Beim Adventsbasar der Gemeinde Sankt Gereon gibt es jede Menge Deko, Liköre und Gebäck - und das alles für eine gute Tat.

Kreativ
Das Schwein aus Holz haben es Benedikt (10) angetan.

Das Schwein aus Holz haben es Benedikt (10) angetan.

Anna Schwartz

Das Schwein aus Holz haben es Benedikt (10) angetan.

Monheim. Auch der Adventsbasar der Gemeinde Sankt Gereon gehört in die Vorweihnachtszeit.

Jedes Jahr werden an beiden Tagen des ersten Adventswochenendes Kränze, Gestecke und Weihnachtssterne aus dem Pfarrer-Franz-Böhm-Haus getragen.

Auf der Sperberstraße ist es zu den Stoßzeiten am Vor- und Nachmittag nur schwer, einen Parkplatz zu finden. Zum 41. Mal wurde der Adventsbasar der Monheimer Gemeinde am vergangenen Wochenende nun schon veranstaltet.

„Das ganze Jahr über wird für dieses eine Wochenende gebastelt.“

Barbara Thomas vom Basarteam

Im Adventsdorf im Pfarrsaal erwartete die zahlreichen Besucher modische Strickwaren, Filz-Dekorationen, hochwertige Näh- und Bastelarbeiten, Halsschmuck, Sterne in vielen Arten, Weihnachtsdekorationen, Karten, Weihnachtssterne, Holzarbeiten, Laternen, Engel aller Art sowie Krippen und Zubehör.

Selbstgemachte Marmeladen und Weihnachtsgebäck, Pralinen, Liköre, Chutneys, Essig und Öl rundeten das reichhaltige Angebot ab. „Auf dem Basar stellen die Gemeindemitglieder ihre Arbeiten aus“, sagt Barbara Thomas, die mit dem Basarteam und zahlreichen Ehrenamtlichen seit fünf Jahren den Basar vorbereitet und organisiert. „Das ganze Jahr wird für das Wochenende gebastelt.“

Im letzten Jahr sind auf dem 40. Adventsbasar 12 000 Euro Reinerlös erzielt worden. „In all den Jahren haben wir schon über eine halbe Millionen Euro zusammen bekommen“, sagt Barbara Thomas.

Was früher der Familienkreis war, sind jetzt Freundinnen, die sich treffen und miteinander basteln. „Wir fangen schon nach Ostern mit den ersten Ideen an“, erzählt Claudia Marx. Jeder bringt ein, was er in Büchern, dem Internet oder dem Fernsehen in letzter Zeit gesehen hat und was sich gut für den Basar eignet. „Jeder macht dann das, was er gut kann.“

Tiere aus Holz kamen dieses Jahr richtig gut an

Nach den Sommerferien geht die heiße Phase los, und die Freundinnen treffen sich wöchentlich, damit alles rechtzeitig für den 1. Advent fertig wird. Am Stand gibt es jetzt Pralinen, Ketten, Filzarbeiten und Gestricktes. Besonders beliebt sind in diesem Jahr Holzelche und Schweine aus ganzen Holzstämmen. Seit 2006 stellen die Frauen aus.

Auf dem Tisch liegt jedoch immer Neues. „Wir haben in diesem Jahr eine Kiste mit den Restposten des letzten Jahres, die für kleines Geld verkauft werden“, sagt Marx. „Ansonsten achten wir darauf, dass wir immer eine große Auswahl an neuen Geschenkideen haben.“

Von dem Erlös werden Kindergärten und Schulen in Kolumbien gebaut

Lediglich die Materialkosten behalten die Freundinnen von den Einnahmen ein. Der Rest geht, wie bei dem Rest des Adventsbasars, an Monte Redondo in Kolumbien.

Anna Blasberg, eine der Bastelfreundinnen, war vor einigen Jahren selber mit einer Gruppe und dem Pastor vor Ort: „Ich habe unvorstellbare Armut gesehen, aber auch ein wunderbares Land und nette, gastfreundschaftliche Menschen.“

Die Projekte des Ordens der Schwestern vom armen Kinde Jesu werden von den Erlösen der Verkaufsstände und der Tombola des Basars unterstützt. „Kindergärten und Schulen werden von dem Geld gebaut“, so Blasberg.

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