Fachausschuss knüpft einige Bedingungen an sein „Ja“ zur Bebauung des Grundstücks hinter dem „Haus op de Bech“.

Das Gelände hinter dem „Haus op de Bech“ (rechts, vor dem Hotel Bellevue) an der Schwanenstraße soll – und darf – bebaut werden. (Archiv
Das Gelände hinter dem „Haus op de Bech“ (rechts, vor dem Hotel Bellevue) an der Schwanenstraße soll – und darf – bebaut werden. (Archiv

Das Gelände hinter dem „Haus op de Bech“ (rechts, vor dem Hotel Bellevue) an der Schwanenstraße soll – und darf – bebaut werden. (Archiv

Dirk Thomé

Das Gelände hinter dem „Haus op de Bech“ (rechts, vor dem Hotel Bellevue) an der Schwanenstraße soll – und darf – bebaut werden. (Archiv

Hilden. Ja, das Filetgrundstück an der Schwanenstraße entlang der Itter darf bebaut werden. Nein, es wird später nicht so aussehen, wie es der Düsseldorfer Architekt Helmut Schuba vorgesehen hat.

Mehrheitlich haben die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Mittwochabend zwar für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan gestimmt.

Aber den Entwürfen mit fünf Stadthäusern, so genannte Solitäre, erteilten sie eine Absage. Wenn überhaupt, dann soll es eine "abgespeckte Version" geben - mit einer "luftigeren" Bebauung, die zudem mindestens 15 Meter vom Itterufer entfernt steht.

Das Grundstück fristet derzeit ein Mauerblümchendasein

"Wir sind zwar nicht unbedingt zufrieden", sagte am Donnerstag Ulrich Frauenhof. Seiner Familie gehört das rund 2700Quadratmeter große Areal seit Generationen. Jetzt soll es aus seinem jahrelangen Mauerblümchendasein erlöst werden. Viel Grün und ein leer stehendes Haus, das früher als Wohn- und Bürogebäude diente - das ist alles, was dort, im "Rücken" des historischen "Haus op de Bech", steht.

"Schließlich werden wir in den Planungen jetzt zwangsläufig zurückgeworfen. Unglücklich sind wir aber auch nicht. Denn wahrscheinlich ist das im Moment die positivste Lösung, die überhaupt möglich war." Frauenhof spielt damit auf die Diskussionen Anfang/Mitte Juli an.

Die Aufstellung eines "Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes" für das Grundstück Schwanenstraße 15-17 ist die Voraussetzung dafür, dass das Vorhaben des Düsseldorfer Architekten Helmut Schuba und von Familie Frauenhof als Besitzer überhaupt realisiert werden kann. Ziel dieses Bauleitplans soll es sein, die planungsrechtlichen Grundlagen für das Projekt zu schaffen.

NächsterVerfahrensschritt ist der eigentliche Aufstellungsbeschluss, der den Fraktionen dann zur Beratung und zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Das betreffende Grundstück erstreckt sich von der Schwanenstraße bis zum Schwanenplatz, wo es an die Bebauung des Schwanenplatzes und der Benrather Straße angrenzt.

Damals hatte es fast so ausgesehen, als könnte das gesamte Projekt kippen. Während die Stadtverwaltung die "erkennbare städtebauliche Zielsetzung" planerisch begrüßte, standen die Fraktionen seinerzeit einer Bebauung "in diesem sensiblen Bereich" äußerst skeptisch gegenüber.

Eine Bebauung darf den Baumbestand nicht gefährden

Mittlerweile haben sie ihre Meinung geändert - die dreigeschossigen Einzelhäuser vor allem in ihrer bisherigen Menge und Lage stellen sie aber nach wie vor in Frage: Zum einen stehen sie zu nah an der Itter, zum anderen darf aus ihrer Sicht der Baumbestand nicht gefährdet werden.

"Wir stimmen dem Plan zu, das Areal zu bebauen, aber über die Art der Bebauung vor allem im Bereich der Itter ist noch zu sprechen", sagte beispielsweise CDU-Vorsitzender Patrick Strösser. "Eine Bebauung nur, wenn sie verträglich mit den Bäumen über die Bühne geht", meinte Jürgen Scholz (SPD).

Weiter skeptisch bleiben Bürgeraktion (BA) und Freie Liberale(FL). So lehnte die BA den vorhabenbezogenen Bebauungsplan klar ab. Sie schlug stattdessen vor, dass die Stadtverwaltung die Federführung übernimmt. Drastische Worte fand Heimo Haupt(FL): "Zu groß, zu eng, zu hässlich" sei das Ganze.

Und "eine Nahverdichtung ist stets kritisch zu betrachten - vor allem, wenn im hinteren Bereich des Areals so viele Bäume fallen". Für ihn käme nur eine Bebauung "mit maximal einem Haus" im vorderen Bereich zur Schwanenstraße hin in Frage.

Frauenhof geht nun davon aus, dass in den künftigen Planungen ein, zwei Häuser wegfallen. "Wobei ich hoffe, dass uns dann der Investor nicht von der Stange geht", sagt er.

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