Besitzer Schmolz und Bickenbach will auf dem ehemaligen Gießereigelände eine dichtere Wohnbebauung. Stimmt die Politik zu, wird Edeka der erste Bauabschnitt.

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Rund 25 000 Quadratmeter groß ist das Gelände der ehemaligen Gießerei an der Berghausener Straße.

Rund 25 000 Quadratmeter groß ist das Gelände der ehemaligen Gießerei an der Berghausener Straße.

Anna Schwartz

Rund 25 000 Quadratmeter groß ist das Gelände der ehemaligen Gießerei an der Berghausener Straße.

Baumberg. Es tut sich was in Sachen ehemaliges Gießereigelände an der Berghausener Straße. Die etwa 25.000 Quadratmeter große Brache wird am kommenden Mittwoch Thema im Planungsausschuss sein.

Das Unternehmen Schmolz und Bickenbach, Besitzer des Areals, hat einen Projektentwickler beauftragt, die Politik von der geplanten Vermarktung zu überzeugen.

Etwa ein Drittel Gewerbe, ein Drittel für einen Edeka-Markt und ein Drittel Wohnbebauung – das war bisher vorgesehen. Laut Stadtplaner Thomas Waters soll sich an dem Mischverhältnis auch nichts ändern. „Da wollen wir nicht von abrücken“, sagt er. Allerdings kommt besagter Projektentwickler nun mit einer neuen Variante in Sachen Wohnbebauung daher.

Bisher war man im Rathaus davon ausgegangen, dass auf den dafür vorgesehenen etwa 8000 Quadratmetern um die 20 Häuser gebaut werden sollen. Doch die neuen Pläne von Schmolz und Bickenbach sehen vor, dass die Wohnbebauung erheblich verdichtet wird mit 35 Reihenhäusern. Der Grund dafür ist simpel: Damit will Schmolz und Bickenbach mehr Profit machen. „Wir werden sehen, wie die Politik darauf reagiert“, so Waters.

Sollten Altlasten gefunden werden, verzögert sich die Bebauung

Bürgermeister Daniel Zimmermann geht davon aus, dass die Pläne eine Mehrheit finden. „Die angrenzenden Wohngebiete sind doch ebenfalls fast alle in Reihenhausbauweise. Das passt“, sagt er.

Der Planungsausschuss tagt am Mittwoch, 2. Mai, ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Ratssaal des Rathauses. Der Bebauungsplan Nummer 50B (Gießereigelände Berghausener Straße/Grazer Straße) ist der neunte Tagesordnungspunkt. Zu Beginn der Sitzung ist auch eine sogenannte „Fragezeit für Anwohner“.

Sollte der Planungsausschuss tatsächlich grünes Licht geben, dann könnte bereits im September die Baugenehmigung für den Edeka-Markt erteilt werden. Den will Heinz Hövener betreiben. Er hat bereits Frischecenter im Monheimer Tor und in Langenfeld. 7000 Quadratmeter sind dafür vorgesehen. Gebaut werden soll am südlichen Punkt des Areals entlang der Berghausener Straße. Vom Markt können die Kunden auch wieder auf die Landesstraße fahren. Die Einfahrt soll laut Waters allerdings über die Heinrich-Hertz-Straße gegenüber der Tankstelle erfolgen.

Baubeginn für Gewerbe und die Reihenhäuser wäre allerdings nicht vor Anfang nächsten Jahres. „Da ist die Erschließung wesentlich komplizierter. Das dauert eine Weile . Da muss erst mal ein Konzept her“, sagt Waters.

Ob auf dem Gelände außerdem mit Altlasten zu rechnen ist, kann Waters derzeit nicht sagen. Das ist auf ehemaligen Gießereigeländen keine Seltenheit. Und das würde den Baubeginn mit Sicherheit verzögern. „Die Untersuchungen führt der Kreis Mettmann durch. Und die laufen. Mehr kann ich derzeit nicht sagen“, so Waters.

Geschäftsmann Hövener wartet seit langem auf den Startschuss für den Edeka-Markt. Den sollen dann nicht nur die Baumberger nutzen. Denn Ende des Jahres ziehen hunderte Mitarbeiter der Firma Ecolab von Düsseldorf-Reisholz ins Gewerbegebiet Weidental gegenüber dem ehemaligen Gießereigelände. „Und auch die wollen einkaufen“, sagte Hövener kürzlich der WZ.

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