Das Hildener Unternehmen knackt beim Umsatz die Schallgrenze von einer Milliarde US-Dollar.

Der Aufschwung im Hildener Osten geht weiter: Qiagen investiert in neue Produktions- und Forschungsstätten und schaffte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis beim Umsatz.
Der Aufschwung im Hildener Osten geht weiter: Qiagen investiert in neue Produktions- und Forschungsstätten und schaffte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis beim Umsatz.

Der Aufschwung im Hildener Osten geht weiter: Qiagen investiert in neue Produktions- und Forschungsstätten und schaffte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis beim Umsatz.

Dirk Thomé

Der Aufschwung im Hildener Osten geht weiter: Qiagen investiert in neue Produktions- und Forschungsstätten und schaffte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis beim Umsatz.

Hilden. Die Erfolgsnachrichten aus dem Hause Qiagen reißen nicht ab. Trotz Wirtschaftskrise legte das Hildener Biotechnologie-Unternehmen am Dienstag eine Bilanz für das vergangene Jahr vor, die als Rekordergebnis in die Firmengeschichte eingehen wird. Angesichts von zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn spricht die Unternehmensleitung vom erfolgreichsten Jahr bisher.

Während andere Unternehmen Stellen streichen, stockt Qiagen die Mitarbeiterzahl auf. Mehr als 1.000 Beschäftigte zählt das Unternehmen schon. Langfristig sollen 500 weitere hinzu kommen. Allein in diesem Jahr plant Qiagen mit rund 150 neuen Stellen. Ende des Jahres werden die Neubauten für Forschung und Entwicklung sowie für Produktion und Logistik fertiggestellt. "Dann erwarten wir im kommenden Jahr beim Personal noch einmal einen größeren Schub", sagte Konzern-Chef Peer Schatz.

Das Unternehmen erwartet eine sehr dynamische Entwicklung

27 Millionen Euro investiert das Unternehmen am Standort Hilden. Die Gebäude werden in Modulbauweise errichtet, die weitere Expansionsmöglichkeiten eröffnet. Die Chancen für weiteres Wachstum stehen dabei gut.

"Wir erwarten in den nächsten drei Jahren eine sehr dynamische Entwicklung", kündigte der Vorstandschef an. Der Umsatz soll im laufenden Jahr um bis zu 16 Prozent auf 1,17 Milliarden Dollar steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Qiagen erstmals beim Umsatz die Milliardengrenze überschritten. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 296,1 Millionen Dollar.

"Die starke Basis des Jahres 2009 erlaubt uns auch einen sehr optimistischen Ausblick auf das Jahr 2010", sagte Finanzvorstand Roland Sackers am Dienstag. Nachdem im vergangenen Jahr das Umsatzwachstum bei 22 Prozent lag (von 892,975 Millionen auf 1,009 Milliarden US-Dollar), erwartet das Unternehmen für das laufende Jahr ebenfalls einen zweistelligen Zuwachs.

Das Unternehmen ist 1984 aus der Universität Düsseldorf heraus gegründet worden.

Qiagen beschäftigt weltweit 3150 Frauen und Männer. In Hilden sind es mehr als 1000. Durch den Bau von neuen Produktions- und Forschungsstätten sollen in Hilden langfristig rund 500weitere Mitarbeiter eingestellt werden - davon allein 150 im laufenden Jahr.

Für den bereits laufenden Ausbau des Standortes Hilden investiert das Unternehmen rund 27Millionen Euro.

Beim Umsatz knackte Qiagen im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise erstmals die magische Schallgrenze von einer Milliarde US-Dollar. Der Umsatzzuwachs lag bei 22 Prozent. Nach Unternehmensangaben war dies das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte. Mit diesem Ergebnis im Rücken soll auch im laufenden Jahr ein zweistelliger Zuwachs bei Umsatz und Gewinn erzielt werden.

Die Stammaktien des Biotechnologie-Unternehmens wurden im Dezember 2009 in den Nasdaq-100 Index aufgenommen. Qiagen-Aktien gehören damit zu den 100 größten an der US-amerikanischen Technologie-Börse gehandelten Wertpapieren. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich das Unternehmen durch zahlreiche Übernahmen vergrößert. In Zukunft will Qiagen - auch durch Zukäufe - vor allem in Asien und Lateinamerika das Wachstum voranbringen.

Qiagen ist auf Techniken zur Isolierung von Nukleinsäure spezialisiert. Das Unternehmen ist unter anderem weltweit Marktführer bei der Erkennung von Gebärmutterhalskrebs und bietet auch Tests an, um das Schweinegrippe-Virus beim Menschen nachzuweisen.

Damit nicht genug: Vor wenigen Tagen gab Qiagen bekannt, dass die 100-prozentige Tochter DxS die weltweite Exklusivlizenz für einen Biomarker von der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität erworben hat. Biomarker können auf einen krankhaften Prozess im Körper hinweisen und ermöglichen die Entwicklung therapiebegleitender Diagnostika zur Krebsbehandlung.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer