Vor dem Bahnhofsgebäude steht eine Skulptur des in Hilden geborenen Künstlers.

Mit der Aufstellung der Skulptur „Lebensgröße II“ von Heinz Breloh ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nahezu abgeschlossen. Zwei Brüder des im Jahre 2001 gestorbenen Künstlers, Robert (3. von rechts) und Paul Breloh (2. von rechts) kamen am Mittwoch mit Kulturamtsleiterin Monika Doerr, Bürgermeister Horst Thiele und Kulturdezernent Reinhard Gatzke zur offiziellen Einweihung.
Mit der Aufstellung der Skulptur „Lebensgröße II“ von Heinz Breloh ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nahezu abgeschlossen. Zwei Brüder des im Jahre 2001 gestorbenen Künstlers, Robert (3. von rechts) und Paul Breloh (2. von rechts) kamen am Mittwoch mit Kulturamtsleiterin Monika Doerr, Bürgermeister Horst Thiele und Kulturdezernent Reinhard Gatzke zur offiziellen Einweihung.

Mit der Aufstellung der Skulptur „Lebensgröße II“ von Heinz Breloh ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nahezu abgeschlossen. Zwei Brüder des im Jahre 2001 gestorbenen Künstlers, Robert (3. von rechts) und Paul Breloh (2. von rechts) kamen am Mittwoch mit Kulturamtsleiterin Monika Doerr, Bürgermeister Horst Thiele und Kulturdezernent Reinhard Gatzke zur offiziellen Einweihung.

Dirk Thomé

Mit der Aufstellung der Skulptur „Lebensgröße II“ von Heinz Breloh ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nahezu abgeschlossen. Zwei Brüder des im Jahre 2001 gestorbenen Künstlers, Robert (3. von rechts) und Paul Breloh (2. von rechts) kamen am Mittwoch mit Kulturamtsleiterin Monika Doerr, Bürgermeister Horst Thiele und Kulturdezernent Reinhard Gatzke zur offiziellen Einweihung.

Hilden. Am Mittwoch bekam der Bahnhofsvorplatz seinen letzten Schliff. Das noch fehlende Versatzstück war die Skulptur "Lebensgröße II" des in Hilden geborenen Künstlers Heinz Breloh, die ab sofort den Vorplatz ziert. Das Bronzeobjekt wurde der Stadt von Krimhild Becker, der Witwe des 2001 verstorbenen Künstlers, als Dauerleihgabe überlassen.

Ihr Wunsch war es, dass das Werk ihres Mannes künftig den neuen Bahnhofsvorplatz abrunden soll. "Leider konnte sie das nicht mehr miterleben", sagte Kulturamtsleiterin Monika Doerr. Krimhild Becker ist im März dieses Jahres gestorben.

"Das ist eigentlich der Wunsch, dass die Plastik einem so nahe kommen kann, wie ein Mensch, wie sagen wir mal Sex, dieses ganz Nahe. Das ist eigentlich so eine Vorstellung, dass die Plastik ein Gegenüber ist, wie es enger nicht vorstellbar ist. Die Arbeit ist dann fertig, wenn zwischen der Arbeit und mir keine Distanz mehr ist."

Heinz Breloh über sein Schaffen

Das Areal um den Bahnhof war vor dem Umbau lange Zeit eine der unansehnlichsten Ecken der Stadt. Mit dem renovierten Gebäude - und der neuen Gestaltung des Vorplatzes - sind diese Zeiten endgültig vorbei.

Nachts werden Bahnhofgebäude, Bäume und Skulptur von Strahlern angeleuchtet. Zusätzlich führt ein Pfad über das bepflanzte Zentrum des Platzes. Tafeln im Boden sollen demnächst über die Geschichte des Bahnhofs informieren.

Der Umbau des Vorplatzes, mit dem im Dezember begonnen wurde, hat 500.000 Euro gekostet. Davon konnten 120.000 Euro aus dem Konjunkturparket II der Bundesregierung finanziert werden. Den Umbauten ging die optische Verjüngung des alten Bahnhofsgebäudes voraus. Die zweijährigen Arbeiten kosteten 3,5 Millionen Euro.

1940 Der Künstler wurde in Hilden geboren.

1961-1968 Breloh studiert erst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, später dann an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

1971 Der Künstler gründet die Zeitschrift "nummer" und das Ausstellungsforum "depot" in Köln.

1982/ 1983 Gastprofessur an der Kunstakademie Düsseldorf.

1989 Der Hildener erhält den Preis des Deutschen Künstlerbundes.

2001 Heinz Breloh stirbt in Köln.

Die Einweihung besuchten hunderte Bürger. Auch die Eröffnung des Vorplatzes soll gebührend gefeiert werden - zusammen mit dem einjährigen Bestehen des modernen Gebäudes. Das Fest steigt am 28. und 29. Mai.

Der renommierte Künstler Heinz Breloh hatte eine besondere Beziehung zu seinen Skulpturen. Der Kunsthistoriker Manfred Schneckenburger erläuterte bei der Eröffnung der Ausstellung "Skulptur als Körpersprache" in Hilden: "In einer festgelegten Choreografie umschreitet, umtanzt der Künstler die weiche Gipsmasse. Er presst, dreht, windet sich an, in und gegen den Block, durchpflügt den Gips nach innen, ertastet und umspannt ihn von außen."

Die Bronze-Skulptur "Lebensgröße II" war bislang im Garten des Künstlerhauses an der Hofstraße 6 zu sehen. Hilden zeigte im Jahr 2009 Arbeiten Brelohs im Rahmen einer Werkretrospektive, die an fünf Stationen in fünf Bundesländern gleichzeitig präsentiert wurde.

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