Ausdauer: Jetzt ist es amtlich. Die Anmeldung für den ersten Marathon von WZ-Redakteur Andreas Keil ist per Internet abgeschickt. Am 28. März will er in Köln-Königsforst an den Start gehen.

Per Internet macht WZ-Redakteur Andreas Keil seine Anmeldung beim Königsforst-Marathon perfekt.
Per Internet macht WZ-Redakteur Andreas Keil seine Anmeldung beim Königsforst-Marathon perfekt.

Per Internet macht WZ-Redakteur Andreas Keil seine Anmeldung beim Königsforst-Marathon perfekt.

Stefan Fries

Per Internet macht WZ-Redakteur Andreas Keil seine Anmeldung beim Königsforst-Marathon perfekt.

Kreis Mettmann. Nein, die Hand zittert nicht, als ich mit dem Zeigefinger auf der Maus den entscheidenden Klick auslöse. Das Gefühl schwankt von etwas feierlich bis ein klein bisschen mulmig. Gerade habe ich übers Internet meine Anmeldung für den Marathon in Köln-Königsforst am 28. März 2009 abgeschickt.

Daran, mein Projekt aufzugeben, habe ich in den vergangenen Monaten noch nie gedacht, doch jetzt wird es doch richtig ernst. In genau zwei Monaten - also in achteinhalb Wochen oder 59 Tagen - geht es los.

Landschaftlich reizvoll und nicht zu groß

Und warum Köln-Königsforst? Was ich zu diesem Lauf durch das große Waldgebiet bei Köln gehört habe, ist so unterschiedlich, wie die Meinungen der Patienten über einen Hausarzt. "Um Gottes Willen, doch nicht Köln Königsforst", sagt Andreas Weierstall, Leiter der Marathon-Vorbereitungsgruppe des Lauftreffs Gruiten-Neandertal:

"Da läufst Du ja kilometerweit, ohne einen Menschen zu sehen. Und dann zwei Runden - grauenhaft!" Ganz anders sieht es Karl-Ernst Rösner, der schon so ziemlich alle Läufe in Deutschland mitgemacht hat und den ersten in seinem Leben 1982 auch in Königsforst absolvierte: "Ein wirklich schöner Marathon, allerdings schon etwas anspruchsvoll."

Beide Aussagen zusammen treffen das, was ich suche: Eine nicht zu große Veranstaltung - ich hasse Massenaufläufe - und eine landschaftlich reizvolle Strecke. Dass es dort nicht so viel Publikum an der Strecke geben wird, das die Läufer dauernd motiviert, belastet mich auch nicht besonders. Ich laufe eh am liebsten alleine. Also hoffe ich einfach, dass meine Wahl gelungen ist.

Jetzt geht es im Training zügig auf die 30 Kilometer zu

Mein Trainer Tobias Kofferschläger nimmt die die Wahl professionell gelassen hin. Im Kopf geht er nur den Kalender durch, welchen Trainingsaufbau er mir jetzt mit dem konkreten Termin vor Augen verordnet: "Wir müssen jetzt schauen, dass wir den einen Dauerlauf in der Woche möglichst lang bekommen.

Du musst jetzt in den nächsten Wochen zügig an die 30 Kilometer ran." Ein Gedanke, der mich zurzeit mehr reizt als schreckt. Denn mit jedem längeren Lauf über 20Kilometer stoße ich in Bereiche vor, die mir völlig unbekannt sind. Dank des bisherigen Trainings schaffe ich Stecken bis 20 Kilometer nun schon problemlos.

Während Kofferschläger mich so auf der einen Seite regelmäßig auf längere Stecken schicken will, möchte er in anderen Trainingseinheiten weiter aufs Tempo drücken. "Wir müssen da einfach unterschiedliche Reize setzen", erklärt er mir die Mischung des Trainingsprogramms.

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