Eine geringere Geschwindigkeit auf einigen Straßen soll dazu führen, dass der Durchgangsverkehr abnimmt. Rheinbahn, Kreis und Stadt haben Strecken festgelegt.

Eine geringere Geschwindigkeit auf einigen Straßen soll dazu führen, dass der Durchgangsverkehr abnimmt. Rheinbahn, Kreis und Stadt haben Strecken festgelegt.
Die Busse der Rheinbahn müssen ihre Haltestellen pünktlich erreichen. Deshalb, so auch hier am Jubiläumsplatz, sind Tempo-30-Zonen nicht überall umzusetzen. Archiv

Die Busse der Rheinbahn müssen ihre Haltestellen pünktlich erreichen. Deshalb, so auch hier am Jubiläumsplatz, sind Tempo-30-Zonen nicht überall umzusetzen. Archiv

Achim Blazy

Die Busse der Rheinbahn müssen ihre Haltestellen pünktlich erreichen. Deshalb, so auch hier am Jubiläumsplatz, sind Tempo-30-Zonen nicht überall umzusetzen. Archiv

Mettmann. Die Mettmanner Kommunalpolitik hat die Verwaltung im November 2017 beauftragt, zu untersuchen, auf welchen Straßen in der Stadt Tempo 30 oder ein verkehrsberuhigter Bereich statt Tempo 50 eingeführt werden kann. Hintergrund: Im neuen Verkehrsentwicklungsplan gibt es Empfehlungen der Gutachter, die Geschwindigkeit auf innerörtlichen Straßen zu reduzieren. So soll ein besserer Verkehrsfluss gewährleistet werden. Gleichzeitig sollen die Straßen für den Durchgangsverkehr unattraktiv sein, etwa auf Nord- und Talstraße.

Doch der Kreis Mettmann als Aufgabenträger des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die Rheinbahn spielten nicht mit. Ihre Gegenargumente: Ungünstige Verkehrsführung, Baustellen und viel Verkehr führen heute bereits zu Schwierigkeiten, pünktlich den Busfahrplan einzuhalten. „Geschwindigkeitsreduzierungen durch Tempo-30-Zonen können diese Problematik weiter verschärfen“, sagt ein Sprecher des Kreises. Rheinbahn, Kreis und Stadt haben sich daher geeinigt, auf folgenden Streckenabschnitten Tempo 30 einzuführen:

Abschnitt zwischen Bahnstraße und Elberfelder Straße

Durch das Tempolimit soll der Abschnitt für den Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht werden. Der Kreis Mettmann wird 2019 die Knotenpunkte „Bergstraße/Elberfelder Straße“ und „Flurstraße / Beethovenstraße“ umbauen, so dass die Verkehrsführung über die Beethovenstraße attraktiver wird.

Eidamshauser Straße

Tempo 50 sei für die beengten Straßenverhältnisse auf der Eidamshauser Straße aufgrund des Begegnungsverkehrs Bus/Bus, der einseitigen Parkstände und der Straßenlängsneigung nicht angemessen. Bereits heute gilt im Abschnitt „Laubacher Straße bis Sudhoffstraße“ Tempo 30, das bis hinauf zum Kreisel „Düsselring“ verlängert werden soll.

Schwarzbachstraße

Hier ist zum Teil schon Tempo 30 beschildert. Der Bereich ist – bedingt durch die Innenstadtnähe – sensibel und geprägt durch Fußgängerquerverkehr (außerhalb der ausgewiesenen Querungsstellen). Im Zusammenhang mit den angrenzenden Tempo-30-/Tempo-20-Bereichen (Adlerstraße, Jubiläumsplatz) erscheine es notwendig, den kurzen Abschnitt, der heute noch mit Tempo 50 begrenzt ist, auf 30 Stundenkilometer zu limitieren, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Vorschläge wurden mit dem Büro abgestimmt, das den Verkehrsentwicklungsplan erstellt.

Das Ingenieurbüro habe seine grundsätzliche Zustimmung ausgesprochen, sagt Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec. Für den Bereich der Bahnstraße, Höhe Poststraße, lautet die Empfehlung des Ingenieurbüros, über Fahrbahnmarkierungen den Querschnitt der Straße einer reduzierten Geschwindigkeit von Tempo 30 anzupassen. Für die Johannes-Flintrop-Straße im Bereich zwischen Schwarzbachstraße und Kreisverkehr Seibelquerspange ist bereits Tempo 30 angeordnet und als Bestandteil der Netztrennung – die Johannes-Flintrop-Straße ist künftig Sackgasse für den Individualverkehr – nicht mehr abzustimmen.

Die Stadt Mettmann, erläutert Kurt Werner Geschorec, habe bereits reagiert und zwei Ampelanlagen auf der Breite Straße und Flintropstraße abgebaut, so dass die Busse nicht anhalten müssen. Die Stadt will außerdem prüfen, wo der Busverkehr eine schnellere Grünphase an Ampeln bekommen kann.

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