Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände haben am Freitag über den zukünftigen Namen der Pfarrei beraten.

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Solche Einigkeit wünscht man sich auch bei der Namensfindung der neuen Pfarrei.

Solche Einigkeit wünscht man sich auch bei der Namensfindung der neuen Pfarrei.

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Solche Einigkeit wünscht man sich auch bei der Namensfindung der neuen Pfarrei.

Hilden. Das Votum der WZ-Leser ist eindeutig - wenn auch nicht repräsentativ: Die nächstes Jahr fusionierte katholische Pfarrei soll den Namen St. Jacobus tragen. Dafür sprechen sich rund 90 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage aus. Ganz so eindeutig dürfte das Ergebnis beim  Treffen aller Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte am Freitag nicht gewesen sein.

Dort wurde über die künftige Namensgebung beraten und entschieden. Pfarrer Ulrich Hennes (46) hielt es im Vorfeld aber auch für möglich, dass die Entscheidung dem Kölner Erzbischof überlassen werde. Der hat ohnehin das letzte Wort in der Namensfrage.

Um der Entscheidung von Joachim Kardinal Meisner nicht vorzugreifen, wurde am Freitag Vertraulichkeit über das Abstimmungsergebnis vereinbart. Der Erzbischof wird bis spätestens Mai entscheiden.

Vorher wird er noch den Priesterrat anhören und eine Stellungnahme von Kreisdechant Markus Bosbach, Pfarrer in Mettmann, einholen. Letztendlich, so Pfarrer Hennes, sei der spätere Name ohnehin nachrangig, da alle Kirchen ihren Patron behalten. Für ihn ging es am Freitag vor allem darum, "die Emotionalität aus der Diskussion zu bekommen".

Um dies zu erreichen, wurde eigens eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Deren Aufgabe ist die innere und äußere Vorbereitung der Fusion. Dabei geht es intern unter anderem darum, wie die Aufgaben künftig zwischen dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat und den neu zu bildenden Ortsausschüssen verteilt werden. Dass es diese Ausschüsse geben wird, steht für Pfarrer Hennes außer Frage. Ihre Einrichtung liegt in seiner Entscheidungsbefugnis.

Alle Kirchennamen können im neuen Briefkopf auftauchen

Zu den äußeren Fragen, die geklärt werden müssen, gehört auch der gemeinsame Auftritt. "Es gibt Ängste und Sorgen", weiß Pfarrer Hennes, "dass dabei eine Gemeinde verloren geht." Diesen Befürchtungen trat er am Freitag  entgegen. So könnten alle Kirchennamen im künftigen Briefkopf der Pfarrei auftauchen, auch ein Logo mit allen vier Kirchtürmen sei möglich: "Keine Gemeinde geht verloren."

"Die Fusion so vollziehen, dass die Gremien und die Gemeinde vorbereitet und motiviert sind", ist laut Pfarrer Hennes das Ziel der Projektgruppe. Ob es erreicht werde, lasse sich beispielsweise an einer höheren Wahlbeteiligung und einer ausreichenden Zahl an Kandidaten für die Pfarrgemeinderatswahl ablesen.

Letztendlich ging es Pfarrer Hennes am Freitag aber vor allem darum, "ein Bewusstsein zu schaffen, dass alles gar nicht so schlimm wird". Viele Aufgaben und Arbeitskreise würden unter den einzelnen Kirchtürmen bleiben. Daran würde das Zusammengehen am 1. Januar nichts ändern. "Die Fusion ist nicht das Ende des kirchlichen Lebens", sagt Pfarrer Hennes, "denn die neue Pfarrei löst die bisherigen Pfarreien nur strukturell auf."

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