Kirschenweg: Anwohner und Bauverein bewerten das Ergebnis eines ersten Gesprächs sehr unterschiedlich.

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Die Bebauung der Häuser auf beiden Seiten ist derzeit noch durch große Gärten geprägt. Nach den Plänen des Bauvereins sollen dort neue Wohnungen entstehen.

Die Bebauung der Häuser auf beiden Seiten ist derzeit noch durch große Gärten geprägt. Nach den Plänen des Bauvereins sollen dort neue Wohnungen entstehen.

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Die Bebauung der Häuser auf beiden Seiten ist derzeit noch durch große Gärten geprägt. Nach den Plänen des Bauvereins sollen dort neue Wohnungen entstehen.

Hilden. Der Streit um die städtebauliche Entwicklung für die Siedlung des Gemeinnützigen Bauvereins zwischen Kirschenweg und An den Linden schwelt weiter. In einem Gespräch am Freitagabend zwischen dem Vorstand des Bauvereins und Vertretern der Anwohner-Initiative Lok untermauerten beide Seiten ihre jeweilige Position.

So unterschiedlich die Zielsetzungen sind, so unterschiedlich ist auch die Bewertung der Gesprächsergebnisse. Während der Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende des Bauvereins, Lars Dedert, von einer "ersten Annäherung" spricht, ist die Unterhaltung aus Sicht der Bürgerinitiative "ergebnislos" und ohne jegliche Annäherung verlaufen.

In einem Punkt sind sich beide Seiten jedoch einig: "Es ist schon ein Erfolg, dass überhaupt gesprochen wird", so Dedert. Diese Gespräche hätten sich die Anwohner allerdings schon im Vorfeld gewünscht, bevor der Vorstand Anfang November 2009 seinen städtebaulichen Entwicklungsplan auf einer Mitgliederversammlung vorstellte.

Die Anwohner sahen sich dadurch überrumpelt und erreichten mit ihrem Protest, dass die politische Beratung zum städtebaulichen Rahmenplan im Dezember vorübergehend ausgesetzt wurde.

Die Anwohner warten auf die Beantwortung ihrer Fragen

"Wir wollen unsere Fragen auf einer Mitgliederversammlung geklärt wissen", hieß es dazu gestern seitens der Anwohnerinitiative. Gemeint sind die 18 Fragen, in denen die Anwohner unter anderem wissen wollen, womit der Leerstand einiger Häuser begründet wird, warum die Genossenschaftsmitglieder nicht in die Planung einbezogen wurden, oder worauf sich der Vorstand bei seiner Bedarfsermittlung stützt.

Der gemeinnützige Bauverein wurde 1919 gegründet. Sein vorrangiges Ziel ist die Versorgung seiner 950 Mitglieder mit preiswerten Wohnungen. Zurzeit verwaltet der Bauverein 579 Wohnungen, sieben gewerbliche Einheiten, 202 Garagen, 22 Stellplätze in einer Tiefgarage sowie 86 oberirdische Parkplätze.

Mit dem im November 2009 den Mitgliedern vorgestellten städtebaulichen Rahmenplan(Foto) für den Bereich zwischen An den Linden, Ohligser Weg, Kirchen- und Rosenweg möchte der Vorstand auf die demografische Entwicklung und die veränderten Wohnbedürfnisse reagieren. Dazu soll der Bereich in drei Schritten nachverdichtet werden. Mittelfristig sollen 80 und langfristig 160 neue Wohnungen entstehen.

Schon kurz nach der Vorstellung des Rahmenplans schlossen sich Anwohner zu einer Bürgerinitiative zusammen. Sie fühlen sich bei den Planungen des Vorstands übergangen und lehnen das Vorhaben in seiner derzeitigen Form ab.

Die Pläne des Bauvereins sehen laut Dedert "eine behutsame Nachverdichtung" des in Frage stehenden Gebietes vor. Langfristig sollen dort 160 "moderne, zukunftsorientierte Wohnungen" entstehen.

Wobei die Grundrisse der Wohnungen sowohl den Bedürfnissen von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, denen von Senioren und insbesondere auch denen von jungen Familien mit Kindern entsprechen sollen.

"Die meisten Mitglieder haben den Rahmenplan positiv aufgenommen"

Als Reaktion auf die Ablehnung der Pläne durch die Anwohner hatte der Vorstand des Bauvereins im Dezember erklärt, dass der den Mitgliedern vorgestellte Rahmenplan kein Bebauungsplan sei, sondern lediglich die vorhandenen Ressourcen und eine städtebauliche Nutzung aufzeige.

Die konkrete bauliche Nutzung werde erst in einem ergebnisoffenen, formalen Bebauungsplanverfahren entwickelt. "Von den meisten unserer Mitglieder wurde der Rahmenplan positiv aufgenommen", sagt Dedert. Einige hätten sich im Anschluss an die Präsentation bereits als Interessenten für die geplanten Wohnungen vormerken lassen.

Dem hält die Initiative entgegen, dass es auch Interessenten für die leer stehenden Haushälften gibt, die im Hinblick auf die künftige Entwicklung nicht mehr vermietet werden. Den Sprechern der Initiative liegt eine konkrete Anfrage vor, in der sich ein Mitglied des Bauvereins um eine Haushälfte am Kirschenweg bemüht.

Die Antwort des Bauvereins: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass das Objekt... nicht zur Vermietung ansteht." Dies bedeutet für die Initiative, dass der Vorstand des Bauvereins weiter unbeirrt an seinen Plänen festhalten will.

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