Die Macher des Rhein Rock Festivals wollen als Verein Bands betreuen und Auftritte organisieren.

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Open Air, das die Jugend lockt – hier die Band Al Skapone beim Festival 2004 auf der Bürgerwiese. Archiv

Open Air, das die Jugend lockt – hier die Band Al Skapone beim Festival 2004 auf der Bürgerwiese. Archiv

Stefan Fries

Open Air, das die Jugend lockt – hier die Band Al Skapone beim Festival 2004 auf der Bürgerwiese. Archiv

Monheim. Ein neuer Verein übernimmt in Zukunft die Organisation des Rhein Rock Open Airs und will sich auch weit darüber hinaus um junge Bands aus Monheim kümmern. Rhein Rock e. V. nennt sich der Verein, der in diesem Monat gegründet werden soll. Die bislang zehn Mitglieder sind überwiegend seit Jahren im ehrenamtlichen Organisationsteam des Open Airs aktiv. „Für uns hat sich jetzt einfach die Frage gestellt, ob wir unser Engagement auf breitere Füße stellen und uns eine eigene Identität geben wollen“, erläutert Mitinitiator Sven Schuhen.

„Wir möchten, dass sich eine eigene Bandszene in Monheim etabliert.“

Sven Schuhen, Vereinsgründer

Bislang trat der Kinder- und Jugendring als Veranstalter auf, hat Zuschüsse beantragt und Abrechnungen übernommen. Mit dem neuen Verein möchte das Organisationsteam dahinter auch offiziell das Ruder übernehmen.

500 Bands haben sich im vergangenen Jahr für das Festival beworben. Für das diesjährige Open Air am 16. Juli sind schon mehr als 100 Bewerbungen eingegangen. In der Vergangenheit hatten die Macher darauf geachtet, dass auch Lokalbands auf der Bühne stehen. In Zukunft soll der Monheimer Nachwuchs noch viel stärker gefördert werden. „Zurzeit gibt es nur drei bis vier aktive Nachwuchsbands in der Stadt.

Wir möchten, dass sich eine eigene Szene in Monheim etabliert“, sagt Sven Schuhen. So will der Verein unter anderem Workshops veranstalten, auf denen sich Musiker auf Bandsuche treffen und miteinander spielen können. Auch Wettbewerbe sind geplant. Daneben will der Verein für seine Schützlinge Konzertauftritte organisieren und Probenräume vermitteln. „Wir haben nicht zuletzt durch das Open Air gute Kontakte“, sagt der 27-jährige Schuhen.

Austauschprogramm für Bands aus anderen Städten

„Bislang gibt es drei Probenräume in der Realschule und zwei Probenräume im Sojus, letztere sind allerdings seit Jahren ausgebucht“, erläutert Schuhen, der selbst ausgebildeter Veranstaltungstechniker ist und zurzeit Elektrotechnik in Köln studiert.

Die Gründungsversammlung wird in diesem Monat stattfinden. Bislang gibt es zehn Gründungsmitglieder im Alter zwischen 19 und 32 Jahren.

In anderen Städten haben Vereine von jungen Leuten bereits erfolgreich die Bandszene belebt. Die Wülfrather Rockmusiker-Gemeinschaft (WüRG) steht seit Jahren für hochwertige Konzerte und betreibt Nachwuchsförderung.

Das nächste Rhein Rock Open Air ist am 16. Juli. 2010 kamen 550 Besucher auf die Baumberger Bürgerwiese.

Er will gleichzeitig Musiker aus anderen Städten nach Monheim holen und plant eine Art Austauschprogramm. Die Idee dahinter: „Bands dürfen bei uns auftreten, wenn sie dafür einer Monheimer Band einen Auftritt in ihrer Stadt verschaffen.“

Musiker, die sich vom Rhein Rock Verein fördern lassen möchten, müssen dafür nichts zahlen, aber Mitglied werden. Erste Interessenten, einige frisch gegründete Bands, gibt es laut Sven Schuhen bereits.

Der Name Rhein Rock soll dabei nicht abschrecken. „Wir sind für alle Genres offen“, verspricht Schuhen.

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