Beim BAB-Neujahrsempfang hielt Vorsitzender Helmut Heymann eine kernige Rede mit klaren Forderungen.

BAB-Chef Helmut Heymann bei seiner Rede.
BAB-Chef Helmut Heymann bei seiner Rede.

BAB-Chef Helmut Heymann bei seiner Rede.

Anna Schwartz

BAB-Chef Helmut Heymann bei seiner Rede.

Baumberg. "Für uns ist er das lokale Ereignis in Baumberg schlechthin", sagten Elvira und Georg Zechtler. Und das ist er offensichtlich auch - der traditionelle Neujahrsempfang des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins (BAB). Jedenfalls war das Bürgerhaus am Sonntagvormittag proppenvoll. BAB-Chef Helmut Heymann präsentierte eine lockere, auf den Punkt gebrachte Rede. Sein besonderer Gruß galt dem Bürgermeister-Newcomer Daniel Zimmermann.

Der musste sich nicht nur Lobenswertes aus dem Stadtteil Baumberg anhören, sondern auch deutliche Verbesserungsvorschläge und negative Anmerkungen. Letztere wusste Heymann geschickt witzig zu verpacken. Tosender Beifall war der Lohn.

Augenmerk will der BAB in diesem Jahr ganz besonders auf eine sinnvolle Befestigung des Dorfplatzes legen, der sich bei Veranstaltungen im Regen nicht mehr in eine Morastlandschaft verwandeln soll. Und an das Stadtoberhaupt gewandt: "Ich leide mit Ihnen bei der Verwaltung der Schulden. Zum Dorfplatz will der BAB seinen finanziellen Beitrag leisten. Trotzdem erwarten wir eine Unterstützung durch den Bauhof."

Endlich eine Lösung finden beim Sportstättenkonzept

Heymann sprach auch einige verkehrsstrukturelle Themen in Baumberg an: Unter anderem den endlich fertiggestellten Kreisverkehr Geschwister-Scholl-Straße, den Kreisverkehr Kielsgraben, "mit seinem Wall, der die Baumberger vor den Monheimern schützt", die Verödung der Hauptstraße aufgrund der Tatsache, dass es immer weniger Geschäfte dort gebe. Und die Klappertorstraße sei viel zu eng geplant worden. Außerdem sprach er die neuen Parkplätze an der Kreuzung Sandstraße/Griesstraße an, die einigen Eigentümern ihre eigene Einfahrt "verbauen" würden. Und für das lang und heiß diskutierte Sportstättenkonzept müsse man endlich eine für alle gangbare Lösung finden.

Bürgermeister Zimmermann zeigte mit seiner markant gehaltenen Rede, dass auch ein junger Verwaltungschef alles daran setzten möchte, eine Stadt wie Monheim fest in seinen Griff zu bekommen. Er lobte dabei vor allem die Neutralität des BAB und seine vortrefflichen Aktivitäten. Beim Stichwort Baumberg-Ost stellte er einmal mehr klar, dass er es vorerst nur mit kleinen Bauprojekten angehen möchte.

Hatte der Baumberger Allgemeine Bürgerverein im Jahre 1969 noch 63 Mitglieder, sind es heute 500. Die Aktivitäten reichen vom der Rheinufersäuberung bis zur Sonnwend-Feier auf der Bürgerwiese und dem traditionellen Adventssingen.

Zum Sportstättenkonzept sagte Zimmermann: "Die bestehenden Sportstätten müssen schon im Hinblick auf die vielen Kinder und Jugendlichen wohnungsnah bestehen bleiben. Wir wollen weiterhin gute benutzbare Plätze haben." Der Bürgermeister betonte: "Ich lasse mich von Leserbriefschreibern und Parteien keinesfalls unter Druck setzen." Mit einem Seitenhieb auf die Politik sagte er, dass es jahrelang versäumt worden sei, etwas Positives zu bewirken." Dem BAB wünschte der Bürgermeister wie bisher eine gute und starke Hand für den Stadtteil Baumberg.

Zum Schluss überreichte Heymann den obligatorischen BAB-Ehrenteller an Otto Faulhammer von der Hauptstraße. Diese Auszeichnung wird für eine besonders ehrenamtliche Arbeit verliehen. Faulhammer engagiert sich für viele Belange des benachbarten Dorfplatzes. Er versprach, es auch weiterhin wie bisher zu tun.

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