Ginge es nach der Stadt, würde an der Rabenstraße gebaut werden. Doch die Firma Steffens als Eigentümerin hat kein Interesse.

An der Rabenstraße liegt ein Areal von gut 20 000 Quadratmetern brach. Wie lange noch, ist derzeit völlig unklar.
An der Rabenstraße liegt ein Areal von gut 20 000 Quadratmetern brach. Wie lange noch, ist derzeit völlig unklar.

An der Rabenstraße liegt ein Areal von gut 20 000 Quadratmetern brach. Wie lange noch, ist derzeit völlig unklar.

Anna Schwartz

An der Rabenstraße liegt ein Areal von gut 20 000 Quadratmetern brach. Wie lange noch, ist derzeit völlig unklar.

Monheim. Neubaugebiete in Monheim werden knapp. Das letzte große Potenzial ist Baumberg-Ost – heißt es oft. Tatsächlich gibt es zwischen Gesamtschule und Baumberger Chaussee ein Areal, auf dem sich immerhin bis zu 100 Wohneinheiten bei gemischter Bebauung verwirklichen ließen. Es handelt sich um ein brachliegendes Gelände in einer Größenordnung von etwa 20 000 Quadratmetern – knapp die Größe dreier Fußballfelder – an der Rabenstraße. „In der Lage wäre das Gelände schnell vermarktet“, sagt Thomas Waters, oberster Stadtplaner im Rathaus.

Doch die Sache hat einen Haken: Der Eigentümer, Steffens Immobilien, denkt nicht daran, das Gelände zwecks Wohnbebauung zu verkaufen.

Erbpacht ist wegen der derzeit niedrigen Zinsen wenig nachgefragt

„Steffens hat sich auf Erbpacht spezialisiert. Doch diese Variante der Wohnbebauung ist wegen der niedrigen Zinsen derzeit nicht sonderlich gefragt. Also wartet die Firma Steffens einfach, bis sich das wieder ändert“, erläutert Waters. Und das Düsseldorfer Unternehmen hat offensichtlich Zeit. Denn es besitzt das Grundstück schon lange.

Das Modell der Erbpacht wird vor allem von Familien genutzt, die ein Eigenheim erwerben wollen, aber nicht viel Eigenkapital haben. Das Haus selbst bezahlen sie dann, das Grundstück wird in besagter Erbpacht in der Regel für 100 Jahre gemietet. Der übliche Zins liegt bei etwa vier Prozent – also deutlich über dem derzeitigen Zinsniveau. „Und da überlegen junge Familien natürlich, ob sie nicht doch auch den Grundstückskauf stemmen können“, sagt Waters.

An der Marderstraße lässt Steffens bauen

Doch Steffens Immobilien, Besitzer vieler Grundstücke in der Region, lässt nicht alles brachliegen. Beispielsweise an der Marderstraße nahe dem Waldfriedhof sollen demnächst vier zweigeschossige Doppelhäuser gebaut werden. Die Bürgerbeteiligung dazu ist am Mittwoch, 17. Juli, ab 18 Uhr im Ratssaal. In dem Fall war es die herausragende Lage direkt am Knipprather Wald, die Interessenten bewogen hat, auf Basis der Erbpacht zu bauen.

Wann nun an der Rabenstraße tatsächlich etwas geschieht, bleibt abzuwarten. Die Steffens-Geschäftsführung war am Freitag nicht zu erreichen. „Wir haben zu respektieren, wie Eigentümer mit ihren Grundstücken umgehen. Fakt ist, dass Verkauf für das Unternehmen kein Thema ist“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann.

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