150 Menschen aus der Bundesrepublik mit Nachnahmen „Fabry“ zogen feierlich durch die Straßen.

Wie sieht eigentlich ein "echter" Fabry aus? Etwa wie der berühmte Wundmediziner Wilhelm Fabry mit seinem langen Bart und seiner schwarzen Robe? Derartige Charakteristika konnten die insgesamt 150 Fabrys, die sich am vergangenen Samstag am Alten Markt versammelt hatten, wohl seltener feststellen. Allerdings schien die Neugier auf die Namensverwandten unvorstellbar groß. Denn die verschiedensten Generationen von Fabrys trafen zum ersten Mal aufeinander.

Riesige Überraschung zum 450. Geburtstag

Zum 450. Geburtstag des Mediziners Wilhelm Fabry überlegte sich Volker Hillebrand, Geschäftsführer des Stadtmarketings, eine ganz besondere Überraschung. Vor einem halben Jahr kontaktierte er per Anschreiben Menschen aus der gesamten Bundesrepublik mit dem Nachnahmen "Fabry". "Es war eine ganz spontane Idee", sagt Hillebrand schmunzelnd.

Zahlreiche Namensvetter sind aus ganz Deutschland angereist. Einige stammen aber auch aus der Nachbarstadt Düsseldorf. Für jeden einzelnen von ihnen wurden sogar Taschen mit der Aufschrift "Ich bin ein Fabry" angefertigt. Höhepunkt des Treffens war ein Umzug vom Nové-Mesto-Platz durch die Innenstadt. Ein Gruppenfoto aller 150 lächelnder Fabrys durfte aber natürlich auch nicht fehlen.

"Es ist wie ein großes Familientreffen."

Alice Fabry

Einer der Namensträger ist Besucher Dietmar Fabry. Er ist mit seiner Frau Alice und seinem zweijährigen Sohn Simon aus Jüchen in der Nähe von Neuss angereist. "Als wir die Einladung erhielten, haben, haben wir uns sehr gefreut. Es ist richtig interessant zu erfahren, dass es so viele Fabrys in Deutschland gibt", sagt er. Seine Frau Alice arbeitet als Zahntechnikerin in Hilden und hat so von der Zusammenführung der Namensvettern gehört. "Es ist wie ein großes Familientreffen", sagt sie. Allerdings hätte sie erwartet, dass noch viel mehr Menschen mit demselben Nachnahmen erscheinen würden. "Es ist einfach ein schöner Tag, und das Treffen ist super organisiert ", sagt sie begeistert.

Außer dem Nachnamen gab es noch weitere Gemeinsamkeiten

Am vergangenen Samstag versammelten sich 150 Menschen aus der Bundesrepublik mit dem Nachnahmen "Fabry" auf dem Alten Markt. Das Stadtmarketing lud die Namensverwandten mit einem Brief in die Innenstadt ein, um den 450. Geburtstag des Wundmediziners Wilhelm Fabry zu feiern. Höhepunkt des Treffens war ein großer Umzug vom Nové-Mesto-Platz in die Innenstadt.

Die Besucherin Inge Eitelmann muss eingestehen, dass auf ihrem Ausweis von dem berühmten Namen nichts mehr zu sehen ist. Allerdings ist sie eine gebürtige Fabry. Durch ihren Bruder, dessen Nachname noch immer Fabry ist, hat sie von der Versammlung erfahren. "Ich war sehr überrascht. Es ist einfach eine tolle Idee", sagt sie. "Es ist witzig, alle Fabrys hier beisammen zu haben und sogar die Gespräche zeigen, wie viel die Menschen hier gemeinsam haben", erzählt sie.

Um halb vier begann dann der Umzug mit einem Paukenschlag des Schützenvereins. Zahlreiche weitere Vereine wie etwa der Tambourcorps aus Hochdahl, das Sinfonische Blasorchester und der Wanderzirkus bildeten die Spitze des Umzugs. Danach folgten auch die vielen Fabrys den Vereinen in feierlicher Stimmung. Zeitweilig legten sie mit dem Umzug sogar dicht befahrene Straßen in Hilden einfach lahm und zogen jede Menge begeisterte Blicke der Passanten auf sich.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer