Die Schüler und das Personal am Helmholtz-Gymnasium sind zufrieden mit der neuen Mensa.

Guten Appetit! Alexandra und Henning lassen es sich in der neuen Mensa des Helmholtz-Gymnasiums schmecken. Sie und ihre Mitschüler vergeben für Ausstattung und Essen die Gesamtnote „Gut“.
Guten Appetit! Alexandra und Henning lassen es sich in der neuen Mensa des Helmholtz-Gymnasiums schmecken. Sie und ihre Mitschüler vergeben für Ausstattung und Essen die Gesamtnote „Gut“.

Guten Appetit! Alexandra und Henning lassen es sich in der neuen Mensa des Helmholtz-Gymnasiums schmecken. Sie und ihre Mitschüler vergeben für Ausstattung und Essen die Gesamtnote „Gut“.

Stefan Fries

Guten Appetit! Alexandra und Henning lassen es sich in der neuen Mensa des Helmholtz-Gymnasiums schmecken. Sie und ihre Mitschüler vergeben für Ausstattung und Essen die Gesamtnote „Gut“.

Hilden. Grit Lange und Vanessa Scholl treffen die letzten Vorbereitungen. Es ist 13.10 Uhr - in zehn Minuten werden die hungrigen Schüler die neue Mensa des Helmholtz-Gymnasiums stürmen. Grit Lange räumt am Ende der langen Theke die verschiedenen Süßigkeiten weg. "Zum Mittagessen gibt es keine Süßigkeiten", sagt die 42-jährige Hildenerin. "Sie sollen ja kein Ersatz für ’was Vernünftiges sein." Zum Nachtisch gibt’s die Naschereien wieder an der Kasse zu kaufen.

Um 13.20 Uhr laufen die ersten Schüler in die Mensa. Auch die Oberstufenschüler Alexandra, Henning und Florian statten sich am Eingang mit Tabletts und Besteck aus. Auf dem Speiseplan stehen heute Fisch, Kartoffeln und als Nachtisch eine Pfirsich-Joghurtspeise.

Die Schüler geben dem Aussehen der neuen Mensa die Schulnote Eins

Alexandra und Henning gehen jeden Freitag in der Mensa essen, denn die beiden arbeiten in der Hausaufgabenbetreuung. Florian isst jeden Tag in der Schule. Bei den Dreien kommt die neue Mensa gut an. "Sie sieht gut aus, es ist ein bisschen so wie in einem schicken Möbelhaus", sagt die 18-Jährige.

Durch die vielen Fenster ist der Raum sehr hell, Tische und Stühle sind aus einem hellem Holz, farbig gestrichene Flächen beleben die sonst weißen Wände. Eine lange Trennwand teilt die Mensa in zwei Teile, auf beiden Seiten sind Sitzbänke angebracht. Die drei Oberstufenschüler sitzen hinten im Raum und essen. "Der Fisch ist ein bisschen trocken", sagt Florian. Alexandra leiht sich für ihren Remoulade von Henning aus. "Es ist ganz lecker", findet er. "Nur ein bisschen wenig für mich. Aber ich ess auch viel." Deswegen verteilen die Oberstufenschüler auch nur die Schulnote Zwei. Henning (18): "Das Essen kriegt ’ne Drei, der Raum ’ne Eins." Auch die anderen Schüler vergeben ein "Gut".

Nur die zehnjährige Charleen vergibt eine Drei-plus. "Es gibt auch Nachteile gegenüber der Aula. Es ist teurer geworden, und man kriegt keine Getränke mehr", sagt sie. Statt 2,60 Euro kostet das Mittagessen nun 3,30 Euro. "Früher wurde das Essen ja warm geliefert, heute haben wie einen Konvektomat und machen es selbst warm, damit die Vitamine erhalten werden", sagt Grit Lange.

Im Oktober 2008 war der Baubeginn. Im Juli 2009 war der Rohbau fertig, im Dezember der Innenausbau. Eröffnung war am 8. Januar. Betreiber ist eine gemeinnützigeGmbH. Der Bau hat 1222 000 Euro gekostet.

Vorher verkaufte Grit Lange am Kiosk in der Schule Snacks und mittags auch warmes Essen, dass die Schüler dann in der Aula gegessen haben. Nötig wurde die neue Mensa, da es an der Schule mehr Nachmittagsunterricht gibt. In dem Bau gibt es für mehr als 100 Schüler einen Sitzplatz.

Am Samstag ist im Helmholtz-Gymnasium, Am Holterhöfchen 30, von 10.15 bis 13 Uhr ein Tag der offenen Tür. Viertklässler und ihre Eltern können an Schnupperunterricht teilnehmen und die Schule - auch die neue Mensa - kennen lernen.

Sie arbeitet schon seit fünf Jahren für die Schule, hat früher im alten Kiosk das Essen ausgegeben und ist nun über die neu gegründete HGH-Mensa gGmbH angestellt. Ihr Tag und der ihrer neuen Kollegin Vanessa Scholl beginnt um 6.45 Uhr mit Brötchenschmieren. Denn geöffnet hat die neue Mensa von 8 bis 14.30 Uhr. Nicht nur zum Mittagessen - montags und mittwochs sind die Spitzentage mit 100 Schülern - ist der Raum gut gefüllt. "In der 20-Minuten-Pause kommen hier 200 bis 250 Schüler hin", sagt Grit Lange. Und dann kann es schon mal eng werden. "In den Pausen komme ich mit meinen Freunden, und ganz oft bekommt man gar keinen Platz mehr."

Gegen 13.45 Uhr wird es ruhiger in der Mensa. Vanessa Scholl belädt die Spülmaschine in der Küche mit dem Geschirr aus den Tablettregalen. Grit Lange gibt Henning noch einen Nachschlag - so dass auch er satt wird. "Ich gebe lieber eine kleine Portion als eine große, die dann weggeworfen wird. Wer noch Hunger hat, bekommt einen Nachschlag - wenn noch etwas da ist."

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