Auf den Sträßchen von Baumberg kam am Sonntag schnell beste Stimmung auf.

Zum Ende des Veedelszochs ist der Schnee auf den Baumberger Straße fast schon geschmolzen. Doch das Winterwetter hielt keinen Narren davon ab, beim Zug bunt kostümiert mitzuziehen.
Zum Ende des Veedelszochs ist der Schnee auf den Baumberger Straße fast schon geschmolzen. Doch das Winterwetter hielt keinen Narren davon ab, beim Zug bunt kostümiert mitzuziehen.

Zum Ende des Veedelszochs ist der Schnee auf den Baumberger Straße fast schon geschmolzen. Doch das Winterwetter hielt keinen Narren davon ab, beim Zug bunt kostümiert mitzuziehen.

Dirk Thomé

Zum Ende des Veedelszochs ist der Schnee auf den Baumberger Straße fast schon geschmolzen. Doch das Winterwetter hielt keinen Narren davon ab, beim Zug bunt kostümiert mitzuziehen.

Baumberg. Es schneit. Der Himmel ist grau verhangen. Doch hunderte Jecke stört das nicht. Sie sind mit Sack und Pack, Bollerwagen und Rucksäcken unterwegs zum Baumberger Veedelszoch. Zum 20. Mal geht er über die Bühne. "Ein Jubiläumszug", sagt Peter Spieckermann, Vorsitzender des Arbeitskreises Baumberger Karneval. "Wir freuen uns über die mehr als 50 Zugnummern", sagt er. Auch Jugendliche machten verstärkt mit.

Lustig bunt ist der Zug, und der Garather Spielmannszug, in Monheim, Baumberg und Langenfeld in den letzten Tagen sehr aktiv, sorgt für Stimmungsmusik. "Ist das toll hier", sagt Karl Weber, der bei Verwandten zu Besuch in Baumberg ist. "Den Zug habe ich schön öfter gesehen. Mir gefällt er gut", so sein Urteil.

Die Baumberger Süßen sind als Ägypter verkleidet

Das kann Alexandra Kuhn vom Amazonencorps Düsseldorf nur bestätigen. "Die Straßen sind hier kleiner, es ist gemütlicher, enger, alles kommt bei den Zuschauern besser rüber. Da haben wir vom Corps auch gleich viel mehr Spaß", sagt sie. Zum dritten Mal sind die Baumberger Süßen, eine Jugendgruppe, mit im Veedelszoch. Sie haben sich als Ägypter verkleidet. Der Wagen ist aufwändig. 52 Fußgruppen, Musikzüge und Wagen weist der Zug auf. Es geht quer durch die Straßen. Wo stellt sich eigentlich der Zug auf? Das weiß nicht einmal der Rettungsdienst.

Die Baumberger und die vielen Auswärtigen haben ihre eigenen Lieblingsplätze. Stefan Unger steht mit seiner Familie immer an der Verresberger Straße. Schneegestöber stört ihn nicht. "Als Kind in Düsseldorf habe ich mal zum Karnevalszug Schnee erlebt, hier noch nicht", sagt er. Von seinem weißen Kostüm soll man sich nicht täuschen lassen. Er geht nicht als Schneemann, sondern als Gespenst. Mit dem Spannbetttuch als Umhang kann er auch prima Kamelle fangen. Die dicke Daunenjacke unter dem Kostüm schützt vor Kälte.

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer

Die Fußgruppe der KAB Baumberg wartet derweil schon auf bessere Wetterzeiten. Sie geht pfiffig kostümiert als Eisbecher. Der BAB (Baumberger Allgemeine Bürgerverein) macht aus der Wetternot eine Tugend. "Wir begrüßen sie alle bei herrlichem Sonnenschein." Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer zeihen im Zug mit. Die Lok Emma zieht ebenfalls mit. Die Gruppe Kin Wiever zieht mit ihrer Gardeköchin Margitta Schneider los. "Ich bin schon immer in der Garde", sagt sie. "Die Männer, die keine Wiever wollen, kommen aber ohne Essen nicht aus."

1990 zog der erste Veedelszoch durch Baumberg. Der Zugweg erreicht zahlreiche Straßen im Viertel. Der Zoch wird bald zum Geheimtipp. Auch zahlreiche Gruppen aus den Nachbarstädten wie Düsseldorf und Langenfeld machen gerne in Baumberg mit.

Der Veedelszoch ist von Jahr zu Jahr großer geworden. Gestern sind es 52 Gruppen und Wagen die mitmachen. "Mal springen zwar Gruppen ab, doch es kommen immer wieder neue dazu", so Peter Spieckermann, seit zehn Jahren Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Baumberger Karneval. Die Baumberger ziehen nach ihrem Zoch auch noch nach Monheim zum Kinderzug und nach Berghausen.

Die schönsten Wagen und Fußgruppen werden prämiert. Die Fußgruppen sind in Baumberg immer besonders bunt und lustig.

Am Rande des Zugweges wartet das Monheimer Prinzenpaar Heiko I. und Prinzessin Manuela in einer Kutsche. Begleitet werden sie von den Kindern Dario und Jan-Luca. "Toll ist es hier", sagt die Prinzessin. Für sie ist es am Sonntag nicht der einzige Auftritt. Wenig später geht es zum Kinderzug nach Monheim. Doch vorher stärken sie sich bei Prinzenführer Peter Drösser, der seinen Kühlschrank für die Monheimer Tollitäten geräubert hat.

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