60 Schriftsteller waren am Freitag zu Autorenlesungen in Hilden zu Gast.

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„Ihr wart ein gutes Publikum“, bescheinigte die Hildener Autorin Dragica Schröder ihren jungen Zuhörern bei der Autorenlesung an der Wilhelm-Fabry-Realschule.

„Ihr wart ein gutes Publikum“, bescheinigte die Hildener Autorin Dragica Schröder ihren jungen Zuhörern bei der Autorenlesung an der Wilhelm-Fabry-Realschule.

Anna Schwartz

„Ihr wart ein gutes Publikum“, bescheinigte die Hildener Autorin Dragica Schröder ihren jungen Zuhörern bei der Autorenlesung an der Wilhelm-Fabry-Realschule.

Hilden. "Willkommen in der über 1.000-jährigen Stadt an der Itter." Mit diesen Worten begrüßte am Freitag die Hildener Autorin Dragica Schröder (61) ihre Kollegen vom Verband Deutscher Schriftsteller (VS). Sie waren der Einladung des Landesverbandes zu den NRW-Literaturtagen gefolgt, für die die Stadt Hilden erstmals Gastgeber war.

Deshalb stellte Schröder ihre Heimatstadt bei einem gemeinsamen Rundgang ihren Kollegen vor, "denn wir wollen bei unseren jährlichen Treffen auch immer etwas von der gastgebenden Stadt kennen lernen", sagt VS-Geschäftsführer Dietmar Damwerth.

Die Autoren wollen vor allem die Jugend für die Literatur begeistern

Vor allem aber wollten die Autoren am Freitag die Jugend für die Literatur begeistern. In fast allen Schulen waren deshalb Schriftsteller zu Gast, die den Schülern aus ihren Texten vorlasen. "Wir hoffen, dass der eine oder andere dadurch auch zum Schreiben kommt", sagte Schröder stellvertretend für ihre Schriftsteller-Kollegen. Außerdem sei es wichtig, "dass die Kinder ein Gefühl für Literatur bekommen".

Die Hildenerin war zu einer Lesung in die Wilhelm-Fabry-Realschule gekommen. Während sie dort ihre Gedichte und Kurzgeschichten vorstellte, war der Vorsitzende des VS-Landesverbandes, Volker Degener, an der Astrid-Lindgren-Schule zu Gast. Sehr zu Freude von deren Leiterin Karin vom Steeg, denn "Kinder brauchen lesende Vorbilder".

Begonnen haben die NRW-Literaturtage am Tag des Buches (23. April) mit einer abendlichen Lesung in der Stadtbücherei. Die Autoren Ekkes Frank, Ulla Klomp, Jens Prüss und Michael Molsner setzten dort unter dem Titel "Machtgeschichten" auf die Macht der Worte - satirische Worte. Während Frank über die "Sturmflut der Schulden" als Umweltkatastrophe referierte, sprach Klomp über den krankhaften "Buch-Tick".

Die Stadt Hilden war erstmals Gastgeber der NRW-Literaturtage des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Der Verband hat in Nordrhein-Westfalen rund 520 Mitglieder und ist damit bundesweit der größte Landesverband.

Neben zwei öffentlichen Lesungen in der Stadtbücherei stand der gestrige Tag ganz im Zeichen der Autorenlesungen in Schulen: 54 Autoren waren in 16 Schulen zu Gast, um den Schülern ihre Texte vorzustellen.

Zynisch erklärte Jens Prüss den Menschen als "Selbstentsorger", der den Tod lieber am ersten Rententag vorzieht - und erntete dafür jede Menge Lacher. Prominentester Gast war Michael Molsner, Drehbuchautor der Krimi-Serien "Tatort" und "Großstadtrevier".

Die Moderation des Abends hatte Degener übernommen: "Die heutige Zeit muss nun einmal mit Humor genommen werden", erklärte er dem Publikum. Dazu gehörte auch Dorothea Kühl-Martini, die von den Präsentationen der Schriftsteller beeindruckt war: "Es ist wirklich ein Erlebnis."

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