Drei Schüler der Junior Business School mit Sitz in der Marienburg entwickeln eine Schutzhülle für Personalausweise.

kreativ
Tim Oberlies reist aus Göttingen an. Fotos (3): privat

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Benedikt Quarch kommt aus Aachen.

Der Nordhesse Fabian Schmal studiert in Köln.

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Tim Oberlies reist aus Göttingen an. Fotos (3): privat

Monheim. Ein Beitrag im Fernsehen brachte die drei Jungs auf ihre Geschäftsidee. Oder vielleicht eher das, was wie eine Geschäftsidee aussehen soll. Die entwickeln Fabian Schmal, Benedikt Quarch und Tim Oberlies derzeit im Rahmen ihres Abschlussprojekts der in Monheim ansässigen Junior Management School (JMS) in der Marienburg.

„Card Defender“ nennen sie das Produkt, das sie seit Januar theoretisch entwickeln. Anlass dafür sind die Befürchtungen von Experten im Zusammenhang mit den neuen Personalausweisen. Sie enthalten sogenannte „RFID-Chips“. „Die Daten auf den Chips können theoretisch mit einem manipulierten Gerät ausgelesen werden“, sagt Fabian Schmal (21). Deshalb haben er und seine zwei Team-Partner eine Art Schutzhülle entwickelt. Die soll illegale Zugriffe auf die sensiblen Daten verhindern. „Sie muss aus einem massiven Material bestehen, aber auch dünn sein“, sagt Schmal. „Aus Zink vielleicht.“

Zudem haben sie eine Diebstahlsperre eingebaut, die mit Hilfe einer Feder funktioniert. Im Juli muss der „Card Defender“ Marktreife besitzen und wird dann den Dozenten der JMS in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Eine Menge Tüftelarbeit für die Jungs, die sich nie zuvor auf so einer professionellen Ebene mit Kommunikationstechnologie beschäftigt haben.

Aber auch das gehört zu der Aufgabe: recherchieren und sich bei Experten durchfragen. Anders als in einem etablierten Unternehmen, in dem die Entwicklung von Produkten und die Vermarktung in verschiedenen Abteilungen abgewickelt werden, müssen die jungen Männer auch das selbst in die Hand nehmen. Derzeit führen sie beispielsweise eine Umfrage (siehe Kasten) im möglichen Kundenfeld durch. Auf diese Weise soll abgeklärt werden, wie groß das Interesse an ihrem Produkt wäre. „Es soll eben so realistisch wie möglich sein“, sagt Fabian Schmal.

Seine Ambitionen liegen übrigens weit vom Thema Datensicherheit entfernt. Er studiert in Köln Medizin. Dennoch bereut er nicht, die wirtschaftlich ausgerichtete JMS besucht zu haben: „An der Junior Management School kriegt man generell ein wenig mehr Weitblick und lernt auch viel über sich selbst.“ Knapp 250 Euro kostet dieser zwölfmonatige Selbstfindungskurs für Schüler im Monat, unterrichtet wird in den Ferien und an Wochenenden in Blockseminaren (insgesamt 26 Unterrichtstage).

Inhalte Das Programm der Schule besteht aus vier Grundsäulen: Soft Skills, Wirtschaftswissenschaften, Projektmanagement und Zukunftsmanagement. Insgesamt gibt es 69 Module à 135 Minuten – verteilt auf zwölf oder 24 Monate. Am Ende gibt es einen Abschluss von der IHK.

Zielgruppe Teilnehmen können Schüler ab der zehnten Klasse.

Card defender Wer die drei jungen Männer bei ihrem Projekt unterstützen möchte, kann an ihrer Umfrage im Internet teilnehmen.

 

Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland. So auch die Teamkollegen von Fabian Schmal. Um die gemeinsame Projektarbeit schreiben zu können, sind sie wiederum auf Kommunikationstechnologien angewiesen. „Wir nutzen hauptsächlich Skype, um miteinander zu arbeiten“, sagt Schmal. Die Blockseminare in Monheim alleine würden für das Ganze nicht ausreichen.

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