Wie bei der Einweihung des Feuerwehrhauses vor 50 Jahren stehen die Nutzer vor großen Herausforderungen.

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Bei den Arbeiten auf der Großbaustelle am Feuerwehrhaus wurde die nächste Phase in Angriff genommen: Der Neubau mit Fahrzeughallen und den darüber liegenden Büros entsteht. Mitte 2010 soll er bezugsfertig sein.

Bei den Arbeiten auf der Großbaustelle am Feuerwehrhaus wurde die nächste Phase in Angriff genommen: Der Neubau mit Fahrzeughallen und den darüber liegenden Büros entsteht. Mitte 2010 soll er bezugsfertig sein.

Dirk Thomé

Bei den Arbeiten auf der Großbaustelle am Feuerwehrhaus wurde die nächste Phase in Angriff genommen: Der Neubau mit Fahrzeughallen und den darüber liegenden Büros entsteht. Mitte 2010 soll er bezugsfertig sein.

Hilden. "Ein vorbildliches Heim für Hildens Feuerwehr" und "richtunggebend für andere Wehren" hieß es 1959 in der Zeitung zur Einweihung des Feuerwehrhauses. Heute, 50 Jahre später, lauten die Schlagzeilen: zu klein, den Anforderungen nicht mehr gewachsen, veraltet.

Deshalb wird das alte Gebäude derzeit durch einen Neubau erweitert und anschließend saniert - für zusammen rund fünf Millionen Euro. "Das können wir halten", sagt Architekt Oliver Buddenberg. Denn die meisten Ausschreibungen sind gelaufen.

Von den bisherigen Arbeiten ist nur wenig zu sehen

Seit Mitte Juli wird am Feuerwehrhaus gearbeitet. Zu sehen ist davon allerdings wenig. Meistens wurde bisher im Untergrund an der Kanalisation gewerkelt. Außerdem ist eine Halle verschwunden, die Einfahrt ist verlegt, und das Fundament für den Neubau steht.

"Wir sind aber voll im Zeitplan", versichert Buddenberg. Das hören Wehrleiter Hans-Peter Kremer und der Amtsleiter der Feuerwehr, Bernd Janeck, gern. Schließlich müssen sie auch während der Bauzeit die Einsatzbereitschaft der Wehr gewährleisten.

Und deswegen muss alles passen. Selbst die ausführenden Firmen wurden deshalb vertraglich verpflichtet, die Bauzeiten peinlichst genau einzuhalten. Bevorzugt erhielten daher größere Firmen mit ausreichender Personalkapazität die Aufträge. Fehlende Arbeitskräfte dürfen kein Grund für Verzögerungen sein.

Nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Hilden im Jahre 1870 waren die einzelnen Löschzüge zunächst auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Der Wunsch nach einem eigenen Haus wurde im Juli 1956 vom damaligen Stadtdirektor Hans Beaujean beim Kreisfeuerwehrtag in Hilden vorgetragen. In der Ratssitzung vom 23. Oktober 1956 stellte Ratsmitglied Wilhelm Giesen, Oberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr, die Anfrage, wie der Rat zu dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses stehe. Der stimmte dem Bau des Feuerwehrhauses für 700.000 Mark zu.

Am 19. Dezember 1957 wurde Richtfest gefeiert, am 17. Januar 1959 konnte das fertiggestellte Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Bei der Einweihung bezeichnete der damalige Bezirks- und Kreisbrandmeister Pletsch das neue Gebäude als "richtunggebend für andere Wehren". Denn die Hildener Feuerwehr war eine der ersten Wehren im Kreis, die ein eigenes Gebäude hatte.

Allein deshalb ist das Feuerwehrhaus keine Baustelle wie jede andere. Die Vorplanungen haben ein Drittel mehr Zeit in Anspruch genommen als bei Projekten gleicher Größenordnung üblich ist. "Wir haben sogar Pläne aufgestellt, wo welches Fahrzeug steht", sagt Kremer. Weil die Baustelle in den ersten Monaten ständig gewandert ist, mussten auch die Fahrzeuge ständig umgestellt werden.

"Jetzt sind wir aber an einem Punkt, wo sich die Bautätigkeit auf den Neubau konzentriert", sagt Kremer. Dafür naht mit dem Winter neues Ungemach. Strenger Frost könnte den Zeitplan stören. Und alle Wasser führenden Fahrzeuge müssen nun ständig in der Halle stehen.

Die Sanierung des Altbaus wird neue Probleme mit sich bringen

Läuft alles nach Plan, wird der Neubau mit Büros und Fahrzeughalle im Sommer 2010 bezogen. Danach warten mit der Sanierung des Altbaus neue Herausforderungen. "Dann kriegen wir andere Probleme", sagt Buddenberg. Weil die Wache samt Technik umziehen muss.

Vier Tage sind dafür eingeplant. Doch auch diese Herausforderung wird die Feuerwehr meistern. Schließlich ist sie von Anfang an Unannehmlichkeiten gewohnt: Die Straße Am Feuerwehrhaus war erst im Juli 1959 fertig - sechs Monate nach Einweihung des Gebäudes.

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