Vertragsänderung: Die Klubs und die Stadt sind sich einig. Es gibt zwar mehr Geld, dafür wird die Betreuung der Plätze ausgeweitet.

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Domenico dell’Abate (Foto) ist Platzwart beim AC Italia. Er teilt sich den Job mit Ilario Scuteri. Dass sie künftig noch mehr Zeit an der Schützenstraße verbringen, macht dem Duo nicht so viel aus. Wohl aber der Umstand, dass der AC Italia über kein Klubheim verfügt, in das sich die beiden – vor allem bei diesem Wetter – mal zurückziehen können. Stattdessen gibt es einen alten Abstellraum, „in dem wir jetzt einen Schreibtisch und einen Heizlüfter stehen haben“, beschreibt der 2.Vorsitzende Mario Tassone den Zustand. Nach wie vor wartet der Verein darauf, dass das marode Vereinsgelände endlich saniert wird.

Domenico dell’Abate (Foto) ist Platzwart beim AC Italia. Er teilt sich den Job mit Ilario Scuteri. Dass sie künftig noch mehr Zeit an der Schützenstraße verbringen, macht dem Duo nicht so viel aus. Wohl aber der Umstand, dass der AC Italia über kein Klubheim verfügt, in das sich die beiden – vor allem bei diesem Wetter – mal zurückziehen können. Stattdessen gibt es einen alten Abstellraum, „in dem wir jetzt einen Schreibtisch und einen Heizlüfter stehen haben“, beschreibt der 2.Vorsitzende Mario Tassone den Zustand. Nach wie vor wartet der Verein darauf, dass das marode Vereinsgelände endlich saniert wird.

Dirk Thomé

Domenico dell’Abate (Foto) ist Platzwart beim AC Italia. Er teilt sich den Job mit Ilario Scuteri. Dass sie künftig noch mehr Zeit an der Schützenstraße verbringen, macht dem Duo nicht so viel aus. Wohl aber der Umstand, dass der AC Italia über kein Klubheim verfügt, in das sich die beiden – vor allem bei diesem Wetter – mal zurückziehen können. Stattdessen gibt es einen alten Abstellraum, „in dem wir jetzt einen Schreibtisch und einen Heizlüfter stehen haben“, beschreibt der 2.Vorsitzende Mario Tassone den Zustand. Nach wie vor wartet der Verein darauf, dass das marode Vereinsgelände endlich saniert wird.

Hilden. Mehr als ein Jahr zogen sich die Gespräche zwischen den Verantwortlichen der Stadt, den Vertretern der Fußballvereine und des Stadtsportverbandes hin - doch nun ist es amtlich: Die Neufassung der Nutzungs-, Betreuungs- und Pflegeverträge mit den Klubs steht. Nachdem das Werk bereits Mitte Dezember den Rat passierte, liegt es den Beteiligten jetzt zur Unterschrift vor.

"Eine Neuerung, mit der wir gut leben können und deren Inhalte auch machbar sind", sagt beispielsweise der Fußball-Abteilungsleiter des SV Ost, Erwin Weber. "Das zieht organisatorisch allerdings noch einiges nach sich", ergänzen Wolfgang Becker, der Geschäftsführer des SV Nord, und der Vorsitzende der SpVg. 05/06, Bernd Hellerbach.

Künftig zahlt die Stadt den Vereinen 130.000 Euro aus

Insgesamt 100.000 Euro pro Jahr zahlte die Stadt bisher an den SV Nord, den VfB03, den AC Italia, den SVOst und die SpVg. 05/06, damit sie ihre Sportplätze pflegen und beaufsichtigen. Künftig werden es rund 130000 Euro sein.

Dafür werden die Vereine allerdings in die Pflicht genommen. Sehr zur Freude der breiten Öffentlichkeit. Denn: Als "dickster Brocken" wurden die Betreuungszeiten für die Anlagen erheblich ausgeweitet. Übernahmen die Klubs bisher die Betreuung mit Beginn des täglichen Trainings - in der Regel ab 17 Uhr (bis 22 Uhr) - und für den Meisterschaftsbetrieb am Samstag und Sonntag, beginnt sie jetzt schon um 14Uhr: und zwar durchgehend von montags bis freitags. Hinzu kommen die Ferienzeiten, in denen der Betrieb bislang ruhte.

Ein Zeitfenster für die nicht vereinsgebundene Öffentlichkeit

"Eine Neuerung zum Vorteil für die Stadt", findet die Verwaltung. Schließlich gebe es jetzt ein Zeitfenster für eine nicht vereinsgebundene Öffnung - und zwar von 14 bis 17 Uhr außerhalb und von 11 bis 20 Uhr innerhalb der Ferien.

Bisher übernahmen die Vereine (SV Nord, VfB 03, ACItalia, SpVg. 05/06, SV Ost) die Betreuung der Platzanlagen mit Beginn des täglichen Trainings - in der Regel ab 17 Uhr (bis 22 Uhr) - und für den Meisterschaftsbetrieb am Wochenende. Künftig übernehmen sie die montags bis freitags bereits ab 14 Uhr. Dazu kommt nunmehr auch die Betreuung der Anlagen in den Ferienzeiten montags bis freitags von 11 bis 22 Uhr. In dieser Zeit sind die Vereine verpflichtet, einen volljährigen Beauftragten für die Platzaufsicht zu stellen.

Damit kann die Bereitstellung der Plätze für eine öffentliche und nicht vereinsgebundene Nutzung im Zeitfenster von 14 bis 17 Uhr außerhalb und von 11 bis 22 Uhr innerhalb der Ferien sichergestellt werden.

Die Zuschüsse der Stadt wurden entsprechend der Aufwandsausweitung angepasst. Bei den bisherigen Kostenansätzen für die Pflege und Reinigung wurde eine Anhebung um 16 Prozent vorgenommen, um die in den zurückliegenden Jahren erfolgte Kostensteigerung aufzufangen. Zudem wurde die Pauschale für die "kleine Gebäudeunterhaltung" von 512 auf 1000 Euro angehoben. Wurden für klassische Platzwartaufgaben bislang 9203Euro gezahlt, gibt es jetzt 10.000 Euro. Insgesamt stellt die Stadt den Vereinen jährlich 130.000 Euro (bisher 100.000) zur Verfügung. Allerdings müssen die Vereine dafür Umsatzsteuer entrichten.

"In Hilden ist es nun möglich, auch außerhalb der Nutzungszeiten der Vereine auf den Fußballplatz zu gehen und auf sehr attraktiven Belägen zu spielen", heißt es weiter. Was eine "unkontrollierte Nutzung" betrifft - dies werde durch die Platzaufsicht künftig ausgeschlossen.

Beim VfB Hilden etwa laufen die Personalplanungen bereits auf Hochtouren. Schließlich muss es künftig für den Platzwart einen Ersatzmann geben - damit die "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" gewährleistet ist und der "Chef" der Anlage auch mal Urlaub machen kann. "Aber irgendwie kriegen wir das hin", sagt VfB-Vizevorsitzender Manfred Brunner.

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