Beim Umzug in Unterbach trotzten die Narren am Sonntag den kalten Temperaturen. Wärmende Kostüme waren in der Überzahl.

Das Vorhaben eint: Möglichst viele Süßigkeiten aufzufangen, galt auch am Sonntag beim Umzug in Unterbach als vorrangiges Ziel.
Das Vorhaben eint: Möglichst viele Süßigkeiten aufzufangen, galt auch am Sonntag beim Umzug in Unterbach als vorrangiges Ziel.

Das Vorhaben eint: Möglichst viele Süßigkeiten aufzufangen, galt auch am Sonntag beim Umzug in Unterbach als vorrangiges Ziel.

Dirk Thomé

Das Vorhaben eint: Möglichst viele Süßigkeiten aufzufangen, galt auch am Sonntag beim Umzug in Unterbach als vorrangiges Ziel.

Unterbach. Wer im plüschigen Vollkostüm kam, war klar im Vorteil beim Karnevalszug im Eselsland. Egal ob Löwe, Leopard oder Krokodil: Im Gegensatz zur wagemutig kurzen Bekleidung von Pippi Langstrumpf, Rotkäppchen oder Videospiel-Protagonistin Lara Croft konnte den vermummten Besuchern das Wetter nichts anhaben.

Geworfen werden Popcorn und Nikoläuse

Im Schneetreiben wurde aus Leibeskräften "Unterbach I-A" gebrüllt und wurden fleißig Süßigkeiten gesammelt, die in Mengen von den Wagen geworfen wurden. Wer am Straßenrand stand, konnte den nächsten Heimkinoabend sichern: Ganze Wagenladungen Popcorn wurden unter die Jecken gebracht, und auch der ein oder andere Schokoladen-Nikolaus wurde verteilt.

Zu Karnevals-Klassikern fingen die Narren jedoch nicht nur Kamelle, sondern sangen und schunkelten auch kräftig mit - so schwungvoll, dass der Hexenhut schon mal fliegen ging.

Wer nicht als Hexe, Hippie oder Henker mit mannshohem Beil verkleidet dem jecken Treiben frönen wollte, griff einfach zu fantasievollen Notlösungen: Keine Farbe schien zu grell, keine Kombination zu gewagt, kein Gramm Karnevalsschminke zu viel. So feierte gleich eine ganze Familie mit leuchtend gelben Feder-Perücken auf dem Kopf, ein Narr schunkelte im bodenlangen, lilafarbenen Plüschmantel mit Leopardenfellkragen.

"Einmal im Jahr richtig Gas geben und den Alltag zurück lassen - das ist Karneval. Wer nicht mitfeiert, ist selbst schuld", sagte Brigitte Schimke lachend, die gemeinsam mit Freundinnen feierte. "Wir freuen uns das ganze Jahr auf Karneval. Schon lange vorher machen wir uns Gedanken darüber, wie wir uns verkleiden und wo wir feiern", erzählte die Düsseldorferin und prostete ihren Freundinnen zu.

Am Sonntag fand nach dem traditionellen Biwak der Karnevalsumzug durch Unterbach statt. Am Rosenmontag wird im Vereinshaus der Hoppeditz beerdigt. Die nächste Session beginnt dann am 13. November mit Hoppeditz Erwachen. In der Zwischenzeit veranstaltet der Unterbacher Karnevalsausschuss ein Sommerfest am 14.August auf Gut Ten Ofen und einen Filmabend am 22.Oktober im Feldmanns Saal am Zault.

"An Karneval geht auch schon ein Bier am Mittag", meinte sie - getreu dem Motto, das von einem der Wagen schallte: "Wo früher eine Leber war, ist heute eine Minibar." "Die Unterbacher wissen, wie man Karneval feiert. Den Zug hier lassen wir uns nie entgehen."

In der Tat: Nicht nur Unterbacher warfen Kamelle. Unterstützung hatte das Unterbacher Prinzenpaar Georg I. und Judith I. sowie das Kinderprinzenpaar Yannick I. und Katharina I. aus Hilden erhalten. Das Prinzenpaar Markus I. und Simone I. war dabei, die Große Hildener Karnevalsgesellschaft samt Tanzgarde gab sich die Ehre, und sogar der Fanfarenzug der Feuerwehr Salzgitter war angereist.

Nach einer guten halben Stunde waren die bunten Wagen vorüber gezogen - und die Taschen schwer vor Kamelle.

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