Feier: Amt für Soziales und Integration hat zum Sommerfest eingeladen.

Beim Sommerfest grillt Hildens zweiter stellvertretender Bürgermeister Norbert Schreier mit, Heike Helpertz (DuH) freut sich.
Beim Sommerfest grillt Hildens zweiter stellvertretender Bürgermeister Norbert Schreier mit, Heike Helpertz (DuH) freut sich.

Beim Sommerfest grillt Hildens zweiter stellvertretender Bürgermeister Norbert Schreier mit, Heike Helpertz (DuH) freut sich.

Dirk Thomé

Beim Sommerfest grillt Hildens zweiter stellvertretender Bürgermeister Norbert Schreier mit, Heike Helpertz (DuH) freut sich.

Hilden. "Die Menschen müssen ins Gespräch kommen", sagt Ingrid Benecke klar und deutlich. Denn die Vorsitzende des Beirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen ist davon überzeugt, dass nur so der erste Schritt in die Integration getan werden kann.

Am vergangenen Samstag versammelten sich zum Sommerfest Am Holterhöfchen vor allem Spätaussiedler aus Kasachstan und Usbekistan. Dabei fehlte es an Bierbänken und Stehtischen kaum an Gesprächsstoff, denn die Russlanddeutschen berichteten von ihren Erfahrungen als Aussiedler.

Der Anfang im neuen Heimatland fällt oft schwer

Irina Kleimenova (34) lebt bereits seit sieben Jahren mit ihrem Ehemann in Deutschland. Beide sind zusammen aus Kasachstan eingewandert. "Die Anfänge waren am schlimmsten, weil wir kein Wort Deutsch sprechen konnten", erzählt sie. Nach acht Monaten intensiver Deutschkurse und der besseren Erfahrung mit deutschen Sitten fällt ihr das Leben nun sehr viel leichter. "Wir kannten weder die Gesetze noch die Traditionen Deutschlands", sagt sie. Nun habe sie viel über ihr neues Heimatland gelernt.

Die Sozialpädagogin Michaela Meisser betreut die Zuwanderer sehr intensiv. Im Amt für Soziales und Integration spielt sie eine Vermittlerrolle zwischen Einwanderern und Behörden.

Erst wird eine Wohnung gestellt, dann werden Möbel organisiert

"Die Menschen kommen mit leeren Händen zu uns", sagt sie. Zuerst wird ihnen eine Übergangswohnung gestellt, dann werden Formalitäten geklärt. "Wir organisieren alte Möbel für die Menschen und Geschirr, damit sie sich einrichten können", sagt Benecke. "Die Menschen sind uns dafür sehr dankbar." Zahlreiche Probleme sind aber dennoch nicht abzuwenden. Besonders ältere Menschen hätten Probleme, sich an das Leben in Deutschland zu gewöhnen, so Meisser. "Sie sind ein ganz anderes Leben gewöhnt und müssen sich nun neu orientieren", erklärt die Sozialpädagogin.

Aber auch Jugendliche stehen vor großen Hindernissen. Meisser: "Nur wenn die ganze Familie an einem Strang zieht, klappt es mit der Integration."

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