Themenwochen zur Mediensucht.

Mettmann. Thomas W. ist leidenschaftlicher „World of Warcraft“-Spieler. Nächtelang ist er mit dem Computerspiel beschäftigt. Morgens kommt er nicht mehr aus dem Bett. Und seine Sucht wird irgendwann so stark, dass Thomas W. seine Ausbildung hinschmeißt.

„Das ist eindeutiges Suchtverhalten. Derjenige hat die Kontrolle über die Mediennutzung verloren, spielt immer länger und kann daher nicht mehr seinen Pflichten nachkommen“, sagt Beatrix Neugebauer, Präventionsfachkraft bei der Caritas-Suchthilfe. Immer häufiger hätte sie es in ihrer Beratungsstelle mit solchen Fällen zu tun. Genau dasselbe berichtet auch Kirsten Metzdorf vom Jugendamt der Stadt Mettmann. Deshalb haben die beiden Pädagoginnen sich für Themenwochen zum Thema Mediensucht stark gemacht, die vom 14. bis 25. Februar unter dem Titel „Ich bin on, also bin ich!?!“ stattfinden.

Ziel ist es, Eltern über verschiedene Medienangebote zu informieren

Die Themenwochen richten sich an Eltern, Lehrer, Kinder und Jugendliche. „Ziel ist es aber, besonders die Erwachsenen darüber zu informieren, welche Medienangebote es gibt. Denn die ältere Generation weiß oft nicht genau, was in der großen, weiten Welt des Computers alles geht und was nicht“, sagt Neugebauer.

Los gehen die Themenwochen mit einem Informationsabend unter dem Titel „Suchtgefährdung aus dem Internet und durch PC-Spiele“. Darüber hinaus werden in den 14 Tagen Workshops angeboten, in denen Kinder und Jugendliche mit Kameras und Computern Fotos oder Schablonen gestalten.

Auch die Kreispolizeibehörde ist mit dabei: Ein Beamter wird rechtliche Fragestellungen zum Umgang mit Internetforen beantworten. Filmvorführungen und Theaterabende richten sich an die Mettmanner Schulen. Zudem wird eine Veranstaltung sich mit den Fragen beschäftigen, wie viel Fernsehkonsum sinnvoll ist, wann ein Kind reif für den Computer ist und welche Medien nicht ins Kinderzimmer gehören.

 

 

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