Der Schuhhersteller vergrößert die Fläche zugunsten der Kunden und Nachbarn.

Der Werksverkauf der Ara-Schuhfabriken wird umgestaltet.
Der Werksverkauf der Ara-Schuhfabriken wird umgestaltet.

Der Werksverkauf der Ara-Schuhfabriken wird umgestaltet.

Anna Schwartz

Der Werksverkauf der Ara-Schuhfabriken wird umgestaltet.

Langenfeld. Mit großer Mehrheit stimmte der Planungsausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag dem Antrag der Ara-Schuhfabriken zu, ihren Lagerverkauf um 200 auf 800 Quadratmer zu erweitern. Die Verkaufsräume sollen aus dem hinteren Winkel des Firmengeländes, weit ab von den Kundenparkplätzen, in den vorderen Bereich der Lagerhallen verlegt werden.

Diese Lösung kommt nicht zuletzt auch den Anwohnern am Hans-Sachs-Weg zugute, deren Klagen über Lärmbelästigung durch Pkw-An- und Abfahrten mit der Errichtung einer drei Meter hohen Lärmschutzwand bereits weitgehend Rechnung getragen wurde.

Nachbarschafts-Problematik soll sich weiter entspannen

Diese "nachbarschaftliche Problematik", so Vorstand Theo Schmies in seinem Antrag an die Stadt, werde sich mit der Verlagerung weiter entspannen. Er weist vor allem darauf hin, dass eine solche Erweiterung lebensnotwendig für den Schuhhersteller sei. Es werden besonders Produktionsüberhänge und Rückläufe aus der letzten Saison vermarktet.

Bürgermeister Frank Schneider und Chefplaner Hans-Otto Weber befürworteten den Antrag, doch sollen Gutachter ähnlich wie 2004, als der Werksverkauf begann, die Auswirkung auf den innerstädtischen Schuhhandel und die Lärmbelästigung der Anwohner erneut untersuchen.

"Wir werden dem Antrag zustimmen. Es ist eine sinnvolle Maßnahme, und schließlich ist die Ara ein wichtiger Arbeitgeber unserer Stadt", erklärte CDU-Sprecher Dieter Braschoß.

Auch Heike Lützenkirchen (SPD) signalisierte die Unterstützung ihrer Fraktion und merkte kritisch an, sie habe von anderen Unternehmen noch nie eine ähnliche Initiative erlebt. Günter Herweg von den Grünen sah hingegen eine "Drohgebärde des Arbeitgebers zwischen den Zeilen seines Antrags", fand damit jedoch keine Unterstützung im Ausschuss.

Hans-Otto Weber sprach sich dafür aus, dem Betrieb optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, da er Hunderte Arbeitsplätze biete. Dem stehe die eher restriktive Haltung der Stadt bei solchen Anfragen des Einzelhandels zur Erweiterung in den Außenbezirken nicht entgegen.

Vor zwei Jahren hat der Planungsausschuss den Antrag von Real zur Erweiterung ihres Kaufhauses an der Rheindorfer Straße um mehr als 2000 Quadratmeter abgelehnt. Die Erweiterung bei der Ara ist deshalb möglich geworden, da nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2005 die Möglichkeit solcher Werksverkäufe und des Handels in Außenbezirken von 600 auf 800 Quadratmeter heraufgesetzt worden ist.

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