Die Katholische junge Gemeinde im Erzbistum Köln richtet in Hilden erstmals die Ferienaktion „Kinderstadt“ aus.

Hilden. Es gibt eine Stadt, da ist der Bürgermeister minderjährig. Alle verdienen gleich viel Geld, egal was sie von Beruf sind. Und Eltern sind nur bei vorheriger Anmeldung zugelassen. Diese Stadt für Kinder eröffnet in den Herbstferien auf dem Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule, Am Wiedenhof 1-5. Hildener Kinder, die mitmachen möchten, müssen sich sputen, denn es sind nur noch wenige Plätze frei.

Hinter der ungewöhnlichen Ferienidee steckt die Katholische junge Gemeinde (KjG) im Erzbistum Köln. Sie möchte für Kinder zwischen acht und zwölfJahren eine eigene Stadt errichten, in der die Teilnehmer demokratische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse spielerisch lernen können. So wird mit Hilfe von Zelten eine Innenstadt gebaut, in der es zum Beispiel einen Bäcker, einen Schreiner und auch ein Theater gibt.

Von Tag zu Tag wechseln die Teilnehmer ihren Beruf

"Jedes Kind entscheidet sich von Tag zu Tag, welchen Beruf es ergreifen möchte. Jeden Tag gibt es ein kleines Gehalt in Form einer eigenen Währung", sagt Carsten Wannhof, Geschäftsführer der KjG St. Konrad. Von ihrem Gehalt können sich die Kinder ein Eis, ein Kinderstadt-Andenken aus einer der Werkstätten oder einen abendlichen Besuch im Kino leisten. "Die Kinder sollen lernen, dass das Leben nicht kostenlos ist, und man für den Luxus eines Kinobesuchs tagsüber arbeiten muss", sagt Wannhof.

Daneben wird es auch ein Stadtparlament mit einem oder mehreren Bürgermeistern geben. Amtshilfe gibt es von Hildens tatsächlichem Stadtoberhaupt Horst Thiele. Er hat die Schirmherrschaft übernommen. Auch Behörden, wie zum Beispiel ein Beschwerde- oder Arbeitsamt sowie ein Gericht, gibt es - und eine Kinderstadtzeitung.

Ganz wichtig ist, dass Eltern nicht einfach durch die Stadt spazieren dürfen. Sie gehen in den Elterngarten. Dort gibt es immerhin Kaffee und Kuchen. Dort können sie sich auch für eine Stadtführung anmelden.

180 Kinder aus der ganzen Erzdiözese kommen nach Hilden

Die KjG-Kinderstadt vom 18. bis 22. Oktober ist ein besonderes Ereignis: Für fünf Tage gestalten und organisieren Kinder von acht bis zwölf Jahren ihre eigene Mini-Stadt. Es ist die erste Aktion dieser Art im Erzbistum Köln.

Mehr Informationen gibt es bei der Diözesanstelle der KjG St.Konrad unter Telefon 02103/337271 und im Internet.

Insgesamt bietet die Freizeit Platz für 180 Kinder aus der gesamten Region bis nach Köln, Wuppertal und Düren. Für Kinder aus Hilden wurde ein Kontingent von 50 Plätzen vereinbart, das laut Wannhof bis auf wenige Plätze ausgeschöpft ist. Die Hildener Kinder müssen im Vergleich zu allen anderen nicht Mitglied einer KjG-Pfarrei sein.

Die Freizeit beginnt am 18.Oktober, dauert fünf Tage und kostet 28 Euro. 30 bis 40 Betreuer sind dabei. Wer während der Freizeit in der ehemaligen Schule übernachten möchte, zahlt insgesamt 35 Euro.

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