Seit sieben Jahren gibt es im Keller der Friedenskirche ein Angebot für Grundschulkinder.

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Im Keller der wegen ihres Aussehens auch „der Bunker“ genannten Friedenskirche finden Grundschulkinder seit 2003 ein Freizeit-Angebot. Die „Bunkerkinder“ können dabei unter verschiedenen Angeboten wählen.

Im Keller der wegen ihres Aussehens auch „der Bunker“ genannten Friedenskirche finden Grundschulkinder seit 2003 ein Freizeit-Angebot. Die „Bunkerkinder“ können dabei unter verschiedenen Angeboten wählen.

Anna Schwartz

Im Keller der wegen ihres Aussehens auch „der Bunker“ genannten Friedenskirche finden Grundschulkinder seit 2003 ein Freizeit-Angebot. Die „Bunkerkinder“ können dabei unter verschiedenen Angeboten wählen.

Baumberg. Für die Gendarmen ist im Bunker wieder mal eine Menge zu tun. Überall haben sich Räuber versteckt, die nun nacheinander aus dem Keller in die Freiheit flüchten. Derweil spielen ihre Freunde auf dem Außengelände Basketball oder üben emsig Radschläge. Jeden Mittwoch treffen sich die "Bunkerkinder" ("Buki’s") im Jugendkeller der evangelischen Friedenskirche in Baumberg, die auch als "der Bunker" bekannt ist.

"Die Kinder kommen sehr gerne und wir sind immer gut besucht", erzählt Leiterin Angela Holthoff von der evangelischen Jugend Monheim. Bereits seit 2003 gibt es das Angebot für die Kinder im Grundschulalter. Anfangs kamen vor allem Mädchen, die zu Hip-Hop tanzten und sich einen passenden Namen gaben: "Hipphopphexen". Mittlerweile sind auch viele Jungen dabei, und das Programm ist sehr bunt geworden - immer darauf abgestimmt, was die Kinder sich wünschen.

Auch heute Nachmittag sind wieder 15 Kinder gekommen, die nun draußen Fangen spielen. Lisa läuft über die Treppen an Neneh heran. "Hab’ dich", ruft sie und lacht. Die Fünfjährige ist schon länger dabei. "Wir haben immer sehr viel Spaß. Wir haben schon Pizza gebacken, Gespenster gebastelt und bei einem Theaterstück habe ich mich als Kartoffel verkleidet", erzählt sie begeistert. Auch Neneh und Vanessa erinnern sich gern an ein Theaterstück: "Wir haben uns als Hexen verkleidet, das war lustig", berichten die Achtjährigen.

Den Kindern steht dabei der komplette Keller zur Verfügung, der viel Raum für die verschiedenen Aktivitäten bietet. "Wir haben wirklich eine Menge Platz, uns stehen hier alle Türen offen. In der Küche haben wir schon Plätzchen gebacken und im großen Raum nebenan spielen und basteln wir viel. Nachher sehen wir hier auch einen Film zu Ende", sagt Holthoff. Bei dem guten Wetter wird aber erst einmal draußen gespielt. "Wer hat Lust auf eine Runde Kaugummi", ruft ein Betreuer in die Runde - und gleich versammeln sich alle Kinder auf dem Basketballplatz, um sich das Spiel erklären zu lassen.

Vier Jugendliche helfen als ehrenamtliche Betreuer

Angela Holthoff freut sich besonders darüber, dass die Gruppe von anderen Jugendlichen mitbetreut wird. Neben ihr sind vier Jugendliche ehrenamtlich im Einsatz, die nach der Schule zur Kirche kommen. "Es macht sehr viel Spaß mit den Kindern in der Gruppe etwas zu machen. Das gemeinsame Zusammensein ist toll", sagt der 20-jährige Stefan Martyniak, der seit sechs Jahren jeden Mittwoch den Nachmittag mit den "Bunkerkindern" verbringt. Etwas später versammeln sich alle Kinder im Keller, um den Film "Oben" zu sehen. "Den Film haben sich die Kinder gewünscht. Manchmal haben wir Kinotag und letztes Mal sind wir nicht bis zum Schluss gekommen", sagt Holthoff.

Mitmachen kann jedes Kind im Grundschulalter. Die "Bunkerkinder" treffen sich jeden Mittwoch von 17 bis 18.30 Uhr. Wer mitmachen möchte, kann einfach vorbeikommen.

Weitere Angebote der evangelischen Jugend: "HitKin", montags von 16bis 17.30 Uhr in der Fliednerkirche, Theodor-Fliedner-Straße in Hitdorf; "Kinderquatschcafé", dienstags von 17 bis 18.30Uhr im Johann-Wilhelm-Grevel-Haus, Falkenstraße 2.

Das Angebot ist kostenlos und nur die kleinen Ausflüge müssen selbst finanziert werden. Manchmal wird auch eine Schnitzeljagd organisiert. Die endet dann traditionell am Eiscafé. "Jetzt wird es ja etwas wärmer, da können wir wieder Eis essen", freut sich Lisa schon.

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