Polizei und Feuerwehr schlagen Alarm. Nach vier weiteren Feuern in nur einer Nacht appellieren sie an mögliche Zeugen, jede noch so kleine Beobachtung unbedingt mitzuteilen.

einsätze
In der Nacht zu Dienstag musste die Wehr unter anderem in die Grunewaldstraße (links) ausrücken, einige Tage zuvor in die Plötzenseer Straße.

In der Nacht zu Dienstag musste die Wehr unter anderem in die Grunewaldstraße (links) ausrücken, einige Tage zuvor in die Plötzenseer Straße.

Polizei

In der Nacht zu Dienstag musste die Wehr unter anderem in die Grunewaldstraße (links) ausrücken, einige Tage zuvor in die Plötzenseer Straße.

Monheim. Nach einzelnen Brandtaten Mitte September kam es in der Nacht zum vergangenen Donnerstag zu gleich drei Brandstiftungen in einer Nacht. Jedes Mal wurden Müllcontainer angezündet. Und in der Nacht zu Dienstag nun schon wieder eine solche Serie – diesmal ausschließlich im Berliner Viertel. Zuvor war auch der Holzweg in Baumberg von Brandstiftung betroffen.

Im aktuellen Fall wurden Feuerwehr und Polizei zunächst um 23.57 Uhr zur Grunewaldstraße gerufen. Dort brannte ein 1100 Liter fassender Altpapiercontainer, der sich auf einem ummauerten Containerstandplatz zwischen den Häusern 8 und 14 befand.

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr wurden der Altpapiercontainer samt Inhalt total zerstört und zwei benachbarte Container ebenfalls beschädigt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 1200 Euro.

Beinahe zeitgleich um 0.02 Uhr kam die Meldung von zwei weiteren Bränden am Steglitzer Platz. Unmittelbar neben dem Haus Nummer 6 brannte ebenfalls ein 1100-Liter-Papiercontainer. Auch dieses Feuer hatte bereits zwei weitere Container in Mitleidenschaft gezogen.

„Was da passiert, ist hundsgefährlich.“

Ulrich Löhe, Polizei Mettmann

Da alle diese Container unmittelbar an der Hauswand des Mehrfamilienhauses mit acht Mietwohnungen standen und über ein geöffnetes Kellerfenster Rauch in das Haus zog, war es nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken, dass hier kein Personenschaden entstand. Der Sachschaden wird auf rund 600 Euro geschätzt.

Sachbeschädigung durch Brandlegung – das gilt zum Beispiel bei den aktuellen Fällen in Monheim. Doch Monika Berger, Richterin am Amtsgericht Langenfeld, weist darauf hin, dass auch das sehr wohl mit Gefängnis geahndet werden kann. Bis zu zwei Jahre lautet die Höchststrafe. Es hängt von der Schwere der Tat ab.

Das Anzünden von Müllcontainern kann tatsächlich ganz schnell umschlagen zur Brandstiftung. Dass ist der Fall, wenn Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden. Dann drohen schon ein bis zehn Jahre Freiheitsentzug. Werden Menschen verletzt oder gar getötet, kann die Höchststrafe bei 15 Jahren liegen.

Gleichzeitig musste sich die Feuerwehr aber auch um einen weiteren brennenden Papiercontainer kümmern, der etwa zehn Meter vom Haus Nummer 8 entfernt am Steglitzer Platz brannte. Auch dieser 1100-Liter-Altpapiercontainer auf einem Containerstandplatz wurde vollkommen zerstört und bedeutete weitere 400 Euro Sachschaden.

Der vierte und letzte Brand der Nacht wurde um 01.12 Uhr vom Berliner Ring gemeldet. Auch hier brannte es in einem ummauerten Containerstandort in Höhe des Hauses Nummer 24. Betroffen waren zwei große Papiercontainer, von denen einer total zerstört wurde. Der hier entstandene Sachschaden wird auf 500 Euro geschätzt.

Bisher liegen der Monheimer Polizei noch keine konkreten Hinweise vor. „Wir können nur hoffen, dass sich Zeugen bei uns melden. Auch jede noch so kleine Beobachtung kann wichtig sein“, appelliert Ulrich Löhe von der Kreispressestelle der Polizei.

Auch Torsten Schlender von der Monheimer Feuerwehr betont: „Bisher waren das für uns zum Glück schnelle Einsätze. Aber wenn ein Haus in Brand gerät, dann sind ernsthaft Menschenleben in Gefahr. Hinweise: Telefon 02173/ 9594-6550.

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