Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung ist die erste Broschüre erschienen, die über Sehenswertes in der Stadt informiert.

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Spezialitäten: Der Lokschuppen am Ziegeleiweg (l.) und das Wildgehege am Rande des Neandertals lohnen einen Besuch.

Spezialitäten: Der Lokschuppen am Ziegeleiweg (l.) und das Wildgehege am Rande des Neandertals lohnen einen Besuch.

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Spezialitäten: Der Lokschuppen am Ziegeleiweg (l.) und das Wildgehege am Rande des Neandertals lohnen einen Besuch.

Erkrath. Wenn Reisebusse mit neuseeländischen Touristen in die Stadt strömen, hat Bernd Herrmann vom Arbeitskreis Tourismus in Erkrath sein Ziel erreicht. "Und es werden Anfragen aus Neuseeland kommen", sagt der Reiseveranstalter mit Nachdruck. Die neue Broschüre "Erkrath entdecken" soll den Weg dafür bereiten. Auf 32 Seiten stellt die Initiative darin Freizeittipps und Sehenswürdigkeiten in Hochdahl, Unterfeldhaus und Alt-Erkrath vor.

"Der Rest der 4000 Broschüren muss in die Welt geschickt werden."

Bernd Herrmann, Mitinitiator der Tourismus-Aktion

"So wollen wir denen, die in der Stadt übernachten und nicht wissen, was sie hier mit ihrer Freizeit anfangen sollen, Tipps geben", sagt Herrmanns Kompagnon Udo Kampschulte. Die vorrangige Zielgruppe sind daher nicht wirklich Touristen aus Übersee, sondern Durchreisende, die sich ohnehin in der Stadt aufhalten. Damit die auch ihr Geld in Erkrath und nicht in den umliegenden Städten ausgeben, soll ihnen die Broschüre den Weg zu Erkrather Sehenswürdigkeiten zeigen.

Dazu soll das Heft nicht nur an den touristischen Knotenpunkten³ wie dem Neanderthal Museum ausgelegt werden, sondern auch bei Reise-Messen an Hotels, Agenturen und die Fachpresse verteilt werden. "Ein Exemplar gehört ins Archiv der Stadt, der Rest der 4000 Broschüren muss in die Welt geschickt werden", sagt Herrmann.

20 Ehrenamtliche haben mitgeholfen

Anderthalb Jahre haben er und bis zu 20 Ehrenamtliche an dem Wegweiser gearbeitet, herausgekommen ist eine sehens- und lesenswerte Broschüre mit aufschlussreichen Kurzbeschreibungen der einzelnen Attraktionen. "Wir mussten uns da von unserem Blick lösen und in die Rolle des geneigten Tagestouristen schlüpfen", sagt Kampschulte.

So ist die Palette der Tipps auch sehr breit gefächert: Vom Spaziergang im Bayer-Park mit der 1000 Jahre alten Antonius-Kapelle, einem Blick in die Sterne im Planetarium, einem Besuch des Kunstwegs oder des Tiergeheges werden Sportler, Natur- und Kulturinteressierte angesprochen.

Auch Erkrather können Neues entdecken

Der Arbeitskreis Tourismus in Erkrath will die Stadt Gästen näher bringen - und somit auch den städtischen Kassen einen Gefallen tun. Die nächste Sitzung soll im Juli stattfinden.

Die Initiative hat bereits Reisebusparkplätze geschaffen und für die Beschilderung einiger Highlights wie dem Lokschuppen und dem Naturschutzzentrum gesorgt. Als nächstes will sich der Verein unter anderem für eine Wiederbelebung der Gastronomie in Millrath kümmern.

Erhältlich ist die kostenlose 32-seitige Broschüre unter anderem im Rathaus, in Hotels und im Stellarium, Lokschuppen, Naturschutzzentrum und Neanderthal Museum.

Die Produktionskosten wurden von den Anzeigen gedeckt, so dass weder Verein noch Stadt belastet wurden.

Die Stadt hat auf ihrer Homepage den Menüpunkt "Kultur, Freizeit & Tourismus" in großen Teilen erweitert und aktualisiert. Insbesondere der Bereich "Freizeit- & Ausflugstipps" wurde mit vielen Hinweisen aus der Broschüre aufgearbeitet und ergänzt.

Auch die Erkrather Bürger können am übernächsten Wochenende ihre Stadt aus der Sicht von Touristen kennenlernen: Dann will Busunternehmer Bernd Hermann ab 12 Uhr zu seinem zehnjährigen Betriebsjubiläum Rundfahrten im Doppelstockbus unter anderem zu den Kalkwerken und dem Lokschuppen anbieten - nicht zuletzt um seine Mitbürger davon zu überzeugen, dass Erkrath touristisch tatsächlich etwas zu bieten hat.

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