Am kommenden Samstag wird der 100. Geburtstag gefeiert. Mit 39 Kindern fing es an – heute sind es 580.

Langenfeld. An der Johann-Gutenberg-Realschule werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Am kommenden Samstag wird in der renovierten Aula und auf dem Schulhof eine große Geburtstagsparty zum 100-jährigen Bestehen der Schule gefeiert.

1909 wurde sie auf Initiative von Bürgermeister Felix Metzmacher von der Gemeinde Richrath-Reusrath als Rektoratsschule "auf den Etat" genommen. Ostern 1909 zogen 39 Schüler in eine Baracke auf dem Marktplatz ein. Doch noch im gleichen Jahr wurde ein Schulgebäude mit einem großen und drei kleineren Klassenräumen an der Hauptstraße gebaut, das heute als Freiherr-vom-Stein-Haus der Kultur dient.

1910 konnte die Schule in das neue Gebäude einziehen. In dem Internat im zweiten Stockwerk wohnten zeitweise bis zu 30 Jungen, die aus Siegen, Remscheid, Duisburg und dem Ruhrgebiet kamen. Ihre Blütezeit erlebte die Schule jedoch erst nach dem Ende des Krieges.

1958 bezog sie ihr neues Gebäude für zwölf Klassen an der Fröbelstraße samt Aula. Aus der ehemaligen Mittelschule war 1950 eine Realschule geworden. Welch’ eine Entwicklung nahm sie in den vergangenen fast 60 Jahren in Bezug auf die Gestaltung des Unterrichts und die Zahl ihrer Schüler. "Unser gegenwärtiger Stand liegt bei 580 Schülern mit 21 Klassen. Jeweils die Hälfte der Jahrgangsstufen wird drei- und vierzügig geführt", berichtet Heiko Mavius, seit dem 1. Februar 2008 neuer Leiter der Schule.

Um diesen Andrang zu bewältigen, war schon vor Jahren die Erweiterung durch einen Anbau erforderlich, in dem vor allem naturwissenschaftliche Räume eingerichtet wurden. Eine ganz besondere Rolle spielt die Schule bei der deutsch-französischen Partnerschaft zwischen Langenfeld und Senlis.

Am Samstag, 13 Uhr, findet in der renovierten Aula ein Festakt statt. Von 14 bis 18 Uhr wird auf dem Schulhof gefeiert, mit einem zur Bühne umgebauten großen Truck, auf dem auch Schulchor und Theatergruppe auftreten und die Ergebnisse der Projektwoche gezeigt werden. Ab 19 Uhr sorgt eine Liveband für fetzige Musik. Herzlich willkommen sind auch Ehemalige.

Hier begann bereits 1968 dank der Initiative von Realschullehrer Josef Müller der Schüleraustausch zwischen den beiden Städten. Seitdem haben mehrere Schülergenerationen Freundschaft geschlossen und die Verbindung auch als Erwachsene nicht abreißen lassen.

Projektwoche und Höchstnoten bei einer Qualitätsanalyse

Zum 100-Jährigen sind Schüler, Eltern und Lehrerschaft in vollem Einsatz. "Der Schulverein schmeißt die Hauptorganisation des ganzen Festes und leistet tolle Arbeit", lobt der Schulleiter. Am Mittwoch beginnt eine Projektwoche, mit der sich die Schüler auf verschiedene Etappen der letzten 100 Jahre, von technischen Erfindungen bis zur Mode des einzelnen Epochen, vorbereiten und ihre Ergebnisse in den Klassenräumen demonstrieren.

Welchen hohen Stellenwert die Schule erreicht hat, wird in einer in den vergangenen Tagen erfolgten Qualitätsanalyse der Bezirksregierung attestiert. Was die Zufriedenheit der Schüler, Eltern und des Kollegiums betrifft, sowie in der Rubrik Soziales Klima, wurde zwei Mal die Höchstnote vergeben.

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