Genossenschaft steckt viel Geld in die Modernisierung seines Wohnungsbestands.

Am Feierabendweg lohnt sich die Sanierung von 24 Wohnungen in drei Häusern nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Mieter will der Bauverein im eigenen Bestand unterbringen. 2014 sollen die Häuser abgerissen werden.
Am Feierabendweg lohnt sich die Sanierung von 24 Wohnungen in drei Häusern nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Mieter will der Bauverein im eigenen Bestand unterbringen. 2014 sollen die Häuser abgerissen werden.

Am Feierabendweg lohnt sich die Sanierung von 24 Wohnungen in drei Häusern nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Mieter will der Bauverein im eigenen Bestand unterbringen. 2014 sollen die Häuser abgerissen werden.

Stefan Fries

Am Feierabendweg lohnt sich die Sanierung von 24 Wohnungen in drei Häusern nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Mieter will der Bauverein im eigenen Bestand unterbringen. 2014 sollen die Häuser abgerissen werden.

Mettmann. Die Sanierung des Wohnungsbestands war und bleibt das große Thema für den Mettmanner Bauverein (mbv). Im vergangenen Jahr hat der Bauverein 4,3 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Wohnungen investiert. In diesem Jahre werden es laut Vorstandssprecher Volker Bauer 3,8 Millionen Euro sein, davon werden allein 1,2 Millionen Euro in Komplettsanierungen von Wohnungen gesteckt. Die Zahlen stellte der Vorstand der Baugenossenschaft jetzt der Presse vor.

„Wir müssen weiter Wärme dämmen.“
Volker Bauer, Vorstandssprecher des Mettmanner Bauvereins

Seine 329 Häusern will sich der Bauverein in den kommenden Jahren „nach und nach vornehmen“, sagt Bauer. Aber nicht nur in den Wohnraum, sondern auch in seine Häuser muss der Bauverein investieren. Denn während bundesweit die Energiekosten in den vergangenen zehn Jahren um 117 Prozent gestiegen sind, lag die Steigerungsrate bei der Netto-Kaltmiete gerade einmal im Schnitt bei 16 Prozent.

„Deshalb müssen wir weiter Wärme dämmen“, sagt Bauer, „aber mit Augenmaß.“ Solche Maßnahmen könnten nur über einen Modernisierungsaufschlag umgesetzt werden. Aber moderat, so dass die Bewohner auch weiter ihre Miete zahlen können. Bauer: „So ein Aufschlag wird teilweise sogar durch sinkende Energiekosten aufgefangen.“

Immer mehr Mieter wünschen sich ein neues Bad in ihrer Wohnung

Dem Wunsch vieler Mieter nach einem neuen Bad in ihrer Wohnung will der Bauverein künftig verstärkt nachkommen. So sollen pro Jahr 15 bis 20 Bäder saniert werden. Bauer: „Dafür brauchen wird 300 000 Euro. Dafür müssen wir die Miete um 55 Euro pro Monat anpassen.“

Der Bauverein will aber nicht um jeden Preis sanieren. Alte Häuser mit Wohnungen, die auch vom Grundriss und Wohnungszuschnitt nicht mehr zeitgemäß sind, und eine Sanierung nur dazu führen würde, dass die Miete verdoppelt werden müsste, werden wir aufgeben“ sagt Bauer. So werden die drei Häuser des Bauvereins am Feierabendweg im kommenden Jahr abgerissen. Bauer: „Die Mieter der 24 Wohnungen sind bereits informiert, einige haben wir bereits in anderen Wohnungen untergebracht.“ Was am Feierabendweg gebaut werden soll, kann Bauer noch nicht sagen: „Das sind wir noch in der Planung.“

Kneipe Schwarzbachstube wird in ein Mieter-Café umgewandelt

Dem Mettmanner Bauverein gehören 329 Häuser, 2128 Wohnungen und 928 Garagen/Stellpätze.

Die Miete ist im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent erhöht worden. Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter lag 2012 bei 5,28 Euro; in 2011 bei 5,21 Euro.

Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Mitglieder im Bauverein von 3007 auf 3418 angestiegen. Sie halten zusammen 23 349 Genossenschaftsanteile (ein Anteil kostet 600 Euro). Innerhalb von zwei Jahren ist die Zahl der Geschäftsanteile um 8155 angestiegen.

Der Jahresüberschuss 2012 beläuft sich auf 412 000 Euro.

In diesem Jahr beschloss die Mitgliederversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von fünf Prozent. Zum kommenden Jahr will sie der Vorstand auf vier Prozent zurückschrauben.

In der ehemaligen Gaststätte Schwarzbachstube, die seit Jahren leer steht, wird der Bauverein ein Mieter-Café mit einem vielfältigen Angebot einrichten. Das Café soll ehrenamtlich zunächst an zwei Nachmittagen geführt werden. Die Räume sollen auch von Mitgliedern für private Feiern angemietet werden können. Das Café soll Ende des Jahres öffnen.

Auf der Warteliste des Bauvereins für eine Wohnung standen im vergangenen Jahren 400 Mietinteressenten (40 Prozent davon mit einem Wohnberechtigungsschein), wobei am häufigsten Drei-Zimmerwohnungen gesucht wurden.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist das Interesse an Immobilien auch in Mettmann ungebrochen gewesen. „Eigentlich wollten wir unsere 52 Wohnungen im Kö-Karree vermietet. Aber dann haben wir so viele Kaufanfragen erhalten, dass wir uns dazu entschlossen haben, sie als Eigentumswohnungen zu verkaufen“, sagt Bauer. Die Hälfte der Wohnungen sind bereits verkauft, für weiter gibt es schon Reservierungen.

Anzeige

 

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer