Konzept: An der Theresienschule werden nur Mädchen unterrichtet.

Köstlichkeiten für die Besucher des Schulfests – serviert von Meike, Doro und Verginia (v.l.).
Köstlichkeiten für die Besucher des Schulfests – serviert von Meike, Doro und Verginia (v.l.).

Köstlichkeiten für die Besucher des Schulfests – serviert von Meike, Doro und Verginia (v.l.).

Dirk Thomé

Köstlichkeiten für die Besucher des Schulfests – serviert von Meike, Doro und Verginia (v.l.).

Hilden. Weit und breit laufen nur Mädchen über das Schulgelände und hasten durch die Flure der Schulmauern. Jungen sind nicht zu sehen. Für die Mädchen der Theresienschule ist das Alltag. Die 1919 gegründete Realschule an der Gerresheimer Straße ist nämlich eine reine Mädchenschule.

"Bei denen kann man sich ein wenig einschmeicheln."

Vanessa (15), über den Umgang mit den männlichen Lehrkräften

Am Samstag engagierten sich die Schülerinnen beim Schulfest für die Besucher, verteilten Getränke und Kuchen. Das Schulfest klärte aber auch über den Alltag an einer Mädchenschule auf. Für Maria Pohl, Konrektorin der Theresienschule, bietet eine Mädchenschule viele Vorteile gegenüber gemischten Schulen. "Mädchen und Jungen entwickeln sich unterschiedlich", sagt sie.

Besonders im Biologie- und Sportunterricht sei dieser Unterschied sehr prägnant. Während sich die meisten Jungen eher für das Fußballspielen begeistern, haben Mädchen eher andere Interessen - wie Gymnastik oder Kunstturnen.

Von "mädchenhaftem" Unterricht kann aber nicht die Rede sein. Denn Fächer wie Informatik und Technik sind Schwerpunktfächer an der Theresienschule. "In diesen Fächern haben die Mädchen eine ganz andere Herangehensweise als Jungen", erklärt Pohl. Das männliche Geschlecht würde eher durch bloßes Ausprobieren zur Lösung kommen. Mädchen hingegen überlegten sich ihren Weg zur Lösung.

"Jungs haben häufig eine stärkere Persönlichkeit", meint Vanessa (15), Schülerin der neunten Klasse. Deshalb drängten sie sich häufig in den Vordergrund. Ihre Klassenkameradin Maria (14) geht noch weiter: "Unter Mädchen können wir viel besser lernen, weil es ruhiger ist."

Doch von Ruhe und Entspannung im Klassenzimmer sprechen nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer. "Viele Referendare wundern sich über die Disziplin der Schülerinnen", sagt Pohl. "Es ist schon fast wie eine heile Welt", fügt sie schmunzelnd hinzu.

Von 40 Lehrkräften seien zehn männlich. "Bei denen kann man sich ein wenig einschmeicheln, damit sie weniger Hausaufgaben geben", sagt Vanessa lächelnd.

 

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