Drei Tage lang stand die Wilhelm-Fabry-Realschule auf dem Prüfstand der Bezirksregierung – und schneidet topp ab.

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Nach dieser traumhaften Bewertung schmeckt das gemeinsame Mittagessen mit der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Klein-Mach (hinten, links) und Lehrerin Petra Koschinski noch mal so gut.

Nach dieser traumhaften Bewertung schmeckt das gemeinsame Mittagessen mit der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Klein-Mach (hinten, links) und Lehrerin Petra Koschinski noch mal so gut.

Dirk Thomé

Nach dieser traumhaften Bewertung schmeckt das gemeinsame Mittagessen mit der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Klein-Mach (hinten, links) und Lehrerin Petra Koschinski noch mal so gut.

Hilden. Schulleiter Peter Schüller und seine Kollegen haben ihre Hausaufgaben gemacht: Die Wilhelm-Fabry-Realschule hat in einer Qualitätsanalyse der Bezirksregierung mit sehr guten Ergebnissen abgeschnitten. "Ich glaube, das haben wir gut hinbekommen", ist Peter Schüller mit Blick auf die Ergebnisse mehr als zufrieden.

Insgesamt 153 Kriterien - von der Zufriedenheit aller Beteiligten über Leistungsanforderung und Leistungsbewertung bis hin zur Kooperation der Lehrkräfte - wurden bewertet und in 28 Teilaspekten benotet. Dabei wurde siebenmal "vorbildliches Vorgehen" attestiert, 16-mal lautete das Urteil "mehr Stärken als Schwächen", und nur zwei Aspekte wurden als "verbesserungsfähig" bewertet. "Damit haben wir fast schon gerechnet", sagt Peter Schüller zu den Kritikpunkten. Zum einen fehle es an Lehrerfortbildungen, zum anderen wurde die teils ungleiche Bewertung von Leistungen kritisiert. "Das kann etwa heißen, dass der eine Lehrer im Erdkundeunterricht eine Leistung anders bewertet als der Kollege", erläutert Schüller und fügt hinzu, dass man bereits Arbeitsgruppen gebildet habe, um dem entgegenzuwirken. Die vierte und schlechteste Bewertung traf auf keinen der geprüften Aspekte zu.

Besonders erfreulich ist für die Schulleitung vor allem der Umstand, dass die Bewertung von externen Prüfern erstellt wurde. Vom 14. bis zum 16. Oktober besuchten drei Prüfer der Bezirksregierung die Schule. Sie nahmen am Unterricht teil, führten Gespräche mit Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung.

Schulleiter Schüller: "Damit wollen wir auch ein bisschen angeben"

Die Gespräche liefen getrennt voneinander ab, Antworten wurden gegengeprüft und verglichen. "Wir als Schulleitung konnten darauf keinen Einfluss nehmen", betont Sabine Klein-Mach, die stellvertretende Rektorin. Zuvor hatten sie und ihre Kollegen sämtliche Konzepte der Schule verschriftlicht und den Prüfern übergeben. Die Erstellung von Vertretungsplänen, Konzepte zur Mediennutzung oder zu individueller Förderung mussten belegt und in digitale Form gebracht werden. Schüller: "Ausgedruckt wären es 800 Seiten gewesen."

Unter dem Strich bleibt ein positives Gesamtergebnis. "Damit wollen wir natürlich auch ein bisschen angeben, das ist klar", schmunzelt Schüller im Hinblick auf die kommenden Neuanmeldungen im nächsten Monat. Da die Qualitätsprüfung nur an staatlichen Schulen durchgeführt wird, ist seine Realschule die einzige geprüft Schule in Hilden - die Theresienschule und die Wilhelmine-Fliedner-Realschule haben einen kirchlichen Träger.

Alle staatlichen Schulen NRWs sollen geprüft und bewertet werden, die Wilhelm-Fabry-Realschule ist eine der ersten Schulen.

Gegenstand der Analyse sind sechs Qualitätsbereiche: Ergebnisse der Schule, Lehren und Lernen - Unterricht, Schulkultur, Führung und Schulmanagement, Professionalität der Lehrkräfte, Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung.

Es gab vier Bewertungsstufen, siebenmal wurde der Entwicklungsstand der Schule als vorbildlich bewertet, 16-mal ist der Stand "eher stark als schwach" und zweimal verbesserungsfähig. Als "erheblich entwicklungsbedürftig" wurde nichts bewertet.

Ein Aspekt, der den Schulleiter besonders freut, steht übrigens nicht auf dem Bewertungsbogen: Die Schüler der Wilhelm-Fabry-Realschule seien im Vergleich zu anderen Schulen besonders höflich gewesen.

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