Im Rahmen des Bürgerhaushaltes lädt die Stadt zum Hildopoly ein.

Hilden. Was machen die da eigentlich im Rathaus? Oder besser: Was machen die da im Rathaus eigentlich mit den Steuergeldern der Bürger? Was kostet den Bürger die Volkshochschule oder die Feuerwehr? Antworten auf diese Fragen gibt es am Samstag, 23. Januar 2010, in der Sporthalle am Weidenweg. Dorthin lädt die Stadt zum zweiten Hildopoly im Rahmen des Kommunalen Bürgerhaushaltes ein.

"In erster Linie wollen wir den Bürger darüber informieren, welche Dienstleistungen die Stadt ihnen anbietet", sagt Bürgermeister Horst Thiele. "Es geht aber auch darum, aufzuzeigen, was das alles kostet", ergänzt Kämmerer Heinrich Klausgrete. Letztendlich ist die Veranstaltung also mehr als nur ein Tag der offenen Tür, denn die Besucher sollen selbst am städtischen Haushalt mitwirken. Ihre Anregungen, Beschwerden und Sparvorschläge werden im Rahmen der Haushaltsplanberatungen im Stadtrat beraten.

Ein einzigartiges Angebot in Deutschland

29 städtische Ämter, Einrichtungen und stadtnahe Verbände werden sich und ihren Bürgerservice in der Sporthalle präsentieren. Die Stände sind wie auf einem Monopoly-Spielplan angeordnet - daher der Name Hildopoly. Die Idee dazu hatten Studenten der Fachhochschule für Grafik und Design in Düsseldorf. Das Konzept dazu ist einzigartig in Deutschland, "denn Hilden ist die einzige Gemeinde, die damals von der Firma Hasbro die Genehmigung erhalten hat, diesen Namen zu verwenden", so Kai Russo, Mitarbeiter im Amt für Finanzservice.

3.000 zufällig ausgewählte Hildener werden in den kommenden Tagen eine persönliche Einladung zum Hildopoly-Besuch erhalten. Außerdem werden Einladungen an 250 Vereine, Verbände und Institutionen verschickt. Vorbeischauen kann aber jeder. Eine Einladung ist dazu nicht erforderlich. Auch Kinder sind willkommen. Für sie gibt es ein Unterhaltungsprogramm, und viele Serviceleistungen der Stadt können anschaulich unter die Lupe genommen werden.

Hildopoly 2003 lockte seinerzeit 550 Hildener an, die insgesamt 65 Anregungen einbrachten. "Dieser Erfolg hat uns ermutigt, erneut zum Hildopoly einzuladen", so Thiele. Alle Anregungen wurden im Stadtrat beraten, und einige umgesetzt. So ist die 14-tägliche Abholung der Gelben Säcke (zuvor monatlich) ein Ergebnis des "Kommunalen Bürgerhaushaltes". Seit Hildopoly 2003 stimmen sich Stadt und Stadtwerke bei Straßenbauarbeiten ab, und der Straßenreinigungsplan wurde überarbeitet.

Erstmals wurde in Hilden den Bürgern der Haushaltsplanentwurf 2002 im Rahmen des Modellprojektes "Kommunaler Bürgerhaushalt" vorgestellt. Seinerzeit war es ein Pilotprojekt des NRW-Innenministeriums und der Bertelsmann-Stiftung. Die Idee, den Bürgerhaushalt als Hildopoly-Spiel zu präsentieren, stammt von Studenten der Düsseldorfer Fachhochschule für Grafik und Design.

Alle Bürger sind am Samstag, 23. Januar 2010, zwischen 11 und 15 Uhr zur Mitgestaltung des Kommunalen Bürgerhaushalts 2010 in die Sporthalle am Weidenweg eingeladen.

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