Innenstadt: Wenn der VfB 03 Hilden spielt, stehen die Autos dicht an dicht auf der Hoffeldstraße. Eine Lösung für das Verkehrsproblem ist aber derzeit nicht in Sicht.

wza_1421x1090_734950.jpeg
Manchmal sind es bis zu 200 Wagen, die sich bei einem Fußballspiel in der Straße drängen.

Manchmal sind es bis zu 200 Wagen, die sich bei einem Fußballspiel in der Straße drängen.

Dirk Thomé

Manchmal sind es bis zu 200 Wagen, die sich bei einem Fußballspiel in der Straße drängen.

Hilden. Autos, die immer im Kreis fahren, gibt es nicht nur auf dem Kinderkarussell, sondern auch zuhauf in Hilden. Der Unterschied: Wer in der Itterstadt die dritte Runde um den Block gefahren ist, weil es wieder einmal keinen freien Parkplatz gab, der hat dabei deutlich weniger Spaß als ein Kind auf der Kirmes. An der Hoffeldstraße ist die Parkplatzsituation durch eine Baustelle zurzeit besonders schwierig. Und sie war noch nie sonderlich gut.

Jeder freie Millimeter wird zum Parken ausgenutzt

Christian Deutzmann, Geschäftsführer des Sportvereins VfB 03 Hilden, kennt die Situation vor Ort. Besonders nervig sei das Parken sonntags, immer wenn die erste Herrenmannschaft auf der Anlage an der Hoffeldstraße ein Heimspiel austrägt. Deutzmann berichtet: "Da wird schon jeder freie Millimeter ausgenutzt. Man muss wirklich massiv suchen, um einen freien Platz zu finden." Er selbst kommt aus Solingen und ist meist Stunden vor dem Anpfiff vor Ort. Selbst dann müsse er schon mal "eine Runde um den Block drehen", weil einfach nichts frei ist.

Durch die Bauarbeiten, die sich noch bis ins Frühjahr 2011 hinziehen sollen, fallen von den paar Parkplätzen, die es für Anwohner, heimische Fußballfans und Auswärtsgäste gibt, übergangsweise eine handvoll Stellmöglichkeiten weg. Die Sanierung der Fahrbahn erfolgt in Teilabschnitten.

Eine Lösung für das Parkplatzchaos am Wochenende gibt es nicht. Harald Mittmann, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamts, beteuert: "Wir können nicht als Ausgleich an anderer Stelle aus dem Nichts Parkplätze schaffen." An der Hoffeldstraße ist dafür kein Platz. Der Parkplatz des Sportplatzes ist für den Andrang bei weitem nicht ausreichend, fasst gerade einmal zehn bis zwölf Autos.

Verbotenes Parken ist keine Seltenheit

Deutzmann sagt: "Bei unserem Heimderby gegen Eller hatten wir letztens 300 Zuschauer. Das bedeutet gut 200 Pkw, die hier in der Umgebung abgestellt werden." Verbotenes Parken sei da keine Seltenheit.

Seit zwei Monaten wird die Fahrbahn der Hoffeldstraße saniert und die Straße optisch aufgewertet. Die Bauarbeiten sollen noch bis Frühjahr 2011 dauern und kosten rund 1,15 Millionen Euro.

Im Rahmen der Maßnahme wird an der Hoffeldstraße nacheinander auf verschiedenen Teilstücken gearbeitet. Dadurch fallen übergangsweise Parkplätze weg. Hinterher soll es jedoch ungefähr wieder die gleiche Anzahl an Stellmöglichkeiten geben wie vor der Sanierung. Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann sagt: "Es könnte sein, dass es am Ende zwei, drei Plätze weniger gibt."

Der Geschäftsführer sagt: "Wir rufen öfters mal über die Lautsprecher aus, dass jemand in der zweiten Reihe steht oder die Rettungswege blockiert."

Für Mittmann von der Stadt gibt es da nur eine Lösung. Er sagt: "Ich kann nur einen gut gemeinten Rat geben, den ich nicht sarkastisch meine: Nicht jeder sollte mit einem eigenen Auto kommen. Außerdem haben wir ein sehr gut ausgebautes ÖPNV-Netz." Eine Alternative gibt es doch: Der VfB würde auf die Anlage Am Bandsbusch ausweichen. Hier gibt es Parkplätze satt. Nur weiß Christian Deutzmann: "Wir haben früher schon öfters Spiele dort ausgetragen. Der Platz wird von den Besuchern nicht angenommen, habe ich von meinen Vorstandskollegen erfahren." Schließlich sei dort die Atmosphäre nicht so gut - der Platz ist zu weitläufig. Zum Fußballspiel gehört halt auch die Nähe am Spielfeldrand. Und an der Hoffeldstraße leider auch die Nähe am Fahrbahnrand.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer