Stadtentwicklung: Die Verwaltung legt ein neues Konzept für das Projekt Baumberg-Ost vor: 100 Wohneinheiten in fünf Jahren.

wza_1236x475_636272.jpeg
Viel Platz für junge Familien: Die Verwaltung schlägt vor, parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans in Baumberg-Ost einen ersten Bauabschnitt mit 100 neuen Wohnungen zu entwickeln.

Viel Platz für junge Familien: Die Verwaltung schlägt vor, parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans in Baumberg-Ost einen ersten Bauabschnitt mit 100 neuen Wohnungen zu entwickeln.

Anna Schwartz

Viel Platz für junge Familien: Die Verwaltung schlägt vor, parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans in Baumberg-Ost einen ersten Bauabschnitt mit 100 neuen Wohnungen zu entwickeln.

Baumberg. Das dürfte der Opposition mit CDU-Fraktionschef Tim Brühland an der Spitze reichlich Wind aus den Segeln nehmen: In die Sache Wohnbebauung Baumberg-Ost kommt nun doch Bewegung.

Bürgermeister Daniel Zimmermann hatte bekanntlich den Plänen seines Vorgängers, 500 Wohneinheiten östlich der Bregenzer Straße und südlich in Richtung Berghausener Straße zu realisieren, eine Absage erteilt - und damit reichlich Kritik aus Reihen der Union eingesteckt. Schließlich sei das überlebenswichtig im Wettbewerb der Städte. Nun gibt es eine Vorlage aus dem Rathaus für den Planungsausschuss am 3. März. Die trägt die Handschrift Zimmermanns: Ja zur Wohnbebauung, aber in kleineren Schritten.

"Die Verwaltung schlägt vor, parallel zur Änderung des Flächennutzungsplanes einen ersten Bauabschnitt zu entwickeln - ausreichend für 100 Wohneinheiten", heißt es da unter anderem. Und während Ex-Bürgermeister Thomas Dünchheim für das von ihm ins Auge gefasste Großprojekt noch Anfang 2009 den Baubeginn für dieses Jahr ankündigte, klingt die nun vorgegebene Zeitschiene ganz anders: "Die Verwaltung rechnet mit einem Vermarktungs- und Realisierungszeitraum samt Planungsphase von vier bis fünf Jahren. Daher wird innerhalb dieser Ratsperiode kein weiterer Bauabschnitt in Baumberg-Ost in Angriff genommen", heißt es.

Verlegung der Bezirkssportanlage hat zwei Vorteile

Eingebettet ist das Ganze in die geplante Verlegung der Bezirkssportanlage um einige 100 Meter weiter in Richtung Süden. Damit will die Stadtverwaltung - so die Politik zustimmt - zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der mögliche Lärmschutzkonflikt zur neuen Wohnbebauung wird entschärft und das Areal attraktiver für Investoren und spätere Häusle-Käufer. Außerdem ist die Verlegung der Anlage ein Bestandteil des am Montag präsentierten Sportstättenkonzeptes.

Eine zentrale Bedeutung spielt darin der Neubau für Leichtathleten und Fußballer. Denn der Mitte 2011 planmäßig durch die Braas-Auskiesung wegfallende Kunstrasenplatz Kielsgraben soll dort ebenfalls Ersatz finden.

Die von Ex-Bürgermeister Thomas Dünchheim ursprünglich vorangetriebene Planung in Baumberg-Ost sah vor, dass auf 15Hektar rund 500Wohneinheiten verwirklicht werden. Der Baubeginn sollte schon in diesem Jahr sein.

Mit dem Sieg von Peto-Kandidat Daniel Zimmermann wurde die Reißleine gezogen. Nun wird der Politik vorgeschlagen, in einem ersten Abschnitt 100Wohneinheiten zu realisieren. Es ist das Areal der Bebauungspläne 58B (Hasholzer Grund) und 59B (Bregenzer Straße). Der Bedarf von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern soll damit gedeckt werden.

Die Verwaltung geht davon aus, dass Planungs- und Vermarktungsphase zusammen vier bis fünf Jahre dauern. Deshalb will sie in dieser Ratsperiode keinen weiteren Bauabschnitt im Bereich Baumberg-Ost in Angriff nehmen.

Die Stadtplaner im Rathaus können sich in Baumberg-Ost auch einen Neun-Loch-Golfplatz mit relativ geringem Flächenbedarf vorstellen. Es soll eine öffentliche Anlage sein. Allerdings müsse noch geklärt werden, ob das mit den Belangen von Landschaft und Landwirtschaft in Einklang zu bringen ist.

Ein weiterer Punkt in der Vorlage im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans ist die Errichtung eines Golfplatzes. "Realisierbar wäre in diesem Bereich allenfalls eine so genannte Neun-Loch-Anlage mit relativ geringem Flächenbedarf. Sie könnte im städtebaulichen Zusammenhang eine sinnvolle Ergänzung darstellen - insbesondere als öffentliche und für jedermann frei zugängliche Anlage", heißt es. Der Einklang mit Belangen von Landschaft und Landwirtschaft sei abzuklären. Bleibt abzuwarten, was die politische Diskussion am 3. März ab 17 Uhr im Ratssaal ergibt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer