Am Montag war die erste Fahrt des Schnellbusses, der nonstop von UCB und Bayer zur S-Bahn fährt. Bei den Fahrgästen kommt der Service an.

Zehn bis zwölf Minuten dauert eine Fahrt von der Alfred-Nobel-Straße zur S-Bahn.
Zehn bis zwölf Minuten dauert eine Fahrt von der Alfred-Nobel-Straße zur S-Bahn.

Zehn bis zwölf Minuten dauert eine Fahrt von der Alfred-Nobel-Straße zur S-Bahn.

Anna Schwartz

Zehn bis zwölf Minuten dauert eine Fahrt von der Alfred-Nobel-Straße zur S-Bahn.

Monheim/Langenfeld. Pünktlich um 8.10 Uhr fährt der Bus mit der Nummer 79 am Bussteig 2 am Langenfelder S-Bahnhof vor. „Creative Campus“ steht auf der Anzeigetafel. Etwa zehn Fahrgäste steigen ein, die alle zu ihrem Arbeitsplatz in Monheims Süden wollen. Unter ihnen ist auch Stephan von Hebel. Er pendelt seit acht Jahren mit Bus und Bahn zu UCB und probiert die neue Buslinie gespannt aus. „Der Schnellbus ist eine gute Idee“, findet er.

Es ist Montagmorgen. Die Jungfernfahrt des SB 79 beginnt. Ohne Stopp geht es über die Autobahn bis zum Landwirtschaftszentrum und zum UCB-Creative Campus. Dafür braucht der Bus zehn bis zwölf Minuten. „Wenn die Buslinie immer so funktioniert, ist es eine wirklich tolle Sache“, sagt von Hebel.

3000 Mitarbeiter kommen wochentags zur Alfred-Nobel-Straße

Bisher war es wenig komfortabel, zur Alfred-Nobel-Straße zu kommen. Über Verspätungen und lange Wartezeiten beklagen sich die Fahrgäste, die bisher mit dem 790er fahren mussten. von Hebel nennt es eine „Vollkatastrophe“, wenn er in Langenfeld steht und auf den Bus warten muss. Von der neuen Linie erhofft er sich deshalb, dass sie auf die Fahrgäste wartet. „Schließlich ist die Buslinie extra für uns Pendler da.“

2000 Menschen kommen täglich zu Bayer, weitere 1000 auf den Creative Campus. Im Laufe der nächsten Jahre sollen noch mindestens 1500 Arbeitsplätze hinzukommen. Da ist die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs fast schon zwingend. Es gibt bereits jetzt morgens Stauungen vom Autobahnkreuz herunter und abends in Richtung Autobahn.

Der Schnellbus kommt am Creative Campus an. Dort warten schon Michael Hamann, Betriebsleiter der städtischen Bahnen (BSM), und Geschäftsführer Detlef Hövermann. Sie sind zufrieden mit dem Anklang am ersten Tag. „Bisher haben die Pendler das Angebot gut angenommen“, so Hövermann.

Auch für Pendler aus Blee und Zaunswinkel ist der Bus eine gute Möglichkeit, zur S-Bahn zu kommen. „Ich studiere und arbeite in Köln und fahre jedes Mal mit dem Auto zur S-Bahn“, sagt Carina Buhlert, die in der Siedlung wohnt.

„Mit dem Bus fahren war bisher immer umständlich.“ Die neue Buslinie wird die 26-jährige Studentin jetzt ausprobieren. „Leider komme ich meist sehr spät zurück und bekomme dann keinen Bus mehr.“ Sollte sich der Schnellbus 79 bewähren, könnten auch die Fahrzeiten ausgebaut werden – so Hövermann.

Doch zunächst gilt: In Langenfeld startet der Bus wochentags um 6.10 Uhr und dann alle 20 Minuten bis 8.50 Uhr, umgekehrt ist Start um 6.34 Uhr bis 8.54 Uhr. Am Nachmittag ist Start in Monheim um 15.58 Uhr, die letzte Fahrt um 19.08 Uhr.

150 000 Euro kostet die Linie jährlich. „Bei 250 Fahrgästen täglich macht sich die Linie bezahlt. Das sollte zu schaffen sein. Es waren heute schon fast so viele“, sagt Hövermann. Die Ticketpreise samt Prozenten der BSM sind im Internet nachlesbar oder im Kundencenter der Bahnen (Monheimer Tor) zu erfahren.

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