Bis zum Samstag wird in Richrath um Spenden für Kinder in Not gebten.

wza_1500x1000_609938.jpeg
An der Haustür von Helene Sanojca (74) machten die Sternsinger (v.l.) Luisa (9), Bastian (9), Leon (8), Sara (12) und Felix (6) am Dreikönigstag zuerst nach dem Aussendungsgottesdienst in St. Martin Station.

An der Haustür von Helene Sanojca (74) machten die Sternsinger (v.l.) Luisa (9), Bastian (9), Leon (8), Sara (12) und Felix (6) am Dreikönigstag zuerst nach dem Aussendungsgottesdienst in St. Martin Station.

Anna Schwartz

An der Haustür von Helene Sanojca (74) machten die Sternsinger (v.l.) Luisa (9), Bastian (9), Leon (8), Sara (12) und Felix (6) am Dreikönigstag zuerst nach dem Aussendungsgottesdienst in St. Martin Station.

Langenfeld. "Die Kinder der Welt stehen vor Ihrer Tür, helft uns, die Not zu beheben." Mit dieser Bitte, der sich zwei Liedern anschließen, stehen die fünf Sternsinger Sara (12Jahre), Luisa (9), Bastian (9), Leon (8) und Felix(6) vor der Haustür der 74-jährigen Helene Sanojca, die direkt gegenüber dem Kirchturm von St. Martin wohnt. Das Haus an der Wolfhagener Straße ist die erste Station der Gruppe. Nur wenige Minuten zuvor ist der Gottesdienst zur Aussendung zu Ende gegangen. Die fünf Kinder, die Sabine Domdei (51) begleitet, haben sich in ihren langen, aber dünnen Gewändern trotz empfindlicher Kälte als Sternsinger auf den Weg gemacht. "Es ist schön, für andere Kinder in der Welt etwas zu tun", sagt Gesamtschülerin Sara. Sie ist seit Jahren als Mohr geschminkt dabei. Luisa schreibt den Segensspruch "20*C+M+B*10" an Helene Sanojcas Tür. Dieses Kürzel steht für "Christus mansionem benedicat", zu deutsch: Christus segne dieses Haus. Sara hat mit den anderen Kindern in der Kirche von dem aus Indien stammenden Pater Joseph erneut erfahren, wofür die Sternsinger in der Richrather Gemeinde sammeln: Die Spenden kommen dem Bau eines Internats im nordindischen Bistum Bijinor zugute.

Schulbildung für die Ärmsten der Armen in Nordindien

Dieses wird dort dringend benötigt, nachdem christliche Missionare eine Schule für die ärmsten Kinder gebaut haben, die aus vielen umliegenden Dörfern kommen. Der Pater hat den Kindern Bilder von den Baufortschritten gezeigt. Von denen haben sich Joseph und Pfarrer Lambert Schäfer, der sich ebenfalls für das Projekt einsetzt, bei zwei Besuchen selbst überzeugt können. Nach den Fundamenten wird nun bereits am ersten Obergeschoss gearbeitet.

Rund 30 Sternsinger wurden bereits am 2. Januar von der Pfarrkirche St.Josef zu den Immigrathern ausgesendet. Der Einholungsgottesdienst ist am Sonntag, 17. Januar, um 9.30 Uhr in Christus König an der Friedensstraße. Wer bis dahin den Besuch einer Gruppe wünscht, kann sich noch bis Freitag beim Pfarrbüro St. Josef unter Telefon oder bei Koordinatorin Cornelia Oberhäuser, Telefon 75231, melden.

Am Mittwoch wurden 20 Kinder als Sternsinger für Reusrath und Mehlbruch-Gieslenberg ausgesendet. In Reusrath werden sie bei ihrer bis zum Sonntag andauernden Sammlung noch von den Kommunionkindern von St. Barbara unterstützt.

Bundesweit sammeln rund 500 000 Mädchen und Jungen als Sternsinger für Not leidende in aller Welt. Partnerland des 52. Dreikönigssingens ist der Senegal. Die Sternsinger von St. Josef und Christus König bitten aber wie die Kinder von St. Martin auch um Spenden für das nordindische Internats-Projekt.

Von St. Martin sind vor zwei Jahren 9633 Euro, im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 11 107 Euro in das Projekt geflossen. Diese Hilfe entspricht dem Leitwort der diesjährigen Sternsinger-Aktion "Kinder finden neue Wege". Es soll darauf aufmerksam machen, dass Kinder mit ihren eigenen Lebensperspektiven immer auch die Zukunft ihres Landes mitgestalten. Der Schulbesuch ist einer der ersten und wichtigsten Schritte auf diesem Weg. Bis 2013 wollen die Richrather Sternsinger den Schulbau in Bijinor unterstützen. Sabine Domdei hat die Aktion zum zehnten Mal koordiniert. "63 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren beteiligen sich diesmal in 16 Sternsingergruppen an der Aktion. 307 Bitten um einen Besuch sind eingegangen", sagt die vierfache Mutter. Sie sucht jetzt nach einer Nachfolgerin. Höhepunkt für das Dreikönigssingens in Richrath ist der Samstag, weil dann die meisten Spender zu Hause anzutreffen sind. Zur Mittagsstunde treffen sich die Gruppen zum Essen im Pfarrzentrum am Frankenplatz, bevor sie sich erneut auf den Weg machen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer