Netzwelt: Blogger-Szenen kennt man aus Metropolen, aber auch hier gibt es Online-Tagebücher. Wir stellen einmal drei Langenfelder vor.

Langenfeld. Blogger kennt man aus Großstädten wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder Köln. Sie berichten im Internet aus ihrem Leben, von ihrer Stadt, sind mal politisch, oft kritisch und schreiben manchmal einfach nur kleine Tagebucheinträge ins Internet. Die WZ hat sich auf die Suche nach Langenfelder Blogs gemacht und drei ganz unterschiedliche Exemplare gefunden.

Pflanzenblog: Es begann mit Chilis und Tomaten

Brian Boskoop ist 37 Jahre alt, arbeitet im Straßenbau und hat eine große Leidenschaft: Chilis und Tomaten. Anfangs notierte er seine Zuchterfolge in einer Kladde. "Irgendwann war mir das zu umständlich und ich habe das Pflanzenblog ins Leben gerufen", erinnert sich der Langenfelder. Zwei Jahre ist das nun her, heute hat der Blogger stolze 6000 Leser im Monat. "Meine entferntesten Leser kommen aus Australien und Südamerika", sagt er.

Auf seiner Seite sind jede Menge Fotos von seinem frischen Gemüse zu sehen, oft gespickt mit Tipps zum Selbermachen und Bemerkungen zum heimischen Wetter. Durch seinen Blog ist Boskoop in der Internet-Gemeinschaft zu einem Ansprechpartner für Hobby-Züchter geworden.

>>www.pflanzenblog.com <<

Glanzbilder: Der Fotoblogger fand sich plötzlich in der Schweiz wieder

"Ich habe mir eine Kamera gekauft und wollte meine Fotos präsentieren", beschreibt Patrick Reschke die Initialzündung für seinen Fotoblog. Der Abteilungsleiter einer Kölner Werbeagentur stellt seit zwei Jahren die Ergebnisse seiner Fotoprojekte online, vom Langenfelder Straßenkarneval bis zu den Kölner Gay Games. Dabei hat er auch schon Erfahrungen mit Datenklau im Netz gemacht - und zwar von ungewohnter Seite. "Das Schweizer Bundesamt für Umwelt hat eines meiner Fotos verwendet. Zwar steht mein Name darunter, aber gefragt wurde ich nicht", sagt der 31-Jährige. Er zählt im Monat 1500 Besucher auf seiner Seite und schätzt an seinem Blog vor allem, dass er dadurch Reaktionen auf seine Fotos bekommt. Für den Pflanzenblog von Brian Boskoop hat er auch schon Fotos gemacht. Allerdings nicht aus Langenfelder Verbundenheit: "Das wusste ich anfangs gar nicht. Ich habe mich einfach für Chilies interessiert."

>>www.glanzbilder.org<<

Piksas Blog: Jung, kritisch, IT-interessiert - das klassische Blog

Peter Piksa führt die klassischste Form der Blogs: Er schreibt über das, was ihn bewegt. Und da Piksa ein politisch interessierter Mensch ist, sind das häufig Themen, die bundesweit bekannt sind. Piksa passt auch sonst ins klassische Bild des Bloggers: Er ist 25 Jahre alt und gelernter IT-Techniker. Seit etwa zwei Jahren schreibt er seinen Blog, kritisiert zum Beispiel den geplanten E-Brief der Deutschen Post oder fällt sein Urteil über technische Neuerungen. Piksa hat nach eigener Aussage im Juli 22000 Zugriffe auf seine Seite gehabt. Unter anderem hat der bekannte Heise Report auf Piksas Blog verlinkt. Was ihn am Bloggen reizt: "Was ich schreibe, verpufft nicht im luftleeren Raum, sondern stößt auf Resonanz."

>>www.piksa.info/blog<<

auch Weblog genannt, bezeichnet eine Internetseite, auf der eine oder mehrere Personen regelmäßig Gedanken, Informationen oder Beobachtungen veröffentlichen. Ein Blog kann den Charakter eines Tagebuchs haben oder sich mit einem speziellen Thema beschäftigen. Besonders bekannt wurden in Deutschland in den vergangenen Jahren mehrere so genannte Watchblogs, die Medien, Politikern oder Unternehmen auf die Finger schauen und sich mit der Datenfreiheit im Internet beschäftigen.

Bildblog Zunächst als Blog zur kritischen Beobachtung der BILD-Zeitung gestartet ist der Bildblog nun Wachhund für die ganze deutsche Medienszene. Sehr lesenswert! www.bildblog.de netzpolitik.org Ein Blog, der sich mit Themen rund um Netzpolitik und digitales Leben beschäftigt. www.netzpolitik.org

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