Der SPD-Vorstand verzichtet mit knapper Mehrheit auf einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. In Reihen der CDU wird Peter Werner gehandelt. Der winkt aber ab.

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Monheim. Nun ist es raus: Die SPD wird mit ziemlicher Sicherheit bei der Kommunalwahl im Mai keinen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken.

Eine entsprechende Empfehlung gibt der Ortsvereinsvorstand den Mitgliedern bei einer Versammlung im November. Mit 5:3 fiel das Ergebnis allerdings bei einem nicht öffentlichen Treffen der SPD-Spitze denkbar knapp aus.

Nachgehakt

„Uns ist bewusst, dass ein eigener Kandidat so gut wie keine Chance hätte. Wem sollte das zugemutet werden“, sagt der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Alexander Schumacher auf Anfrage. Weiter will sich der 37-Jährige nicht äußern.

Fakt ist aber, dass es sehr wohl gerade aus dem Lager der älteren Genossen Widerstand gab. „Wir haben immer einen Kandidaten gestellt. So muss das auch bleiben“, war der Tenor.

Die kleineren Parteien hatten bereits vor Wochen signalisiert, keinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufstellen zu wollen. Und die CDU? Immerhin ist sie mit der Peto die stärkste Fraktion im Stadtrat.

„Wenn sich einer findet, dann stellen wir den auch auf. Aber derzeit ist kein Kandidat in Sicht“, sagt Markus Gronauer, Fraktionschef und Stadtverbandsvorsitzender der Union. Ansonsten gibt er sich wortkarg.

Tatsächlich drängt die Zeit. Denn auch die Union geht im November auf die Zielgerade, nominiert ihre Ratskandidaten. Spätestens dann muss auch geklärt sein, ob es einen Herausforderer gegen Daniel Zimmermann gibt.

„Ich stelle doch nicht Schweinchen Dick auf, nur damit da einer ist.“

Markus Gronauer, CDU-Chef

Ein Name fällt in diesen Tagen häufig: Peter Werner. Auffällig: Als kürzlich auf dem Monberg eine Diskussionsrunde mit Bürgermeister und Fraktionsspitzen war, da saß für die CDU Werner auf dem Podium. Und es sickert durch, dass er sich parteiintern Bedenkzeit erbeten hat mit Blick auf eine Kandidatur ums Bürgermeisteramt.

„Es ist noch nichts entschieden. Es gibt Pläne in die eine und die andere Richtung. Wir haben noch bis November Zeit“, weicht der 48-jährige Jurist eher aus. Direkt gefragt, ob er sich seine Kandidatur vorstellen könne, lautet seine Antwort: „Im Moment nicht.“ Das lässt Raum für Interpretationen.

Amtsinhaber Zimmermann wird es mit einem Lächeln nehmen – könnte man meinen. Tatsächlich wäre ihm aber eine Gegenkandidat wesentlich lieber als der Alleingang (siehe Interview). „Allein schon im Sinne der Demokratie sind mehrere Kandidaten besser“, sagt er.

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