und Jugendlichen abnimmt.

Der erste Seniorenbericht 2003, der auf umfangreichen Befragungen der "Generation Gold", also der Menschen, die 55 Jahre und älter waren, basierte, bildete die Grundlage für eine Reihe von Maßnahmen, die seither ergriffen wurden. So wurde unter dem Stichwort "das seniorenfreundliche Rathaus" mit dem Seniorenbüro eine zentrale Anlaufstelle für die älteren Bürger geschaffen.

2003 und 2007 fanden Seniorenbefragungen statt. Herausragender Wunsch: möglichst lange in den "eigenen vier Wänden" zu bleiben und eigenständig zu leben.

Nachdem Erste Beigeordnete Marion Prell den ersten Band ihres Demografiekonzepts am vorletzten Mittwoch im Sozialausschuss vorstellte, sollen zwei weitere Bände folgen - unter anderem auch über die Langenfelder Ortsteile.

2005 erschien ein Seniorenratgeber in einer Auflage von 18.000 Stück, der an alle Haushalte mit Menschen über 55 Jahre verteilt wurden. Im gleichen Jahre wurde in der Stadtgalerie die erste Seniorenmesse veranstaltet, deren Resonanz mit fast 10.000 Besuchern alle Erwartungen übertraf. In diesem Jahr gibt es eine Familienmesse, die alle Generationen anspricht.

Im Seniorenbericht 2030 war auch der Bedarf an Pflegeplätzen ermittelt worden. Damals standen nur 288 Betten zur Verfügung, benötigt wurden jedoch 419. Durch den Bau des Hewag-Heims an der Richrather Straße und dem Anbau des Pflegeheims Katharinenstift am St. Martinushof in Richrath konnte dieser Fehlbestand abgebaut werden.

Weil Demenzerkrankungen immer häufiger auftreten, wurde das Netzwerk Demenz ins Leben gerufen. In ihm finden sich Ärzte, Pflegedienste, Heime und Demenzcafés, die alle mit dieser Krankheit befasst sind.

Ein zweites Grundsatzpapier nach dem Seniorenbericht entstand für die Jahre 2007 bis 2010 mit Maßnahmen für ein familienfreundliches Langenfeld. In diesem Jahr sollen Projekte entwickelt und umgesetzt werden, die die Generationen zusammenbringen.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer