An der Walder Straße werden noch in diesem Jahr neue Ampelanlagen aufgestellt.

wza_939x733_770407.jpeg
Das tägliche Verkehrschaos im Berufsverkehr auf der Walder Straße soll bald der Vergangenheit angehören. Der Landesbetrieb Straßen NRW wird auf der Ost-West-Verbindung neue Ampelanlagen installieren.

Das tägliche Verkehrschaos im Berufsverkehr auf der Walder Straße soll bald der Vergangenheit angehören. Der Landesbetrieb Straßen NRW wird auf der Ost-West-Verbindung neue Ampelanlagen installieren.

Dirk Thomé

Das tägliche Verkehrschaos im Berufsverkehr auf der Walder Straße soll bald der Vergangenheit angehören. Der Landesbetrieb Straßen NRW wird auf der Ost-West-Verbindung neue Ampelanlagen installieren.

Hilden. Aufatmen bei Autofahrern, Anwohnern, Politikern und Verwaltung: Das werktägliche Verkehrschaos an der Walder Straße könnte bald Vergangenheit sein. Dort sollen noch in diesem Jahr nach und nach neue Ampeln installiert werden. "Der Landesbetrieb Straßen NRW hat dazu grünes Licht gegeben", berichtete Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. "Beim Landesbetrieb wurden betriebsintern Gelder umgeschichtet, so dass wenigstens sieben von zehn Ampeln noch in diesem Jahr und in den ersten Monaten des nächsten Jahres in Betrieb gehen können."

"In Verkehrsspitzenzeiten ist die Walder Straße an ihrer Belastungsgrenze angelangt."

Harald Mittmann, Leiter des Tiefbauamtes

Je nach Streckenabschnitt rollen zwischen 16 000 und 26 000 Fahrzeuge über die Walder Straße - pro Tag. In Kombination mit dem Zustand der Straße und den vorhandenen Ampelanlagen, deren Steuerprogramme völlig veraltet sind, droht der wichtigsten Ost-West-Verbindung zwischen der Innenstadt und der Stadtgrenze zu Solingen täglich der Verkehrsinfarkt.

Seit zehn Jahren ist das Problem bekannt. Seitdem wird untersucht, probiert und gefeilt, wie der Situation Herr zu werden ist. "In Verkehrsspitzenzeiten ist die Walder Straße an ihrer Belastungsgrenze angelangt", sagte Mittmann: Die Steuerprogramme ermöglichen demnach weder eine Verkehrsbeschleunigung noch genügen sie den heutigen Anforderungen zur Verkehrsabwicklung.

Bis vergangenes Jahr hatte die Verwaltung auf vielfache Nachfragen bei Straßen NRW immer wieder die Auskunft bekommen, dass eine Realisierung des etwa eine Million Euro teuren Projektes "wegen fehlender Finanzmittel noch nicht möglich ist". Die Landesbehörde ist Baulastträger für die Walder Straße (L85) und damit für deren Zustand und die Ampelschaltung verantwortlich.

Dann kam im Vorjahr die Nachricht, dass die Installation der neuen Ampeln ab 2010 wohl doch in zwei Bauabschnitten erfolgen kann. Die gute Nachricht wurde dann vor wenigen Monaten aber wieder revidiert. Es habe eine Mittelkürzung von 50 Prozent gegeben, hieß es dazu vom Land. Daher würde sich die Maßnahme über einen Zeitraum von mindestens drei bis vier Jahren hinziehen. "Umso erfreuter sind wir jetzt natürlich", so Mittmann, nach dessen Kenntnisstand die derzeit die Ausschreibungsunterlagen erstellt werden.

Mit der Entscheidung des Landesbetriebs wurde auch der von der CDU beantragte "Runde Tisch" zunächst zurückgestellt. Unter der Moderation von Landrat Thomas Hendele, so der Wunsch der Christdemokraten, sollten Vertreter der Städte Solingen, Haan und Hilden, des Kreises Mettmann, von StraßenNRW, der Hildener Fraktionen und des Bürgervereins Hilden-Ost zusammenkommen, um das Problem mit allen Beteiligten konkret anzugehen. Nun soll abgewartet werden, wie die neuen Ampeln funktionieren. Nächstes Jahr im Mai soll eine Zwischenbilanz gezogen werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer