Die Besucher eines Benefizkonzerts für Haiti spenden 2500 Euro. Damit hat das Aktionsbündnis 60.000 Euro gesammelt.

Der Madrigalchor Millrath war einer der zahlreichen Chöre und Solisten, die am Samstag für die Opfer in Haiti sangen – und um Spenden baten.
Der Madrigalchor Millrath war einer der zahlreichen Chöre und Solisten, die am Samstag für die Opfer in Haiti sangen – und um Spenden baten.

Der Madrigalchor Millrath war einer der zahlreichen Chöre und Solisten, die am Samstag für die Opfer in Haiti sangen – und um Spenden baten.

Dirk Thomé

Der Madrigalchor Millrath war einer der zahlreichen Chöre und Solisten, die am Samstag für die Opfer in Haiti sangen – und um Spenden baten.

Unterbach. Wer am Samstagabend Lust auf musikalische Unterhaltung hatte, die ebenso kurzweilig wie hochwertig war, der kehrte Fernseh-Castingsshows den Rücken zu und besuchte die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Unterbach.

Das Erkrather Aktionsbündnis "Erdbebenhilfe für Haiti" hatte zu einem Konzert eingeladen, bei dem das Programm einen Höhepunkt nach dem anderen ankündigte - und das bei kostenlosem Eintritt. Stattdessen wurde um Spenden gebeten.

Den ersten Teil des Konzerts gestalteten die Jugendmusikschule Erkrath und der Madrigalchor Millrath, der nicht nur Klassiker wie das "Ave Maria", sondern auch altrussischen Kirchengesang zum Besten gab. Die Chorgemeinschaft St. Johannes, der Kirchenchor St. Mariä Himmelfahrt und der Chor Vox Nova füllten den großen und beinahe voll besetzten Kirchenraum mit klaren, kräftigen Stimmen, bevor die Besucher in der Pause ihre Eindrücke verarbeiten konnten. Um sich ein besseres Bild von Haitis Hauptstadt machen zu können, wurden derweil im Jugendheim Fotos aus Port-au-Prince gezeigt.

"Nach so einem tollen Abend greift man gern tiefer in den Geldbeutel."

Gertrud Langer, Konzertbesucherin

Nach der Pause ging es frisch weiter: Der junge, etwa 15-köpfige Chor "Saitenwind" riss das Publikum mit und lud zum Mitklatschen ein. "Mit der Kraft des Heiligen Geistes werden wir die Welt verändern", sangen die überwiegend jungen Chormitglieder. Ein Stück weit ist ihnen das sicher am Samstagabend gelungen, versetzte die Musik und die beeindruckende Atmosphäre in St. Mariä Himmelfahrt doch in die richtige Stimmung, um zu spenden - nicht nur, um die Erdbebenopfer zu unterstützen, sondern auch, um die Leistung der Sänger anzuerkennen.

Begeisterten, lang anhaltenden Applaus erntete die Erkrather Sängerin Anette Schönfeld für ein stimmgewaltiges "Amazing Grace". Spätestens mit Whitney Houstons Hit "I will always love you", sauber und gefühlvoll vorgetragen, sorgte Schönfeld für wohlige Schauer.

Panflötistin Barbara Hettrich und Autorin Christa Lehmann griffen schließlich mit ihren Werken das Thema "Himmelsläufer" auf, bevor der Erkrather Frauenchor gemeinsam mit dem MGV Sängerbund den Abschluss des dreistündigen Konzertes bildeten - drei Stunden, die keine Minute zu lang schienen.

"Das war ein wunderschönes Konzert mit beeindruckenden Sängern. Ich hätte auch so gespendet, aber nach so einem tollen Abend greift man gern tiefer in den Geldbeutel", war Besucherin Gertrud Langer begeistert von der Veranstaltung des Aktionsbündnisses.

So wie sie scheinen viele Besucher gedacht zu haben: "Am Samstagabend sind über 2500 Euro für Haiti zusammengekommen", freut sich Cäcilie Meves vom Aktionsbündnis. "Viele Flüchtlinge aus Port-au-Prince kehren zurück in ihre Heimatdörfer. Mit dem Geld soll vor allem die Landwirtschaft von Chambellan wieder aufgebaut werden."

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