Was nehmen sich die Erkrather fürs neue Jahr vor? Die WZ hörte sich bei den Gästen des Silversterballs in der Stadthalle um.

Erkrath. Die Gäste des Silvesterballes in der Stadthalle waren sich einig: Gesundheit ist der Renner auf dem Markt der Wünsche für das neue Jahr. Trotzdem genehmigte man sich ohne schlechtes Gewissen erst einmal ein Gläschen Slibowitz am Empfang, um sich aufzuwärmen.

"Wenn die Rente etwas höher wäre, würde ich mich nicht beschweren."

Hans Kowollik

"Das Wichtigste ist, dass wir alle gesund bleiben. Solange ich noch Tennis spielen kann, bin ich zufrieden. Wenn die Rente etwas höher wäre, würde ich mich aber auch nicht beschweren", meinte Hans Kowollik. Er besuchte den Silvesterball bereits zum vierten Mal. "Die Atmosphäre ist angenehm. Es wird schöne Tanzmusik gespielt, gerade für Ältere."

Rund 220 Gäste sorgten am Silvesterabend für gute Stimmung in der Stadthalle, wo nicht nur gegessen und getrunken wurde. Zwischen den mit dem obligatorischen Klee und Schornsteinfegern dekorierten Tischen war auch Platz, um zur Musik der Morris Band einen Tanz auf das Parkett hinzulegen.

Das dürfte Maria Nicolicz entgegen gekommen sein - sie hat sich für 2009 vorgenommen, mehr Sport zu treiben. "In unserem Alter ist es schließlich das Wichtigste, dass man fit bleibt", fand sie. Konkrete Pläne für ein sportliches Jahr 2009 hatte Ekkehard Betz. "Im April findet der Wien-Marathon statt", erzählte er. Zwischen 25 000 Teilnehmern will Betz die Hälfte der 42 Kilometer langen Strecke hinter sich bringen. Und er ließ keinen Zweifel daran, dass dieser Plan auch die erste Januar- woche tatsächlich überdauern wird.

Den Führerschein fürs Auto und Motorrad machen

Sebastian Neumann war nicht so überzeugt vom Formulieren guter Vorsätze. "Die sind doch ganz schnell vergessen." Trotzdem: Erfolg und Gesundheit dürfe das neue Jahr ruhig mit sich bringen. Ein Vorhaben steht in den kommenden Monaten an, bei dem der Erfolg wünschenswert wäre: Der Führerschein - nicht nur für das Auto, sondern auch gleich noch der fürs Motorrad. "Jetzt wird es endlich einmal Zeit dafür."

Die Silvesternacht ist häufig der Zeitpunkt, an dem viele Menschen einen Schnitt machen wollen, ihr Leben einschneidend, oder zumindest ein wenig verändern wollen. Das Rauchen abgewöhnen, abnehmen, mehr Sport treiben und weniger Süßes. Die Liste der guten Vorsätze ist unendlich lang. Psychologen raten, die Messlatte für die Ziele im neuen Jahr nicht zu hoch zu legen. Denn auch kleine Schritte können zu einem großen Ziel führen. Also sollte mann sich langsam an die guten Vorsätze herantasten. Das ist immer noch besser, als gleich zu Beginn des neuen Jahres von sich selbst enttäuscht zu werden.

Gesundheit wünschte sich auch Peter Krämer. "Gesundheit für meine Frau und mich, und dass ich so bleibe wie ich bin" - was Lebensgefährtin Rita mit einem Schmunzeln bestätigte. "Ein Lottogewinn wäre natürlich auch toll", fügte Krämer seiner Wunschliste für 2009 unbescheiden hinzu.

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