Im neuen Flächennutzungsplan schreibt die Stadt Hilden die Ziele ihrer zukünftigen Entwicklung fest.

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Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für Hilden geht es beispielsweise auch um die Frage, ob das derzeit als Wohngebiet ausgewiesene Gelände zwischen Westring und Schalbruch für die Zukunft als Grünfläche ausgewiesen wird. Die gefiederten Wintergäste würde es freuen.

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für Hilden geht es beispielsweise auch um die Frage, ob das derzeit als Wohngebiet ausgewiesene Gelände zwischen Westring und Schalbruch für die Zukunft als Grünfläche ausgewiesen wird. Die gefiederten Wintergäste würde es freuen.

Anna Schwartz

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für Hilden geht es beispielsweise auch um die Frage, ob das derzeit als Wohngebiet ausgewiesene Gelände zwischen Westring und Schalbruch für die Zukunft als Grünfläche ausgewiesen wird. Die gefiederten Wintergäste würde es freuen.

Hilden. Weniger Kinder, eine älter werdende Gesellschaft - der demografische Wandel stellt die Kommunen vor große Herausforderungen, auch Hilden. Deshalb hatte der Stadtentwicklungsausschuss im April dieses Jahres die Verwaltung beauftragt, für eine Zielplanung alle in Frage kommenden Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um daraus im Stadtrat ein zukunftsweisendes Konzept zu erarbeiten. Was ist daraus geworden?

"Wir möchten das Thema im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 11.November zur Beratung stellen", sagt der Leiter des Planungs- und Vermessungsamtes, Peter Stuhlträger. Das Konzept werde dann im Rahmen der anstehenden Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes umgesetzt. Diese Neuaufstellung wird seit Jahren in der Verwaltung vorbereitet und ist mittlerweile in der Endphase angekommen. Das entsprechende Aufstellungsverfahren könne somit im Laufe des nächsten Jahres beginnen.

Der derzeit gültige Plan ist mittlerweile 16 Jahre alt

In einem Flächennutzungsplan wird die städtebauliche Entwicklung dargestellt, die eine Gemeinde anstrebt. Diese Ziele können sich mit der Zeit ändern, oder sie müssen den aktuellen Umständen angepasst werden. Das gilt auch für den derzeit gültigen Flächennutzungsplan in Hilden. Der ist mittlerweile 16 Jahre alt. "Und er birgt Nutzungskonflikte", so Stuhlträger. Etwa das so genannte Bauerwartungsland zwischen Schalbruch und Westring im Hildener Norden.

Das Gelände gehört der Stadt Düsseldorf. Die wollte es bei ihrer Bewerbung für die Olympischen Spiele 2000 als Standort für ein Baseball-Stadion nutzen. Die Olympia-Idee der Düsseldorfer ist Geschichte, nicht aber die Ausweisung des Geländes als Bauland.

Aber braucht Hilden angesichts des drohenden Bevölkerungsrückgangs dort ein Wohngebiet? Oder ist es als Option im Werben der Städte um junge Familien wichtig? Diese Fragen wird sich die Politik im Rahmen der Diskussionen um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans stellen müssen. An der Suche nach Antworten sollen die Bürger beteiligt werden. Schließlich wirken sich die Entscheidungen auch direkt auf sie aus.

Ein Flächennutzungsplan ist das Ergebnis eines grundsätzlichen politischen sowie fachlichen Planungsprozesses einer Gemeinde, allerdings ohne direkte Rechtskraft für den Bürger. Er enthält verbindliche Hinweise zur Entscheidung über Genehmigungen von Vorhaben oder den Inhalt von Bebauungsplänen. Flächennutzungspläne müssen von der übergeordneten Bezirksverwaltung genehmigt werden und sind für die Entwicklung von Bebauungsplänen bindend.

"Damit möchte sich Hilden noch zukunftsfähiger machen", beschreibt Stuhlträger die Bedeutung der Entscheidungen für die Stadt und ihre Bewohner. Und warum ist der Flächennutzungsplan dabei wichtig? "Weil darin festgeschrieben wird, wie sich Hilden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln wird und will", so Stuhlträger.

Am Beispiel der als Acker genutzten Fläche am Westring geht es damit um mehr als nur die Wahl zwischen Grünfläche und Wohngebiet. Die Entscheidung betrifft den ganzen Ortsteil: Entstehen dort Wohnungen für junge Familien, muss die Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und Nahversorgung im Umfeld stimmen. Bleibt der Acker hingegen eine Grünfläche, gibt es möglicherweise schon bald zu wenig Nutzer für die Kindergärten und Schulen im Ortsteil.

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