Der Dauerfrost hinterlässt seine Spuren auf der Richrather Straße. „Das ist schon gewaltig“, sagt Tiefbauamtsleiter Mittmann.

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Die Spuren, die Eis und Schnee auf der Richrather Straße hinterlassen haben, sind nicht zu übersehen. An zwei Stellen zeigt die Fahrbahn auf jeweils auf einer Länge von etwa fünf Metern tiefe Risse.

Die Spuren, die Eis und Schnee auf der Richrather Straße hinterlassen haben, sind nicht zu übersehen. An zwei Stellen zeigt die Fahrbahn auf jeweils auf einer Länge von etwa fünf Metern tiefe Risse.

Die viel befahrene Straße bedarf einer dringenden Sanierung.

Dirk Thomé, Bild 1 von 2

Die Spuren, die Eis und Schnee auf der Richrather Straße hinterlassen haben, sind nicht zu übersehen. An zwei Stellen zeigt die Fahrbahn auf jeweils auf einer Länge von etwa fünf Metern tiefe Risse.

Hilden. Rasches Handeln war Dienstagnachmittag auf der Richrather Straße angesagt. Ausgerechnet auf dieser stark befahrenen Verbindung zwischen Hilden und Langenfeld waren auf einmal Schäden zu erkennen, die zuvor offenbar unter Schnee und Eis verborgen lagen.

In Fahrtrichtung Hilden jedenfalls ist die Fahrbahndecke in Höhe der Hausnummer 13 vis-à-vis des früheren Möbelhauses Eschenbach gleich an zwei Stellen auf etwa fünf Metern Länge von Rissen und Löchern durchzogen.

"Das ist schon gewaltig", sagte am Dienstag der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Harald Mittmann, nachdem unser Fotograf Dirk Thomé den Schaden entdeckt und gemeldet hatte. "Ich habe daraufhin sofort unsere Baubetriebshofmitarbeiter rausgeschickt."

Reparatur fällt in die Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW

Ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich nicht um einen befürchteten Rohrleitungsschaden unter der Fahrbahndecke, sondern eindeutig um Frostschäden.

Allerdings fällt die Reparatur nicht in die Zuständigkeit der Stadt Hilden. Denn: Bei der Richrather Straße handelt es sich um eine Landesstraße - und um die kümmert sich des Landesbetrieb Straßen NRW.

Straßen NRW ist ein Teil der Landesverwaltung. Er plant, baut und unterhält alle Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Rund 6400 Mitarbeiter an mehr als 115 Standorten kümmern sich dabei um rund 20000 Kilometer Straßen. Hinzu kommen noch etwa 1000 Kilometer Kreisstraßen. Der Landesbetrieb entstand im Januar 2001 durch eine Fusion der beiden Straßenbauverwaltungen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.

"Der lang anhaltende und strenge Frost der vergangenen Tage und Wochen ist eigentlich kein allzu großes Problem", erklärt Pressesprecher Bernhard Meier. "Wir haben bisher nicht mehr zu reparieren als üblich." Viel schlimmer als der Dauerfrost seien ständig schwankende Temperaturen. "Bei konstanter Kälte läuft das Wasser einmal in Risse und Löcher, gefriert dann, und das war’s. Wechseln die Gradzahlen jedoch ständig, wiederholt sich dieser Vorgang ein ums andere Mal, und der angerichtete Schaden wird um ein Vielfaches größer", so der Experte.

"Wir sind trotzdem schon mal aktiv geworden und haben vorsichtshalber Tempo-30-Schilder aufgestellt", erklärte Mittmann. Der Anruf in Gelsenkirchen - dort ist der Sitz des Landesbetriebs - sei sofort erfolgt. "Um alles Weitere kümmern sich jetzt die Kollegen."

Offenbar sei Straßen NRW in den vergangenen Wochen schon mal auf der Richrather Straße aktiv gewesen.

"Es gibt jedenfalls mehrere Stellen, an denen offensichtlich Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden. Die jetzigen Schäden sind allerdings so erheblich, dass sie umgehend beseitigt werden müssen", machte der Hildener Amtsleiter unmissverständlich deutlich.

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