An der Grünstraße sollen acht öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Baubeginn ist im Frühjahr.

Das ehemalige Übergangsheim an der Grünstraße 61 wird abgerissen. Stattdessen baut die Wohnungsbaugesellschaft Hilden dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.
Das ehemalige Übergangsheim an der Grünstraße 61 wird abgerissen. Stattdessen baut die Wohnungsbaugesellschaft Hilden dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.

Das ehemalige Übergangsheim an der Grünstraße 61 wird abgerissen. Stattdessen baut die Wohnungsbaugesellschaft Hilden dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.

Anna Schwartz

Das ehemalige Übergangsheim an der Grünstraße 61 wird abgerissen. Stattdessen baut die Wohnungsbaugesellschaft Hilden dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.

Hilden. Große, öffentlich geförderte Wohnungen sind in Hilden rar und deswegen heiß begehrt. Die Stadt registrierte 2009 etwa 40 Suchende für Vier-Zimmer-Wohnungen. "Es gibt einen sehr großen Bedarf", sagt Lutz Müller von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WGH). Darum wird der geplante Neubau an der Grünstraße wohl auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. "Ich könnte das Zehnfache vermieten", sagt Müller.

Auf dem Grundstück an der Grünstraße 61 will die WGH in diesem Jahr ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus für acht Parteien errichten. Im Erdgeschoss wird eine Wohnung mit zwei Zimmern entstehen. Außerdem sind zwei Fünf-Raum- und drei Vier-Raum-Wohnungen geplant. Unter dem Dach soll es zwei Mietwohnungen mit je drei Zimmern geben.

Das Gebäude wird einen hohen Energiesparstandard erfüllen

Pro Mietpartei gibt es einen Stellplatz hinter dem Haus. Sie werden über eine Einfahrt im Erdgeschoss erreichbar sein. Außerdem ist ein Aufzug geplant. Das Gebäude wird zudem mit Drei-Fach-Fensterverglasung und einer Erdwärmepumpe ausgestattet. "Damit erfüllt es einen hohen Energiesparstandard", so Müller.

Die Baukosten für das Projekt betragen 1,5 Millionen Euro. Finanziert wird es durch die Wohnungsbauförderungsanstalt der NRW.Bank (WfA), der KfW-Bank sowie Eigenmitteln derWGH beziehungsweise der Stadt, sagt Müller. Zu den Baukosten kommen noch etwa 300000 Euro Grundstückskosten. "Das Grundstück ist noch städtisch, es wird aber auf die WGH übertragen", sagt Lutz Müller.

Das Gebäude, das jetzt noch an der Grünstraße steht und zuletzt als Übergangsheim genutzt wurde, soll demnächst abgerissen werden. "Wir hoffen im Frühling den ersten Spatenstich machen zu können. Am 1. Dezember soll es bezugsfertig sein", sagt Müller. Einziehen können ausschließlich Personen mit einem Wohnberechtigungsschein. Interessenten melden sich bei der WGH unter Telefon 72390. Die Mietpreise für die öffentlich geförderten Wohnungen an der Wohnstraße werden 5,10 Euro pro Quadratmeter betragen.

Die Wohnungsbaugesellschaft Hilden (WGH) gibt es seit1996. Hintergrund der Gründung war, auch in Zukunft in der Stadt günstigen, öffentlich geförderten Wohnraum anbieten zu können. Die WGH ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt.

Derzeit besitzt die WGH 194 Wohnungen. 114 davon sind öffentlich gefördert mit Belegungsrecht, 49 ohne. 31 Mieteinheiten sind frei finanziert. Zum letzten Mal baute die WGH 2003. An der Straße Am Bürenbach entstanden damals 28 Wohnungen.

Angesichts der hohen Nachfrage nach öffentlich geförderten Wohnungen glaubt Müller, dass sich für den Neubau an der Grünstraße sehr schnell neue Mieter finden werden. "Die beiden Fünf-Raum-Wohnungen sind schon jetzt weg", sagt der Immobilienbetriebswirt. Ohnehin habe die WGH seit 1998 ausschließlich Neubauten für kinderreiche Familien geschaffen.

Den hohen Bedarf erklärt Müller damit, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft der einzige Anbieter für öffentlich geförderten Wohnraum in Hilden sei. "Der Markt ist in Hilden zum Erliegen gekommen, außer uns macht es kein anderer." Das sei nicht zuletzt der Grund gewesen, warum die WGH 1996 gegründet wurde. So gab es in Hilden 1998 noch 3423 öffentlich geförderte Wohnungen, Ende 2008 waren es nur noch 1743. Vor zwei Jahren gab es 440 Wohnberechtigungsschein-Anträge. In 2009 verzeichnete die Stadt bereits 540 Anträge - 49 davon für Vier-Zimmer-Wohnungen.

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