Erzieher lernen bei der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit.

Erzieher lernen bei der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit.
Nicola Hendriks (Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit) demonstriert den richtigen Einsatz einer Zahnbürste an einem Modell.

Nicola Hendriks (Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit) demonstriert den richtigen Einsatz einer Zahnbürste an einem Modell.

Stephan Köhlen

Nicola Hendriks (Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit) demonstriert den richtigen Einsatz einer Zahnbürste an einem Modell.

Mettmann. Einen großen Teil des Tages verbringen Kinder in Tagesstätten. Weil immer mehr Eltern berufstätig sind, oft bis zum späten Nachmittag. Die Tagesstätte wird zum Lebensraum für Kinder, aber gleichzeitig können sie dort auch ganz viel lernen. Wie man sich, wie oft und vor allem richtig die Zähne putzt zum Beispiel. Weil Kinder am besten durch Nachahmen und Abgucken lernen, sind natürlich die Erzieher in den Kitas ganz besonders gefragt.

Die Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit hat gestern Erzieher aus den Kitas im Kreis Mettmann zu einer Fortbildung eingeladen. Auf dem Programm stand das Thema „Gesundheitserziehung als wichtiger Aspekt in der Bildungsarbeit“. Dahinter steht ein großes Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit. „Das Zähneputzen schon in der Kita bietet einen wichtigen Beitrag, um die Entstehung von Karies zu verhindern“, sagt Schulzahnarzt Dirk Erdmann.

Ursache für Karies ist vor allem Fehlverhalten der Eltern

In den vergangenen Jahren hat sich viel verbessert. Die Zahl der von Karies befallenen Zähne bei Kindern ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Die frühkindliche Karies ist die häufigste chronische Erkrankung von Kindern im Vorschulalter und tritt fünfmal häufiger auf als Asthma und siebenmal häufiger als Heuschnupfen. Ursache für Karies, so Erdmann, ist vor allem falsches Verhalten von Eltern bei der Ernährung von Kleinkindern. Vor allem der häufige Gebrauch von Nuckelflaschen, gesüßten Getränken und viel Zucker in der Nahrung tragen erheblich dazu bei, dass Karies schon bei Kleinkindern entstehen kann. Immer wieder sind es aber auch Defizite bei der Mundhygiene die zu Schmerzen, starken und eitrigen Entzündungen und vorzeitigem Zahnverlust führen.

Erzieher in den Kindertagesstätten sollten deshalb das Zähneputzen wie selbstverständlich in den Tagesablauf integrieren. „Kinder lernen Zähneputzen am besten durch Übung, Wiederholung und Ritualisierung“, erklärte Alexandra Ferranti in einem Referat.

Wie man die Kinder mit dem Thema Zähneputzen vertraut macht, dazu gibt es viel Anschauungsmaterial und praktische Übungen. Wie das geht, erklären aber nicht nur die Erzieher, sondern auch die Prophylaxe-Beraterinnen der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit. Seit fast 25 Jahren besuchen sie alle Kitas, Grundschulen und Förderzenten im Kreis Mettmann. Immer mit dabei: Micki das Zahnputzkrokodil mit dem die Kinder spielerisch erlernen können, wie man die Zahnputztechnik richtig anwendet. Natürlich sind aber auch die Eltern in der Pflicht. Selbst wenn Kinder sich selbst schon die Zähne putzen können, empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft den Eltern, die Zähne abends nachzuputzen. Die Empfehlung gilt für Kinder bis einschließlich der zweiten Schulklasse.

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