Hier hätten Einzelinteressen über das Allgemeinwohl entschieden, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann gestern und meinte damit das aus seiner Sicht übertrieben hohe Angebot von Bauer Bossmann. Das eigentliche Zünglein an der Waage aber ist das Erzbistum Köln. Es hat entschieden, dass beim Verkauf des Grundstücks allein Gründe der Vermögensverwaltung entscheiden.

Das heißt: Wenn ein höheres Angebot da ist, wird es genommen. Nicht bedacht hat das Erzbistum dabei, dass es am Ende möglicherweise komplett leer ausgehen wird. Die Stadt hat klar gemacht, dass das Bauprojekt damit gestorben ist.

An einem möglichen Bieterverfahren der Kirche, bei dem beide Parteien noch einmal Angebote abgeben können, würde sie sich nicht beteiligen. Bauer Bossmann angesichts dieser Tatsache möglicherweise auch nicht.

Monheim und seinen Sportlern ist zu wünschen, dass sich die Politik nun schnell zu einer Alternative durchringt. Auch die Finanzierung des Sportstättenkonzepts muss neu überprüft werden. Denn möglicherweise steht Monheim nun vor dem nächsten Problem: Wenn das Geld für die Sanierung aller Sportstätten nicht mehr reicht, drohen empfindliche Einschnitte.

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