Wer will, kann sich ab sofort zuhause live im Internet mit Hilfe der mehr als 200 Kameras von Straßen NRW über die aktuelle Verkehrssituation informieren.

Straßen NRW will mit 200 Kameras die Steuerung des Verkehrs an neuralgischen Punkten wie hier auf der A 3 verbessern.
Straßen NRW will mit 200 Kameras die Steuerung des Verkehrs an neuralgischen Punkten wie hier auf der A 3 verbessern.

Straßen NRW will mit 200 Kameras die Steuerung des Verkehrs an neuralgischen Punkten wie hier auf der A 3 verbessern.

Bernhard Meier/Straßen NRW

Straßen NRW will mit 200 Kameras die Steuerung des Verkehrs an neuralgischen Punkten wie hier auf der A 3 verbessern.

Kreis Mettmann. In keinen anderen Bundesland gibt es so viele Verkehrsstaus wie in Nordrhein-Westfalen. Über die aktuelle Lage auf 18 Autobahnen im Land können sich Autofahrer jetzt auch schnell selbst einen eigenen Eindruck verschaffen – über das Internet und rund 200 Webcams des Landesbetriebs Straßen NRW. Denn die Verkehrsdurchsagen im Radio sind nicht immer zuverlässig.

„Durch die aktuellen Einblicke in die Verkehrslage kann der Verkehr an neuralgischen Punkten im Autobahnnetz effizienter gesteuert werden.“

Hanno Bäumer, Leiter der Verkehrszentrale von Straßen NRW

Die A 3 beobachten zum Beispiel 13 Kameras, unter anderem im Kreuz Hilden, in Höhe Stindertal und in Höhe Mettmann, sowohl in Richtung Köln als auch in Richtung Oberhausen. Auf der A 46 sind vier Webcams installiert: in Höhe Hilden, Kreuz Düsseldorf-Süd, Wuppertal-Katernberg und im Kreuz Wuppertal-Nord. Sie können Verkehrsteilnehmern gute Dienste leisten. Denn Hilden wird in den nächsten Jahren von Autobahnbaustellen geradezu umzingelt sein: In diesem Jahr wird die A 3-Brücke im Kreuz Hilden erneuert, dann soll die A 3 auf acht Spuren zwischen Ratingen und Leverkusen und die A 46 auf sechs Spuren ausgebaut werden.

„Anfang 2016 waren rund 140 bis 150 in Betrieb, jetzt liegen wir bei gut 200 Kameras“, berichtet Volker Gronau von Straßen NRW. Das sei das Ergebnis eines nun abgeschlossenen Projektes. Eingerichtet sind sie an stauanfälligen Streckenabschnitten. 500 000 Euro wurden in die Erweiterung der Technik investiert, erläutert Dr. Hanno Bäumer, Leiter der Verkehrszentrale von Straßen NRW. Die sitzt in Leverkusen und hat von hier aus sämtliche Autobahnen im Land im Blick.

Was der Nutzer zu sehen bekommt, ist ein Echtzeitbild der Verkehrssituation an der Stelle der jeweiligen Autobahn, die die Kamera im Blick hat. „Das sind Live-Bilder, sie werden nicht aufgezeichnet“, sagt Gronau. Kennzeichen sind nicht erkennbar. Die Aufgabe der Kameras umschreibt die Verkehrszentrale so: „Durch die aktuellen Einblicke in die Verkehrslage kann der Verkehr an neuralgischen Punkten im Autobahnnetz effizienter gesteuert werden, etwa durch Informationen auf elektronischen Anzeigetafeln, verkehrsgerechte Geschwindigkeitsbegrenzungen oder temporäre Seitenstreifen-Freigaben.“

Die Verkehrszentrale könne so auch erkennen, warum von sogenannten Messquerschnitten in der Fahrbahn plötzlich keine Daten mehr geliefert werden. „Mit den Kameras können wir sehen, ob es sich dort staut oder an der Stelle jemand liegen geblieben ist und so entsprechend reagieren“, nennt Gronau ein Beispiel.

Aber auch Autofahrern selbst sollen die Kameras helfen. „Wenn Sie fünf Leute fragen, was für sie Stau heißt, bekommen Sie auch fünf verschiedene Antworten. Für den einen ist Stau, wenn er den Motor fünf Minuten abstellen muss, für andere schon, wenn die Bahn dicht besetzt ist.“ Rückmeldungen von Nutzern hatte die Verkehrszentrale bisher ab und an, „wenn etwa die Ausrichtung nicht mehr ganz stimmt“, erläutert Gronau. Und: „Wir machen bei den Kameras keine Auswertung, wir zählen die Zugriffe von anderen darauf nicht.“

Alle Bilder der Webcams findet man auf der Homepahe von Verkehr NRW, Unterpunkt Verkehrslage, Unterpunkt Warnhinweise, Unterpunkt Webcams.

www.verkehr.nrw

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