Seit zehn Jahren fördert 3M die Naturwissenschaft am städtischen Gymnasium.

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Welche Möglichkeiten der Chemie-Unterricht dank der Unterstützung durch 3M bietet, konnten Pilar Schauten, Kirsten Wiethoff, Jocelyn Graas, Marie Engelking und Laura Patricia Höhn (von links) gestern am HGH erleben.

Welche Möglichkeiten der Chemie-Unterricht dank der Unterstützung durch 3M bietet, konnten Pilar Schauten, Kirsten Wiethoff, Jocelyn Graas, Marie Engelking und Laura Patricia Höhn (von links) gestern am HGH erleben.

Dirk Thomé

Welche Möglichkeiten der Chemie-Unterricht dank der Unterstützung durch 3M bietet, konnten Pilar Schauten, Kirsten Wiethoff, Jocelyn Graas, Marie Engelking und Laura Patricia Höhn (von links) gestern am HGH erleben.

Hilden. "Klar habe ich zu Hause einen Physikbaukasten", sagt der zwölfjährige Jörn Nöller wie aus der Pistole geschossen. "Und einen Lötkolben. Mein Opa ist nämlich Elektroniker. Er hat mir ganz viel beigebracht."

Die Augen von Schuldirektor Karl-Heinz Rädisch und Manfred Kremer, der bei 3M, einem der drei größten Arbeitgeber in Hilden, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, leuchten, wenn der Siebtklässler loslegt und wie selbstverständlich vom Lucky-Luke-Effekt ("Die Reaktion ist schneller als die Aktion") erzählt. Und davon, dass er gerade dabei ist, genau dieses Phänomen mit Hilfe eines Schaltkastens der Marke "Eigenbau" zu messen. "Das ist das, was wir wollen und unterstützen", sagt Kremer: "Die Förderung der naturwissenschaftlichen Fächer."

10000 Euro werden jährlich in das Schulsponsoring investiert

Seit zehn Jahren pflegen das Helmholtz-Gymnasium und 3M, der weltweit agierende Spezialist unter anderem für Klebebänder und Farbfolien, eine fruchtbare Zusammenarbeit. 10000 Euro lässt sich das Unternehmen das Schulsponsoring pro Jahr kosten. Es unterstützt die Schule bei der Anschaffung von "aufwändigeren" Unterrichtsmaterialien wie sie etwa für "Jugend forscht" - dem Lieblingsprojekt des HGH - gebraucht werden.

"Ohne 3M hätten wir beispielsweise unser Kellerlabor nicht einrichten können", betont Bio-Lehrer Bernhard Osterwind. Darüber hinaus helfen die 3M-Mitarbeiter den Oberstufenschülern bei der Berufswahl und der Studienorientierung - und sie gewähren Einblicke, wie ein Unternehmen funktioniert. So gab es gestern eine Berufsorientierungsbörse, bei der 3M vom Kaufmann bis zum Diplom-Chemiker die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten präsentierte. Dazu reisten auch Gymnasiasten aus Kamen, Jüchen und Neuss an - drei weitere Standorte, an denen 3M wirkt und fördert.

"Schon vor zwölf Jahren, also weit vor Pisa, gab es eine Studie, die starke Defizite in den naturwissenschaftlichen Fächern ausmachte", sagt Kremer: "Da wollten wir gegensteuern - und sind mit dem Helmholtz-Gymnasium in Kontakt gekommen." Und weil das Hildener Gymnasium seit jeher größten Wert auf seine naturwissenschaftliche Ausrichtung legt, lief 3M bei Lehrern und Schülern offene Türen ein. Wobei es dem Unternehmen weniger darum gehe, eigenen Nachwuchs zu akquirieren, sondern darum, so Kremer, "unserer gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden, indem wir junge Menschen für die Naturwissenschaften begeistern wollen".

Am 29. März 1958 kaufte 3M das 220000 Quadratmeter große Grundstück an der Düsseldorfer Straße für 795684 Mark. Baubeginn war am 26. September 1959. Im folgenden Jahr wurde die Produktion aufgenommen.

Mehr als 900 Mitarbeiter produzieren im Hildener 3M-Werk zurzeit Klebebänder, Farb- und reflektierende Folien, Windelverschluss-Systeme sowie Kennzeichnungssysteme für die Automobilindustrie.

Im Vorjahr wurde ein Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro erzielt. Insgesamt 4780Mitarbeiter arbeiten in den Niederlassungen in Neuss (Zentrale), Hilden, Kamen und Jüchen.

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